{"id":29571,"date":"2011-09-19T15:29:44","date_gmt":"2011-09-19T14:29:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=29571"},"modified":"2025-03-28T11:59:20","modified_gmt":"2025-03-28T10:59:20","slug":"wetter-droht-uns-diesen-winter-der-grosse-blackout","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wetter-droht-uns-diesen-winter-der-grosse-blackout-1029571\/","title":{"rendered":"Projektion f\u00fcr den kommenden Winter: Durchschnittstemperatur von minus 1 Grad"},"content":{"rendered":"<p>(ddp direct) Wiesbaden, den 19. September 2011 Bereits im Mai warnten die gro\u00dfen deutschen Strombetreiber vor der Gefahr eines Blackouts im kommenden Winter. Besonders gef\u00e4hrdet soll S\u00fcddeutschland sein. Kein Wunder: In S\u00fcddeutschland ist es im Winter generell k\u00e4lter als in der Nordh\u00e4lfte.<\/p> <p>Aus meteorologischer Sicht muss man bez\u00fcglich des kommenden Winters sagen: Es sieht nicht gut aus!<\/p> <p>Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetterportal WETTER.NET (www.wetter.net) dazu: <!--more-->Der Jahreszeitentrend unseres Langfristmodells Prognostica Magna geht f\u00fcr die Wintermonate Dezember, Januar und Februar erneut von einem zu kalten Winter aus. Zu kalt bedeutet, dass die Temperaturen unter den langj\u00e4hrigen Mittelwerten landen. Als langj\u00e4hriges Mittel dient derzeit der Zeitraum 1961 bis 1990. Das w\u00e4re der vierte zu kalte Winter in Folge und damit eine kleine Sensation. Erinnern wir uns nur an die Aussagen einiger Klimaexperten aus dem Jahr 2000. Damals hie\u00df es: Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben.<\/p> <p>Die letzten drei Winter haben uns eines besseren belehrt h\u00e4lt Jung dagegen.<\/p> <p>Das Jahreszeitenmodell Prognostica Magna wird seit \u00fcber 10 Jahren von WETTER.NET betrieben und st\u00e4ndig weiterentwickelt. Bereits im Vorfeld des letzten Winters wurde ein \u00fcberdurchschnittlich kalter und schneereicher Winter prognostiziert. In der Tat gab es im Winter 2010\/2011 zahlreiche Schnee- und K\u00e4lterekorde. Auch der warme Sonnenfr\u00fchling und der Zick-Zack-Sommer wurden im Vorfeld korrekt prognostiziert.<\/p> <p>Die letzten drei Winter im Vergleich:<\/p> <p>Winter 2008\/2009 um 0,4 Grad k\u00e4lter als im Mittel<br \/> Winter 2009\/2010 um 1,4 Grad k\u00e4lter als im Mittel<br \/> Winter 2010\/2011 um 0,7 Grad k\u00e4lter als im Mittel<\/p> <p>Vergleicht man mit dem neuen Mittel von 1981 bis 2010 f\u00e4llt die Bilanz noch eindeutiger aus:<\/p> <p>Winter 2008\/2009 um 1,0 Grad k\u00e4lter als im Mittel<br \/> Winter 2009\/2010 um 2,0 Grad k\u00e4lter als im Mittel<br \/> Winter 2010\/2011 um 1,3 Grad k\u00e4lter als im Mittel<\/p> <p>Wir gehen in unserer Projektion f\u00fcr den kommenden Winter von einer Durchschnittstemperatur von minus 1 Grad aus. Damit w\u00fcrde der Winter 2011\/2012 im Vergleich zu den Jahren 1961 bis 1990 um rund 1,2 Grad k\u00e4lter ausfallen erkl\u00e4rt Wetterexperte Jung.<\/p> <p>Damit landen wir irgendwo zwischen dem letzten und vorletzten Winter (siehe Infografik). Allerdings gab es gerade in S\u00fcddeutschland in den letzten beiden Wintern nicht sehr gro\u00dfe Abweichungen vom langj\u00e4hrigen Mittel. Es war eher der Norden der das Minus verursacht hat. Das wird im kommenden Winter aber anders sein. Hier erwarten wir auch im S\u00fcden einen deutlichen Peak nach unten hin zu K\u00e4lte, Eis und Schnee so Jung.