{"id":29942,"date":"2011-09-21T15:20:28","date_gmt":"2011-09-21T14:20:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=29942"},"modified":"2015-05-08T11:28:18","modified_gmt":"2015-05-08T10:28:18","slug":"weinjahrgang-2011-in-baden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/weinjahrgang-2011-in-baden-1029942\/","title":{"rendered":"Sehr fruchtige und aromatische Weine vom 2011er"},"content":{"rendered":"<p>(ddp direct) Die Winzergenossenschaften in Baden freuen sich \u00fcber einen Vollherbst 2011 mit sehr sch\u00f6nen Qualit\u00e4ten und \u00fcber ein kr\u00e4ftiges Verkaufsplus im 1. Halbjahr 2011. Baden ist 2011 das gelobte Land, sagte Pr\u00e4sident Gerhard Ro\u00dfwog vom Baden-W\u00fcrttembergischen Genossenschaftsverband am Mittwoch in M\u00fcllheim bei der Winzergenossenschaft H\u00fcgelheim eG. In dieser Woche beginnt in Baden die Hauptlese des Jahrganges 2011.<\/p> <p>Der Weinjahrgang 2011 macht richtig Spa\u00df, freut sich Genossenschafts-Pr\u00e4sident Gerhard Ro\u00dfwog. <!--more-->Wir bekommen sehr sch\u00f6ne Qualit\u00e4ten, die Trauben sind reif, und gottseidank gibt es auch wieder ausreichend Menge, damit wir die gute Nachfrage bedienen k\u00f6nnen. Die Verbraucher d\u00fcrfen sich vor allem auf sehr fruchtige und aromatische Weine vom 2011er freuen. Allerdings sind punktuell Genossenschaften von Frost- oder Hagelsch\u00e4den getroffen worden: Im Taubertal hat der Frost 80 Prozent der Ernte vernichtet, in Durbach und in einigen Orten im Markgr\u00e4fler Land hat Hagel empfindliche Einbu\u00dfen verursacht.<\/p> <p>Die Winzergenossenschaften in