<\/p> <p>Der kommende Winter k\u00f6nnte somit nach der Projektion von WETTER.NET das von den Strombetreibern angemahnte Szenario schneller wahr werden lassen, als uns lieb ist. Durch die K\u00e4lte w\u00fcrde der Stromverbrauch erneut sprunghaft in die H\u00f6he schnellen. Und das nicht nur in Deutschland. Auch unsere unmittelbaren Nachbarn w\u00e4ren betroffen und m\u00fcssten mit h\u00f6herem Stromverbrauch rechnen.<\/p> <p>Das bedeutet im Umkehrschluss: Im Notfall k\u00f6nnten wir aus diesen Regionen kaum mit Entlastung im Form von zus\u00e4tzlichen Stromlieferungen rechnen. Frankreich hat bereits erkl\u00e4rt im kommenden Winter deutlich weniger Strom abgeben zu wollen, als noch im letzten Winter. Damals gab es aufgrund der Stromabgabe ins Ausland im eigenen Land Engp\u00e4sse bei der Stromversorgung. Das will man im kommenden Winter unbedingt vermeiden. Insgesamt fehlen laut den gro\u00dfen deutschen Stromkonzernen 8000 Megawatt-Stunden an Strom aufgrund der abgeschalteten Atomkraftwerke. Kein Atomkraftwerk ist als Kaltreserve vorgesehen. Das sollen die wenig umweltfreundlichen Kohlekraftwerke \u00fcbernehmen. Dazu werden unter anderem auch in \u00d6sterreich bereits eingemottete Kohlekraftwerke wieder reaktiviert.<\/p> <p>Das alles wirkt sich nat\u00fcrlich auch negativ auf die Klimabilanz aus kritisiert Jung.<\/p> <p>Aber nicht nur im Stromnetz droht Gefahr: Auch die Deutsche Bahn d\u00fcrfte m\u00e4chtig in die Bredouille geraten, hat der neue Chef doch gerade erst vor wenigen Tagen eingestanden, dass man auf einen erneuten strengen Winter eigentlich gar nicht vorbereitet sei.<\/p> <p>Die Sorge \u00fcber einen neuen Eiswinter ist auch bei St\u00e4dten und Kommunen sehr gro\u00df. Dies stellen wir besonders bei der hohen Nachfrage nach unserem Stra\u00dfenwetterbericht f\u00fcr den Winter fest so Diplom-Meteorologe Jung.<\/p> <p>Jungs Warnung: Dieser Winter kann ziemlich hei\u00df werden allerdings nur im \u00fcbertragenen Sinn! Der Winter startet Ende November und es gibt in Deutschland noch viel zu tun!<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> WETTER.NET (Q.met GmbH)<br \/> Dominik Jung<br \/> Washingtonstra\u00dfe 75<\/p> <p>65189 Wiesbaden<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: d.jung@qmet.de<br \/> Homepage: www.wetter.net<br \/> Telefon: 0611-8905213<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> WETTER.NET (Q.met GmbH)<br \/> Dominik Jung<br \/> Washingtonstra\u00dfe 75<\/p> <p>65189 Wiesbaden<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: d.jung@qmet.de<br \/> Homepage:<br \/> Telefon: 0611-8905213<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(ddp direct) Wiesbaden, den 19. September 2011 Bereits im Mai warnten die gro\u00dfen deutschen Strombetreiber vor der Gefahr eines Blackouts im kommenden Winter. Besonders gef\u00e4hrdet soll S\u00fcddeutschland sein. Kein Wunder: In S\u00fcddeutschland ist es im Winter generell k\u00e4lter als in der Nordh\u00e4lfte. 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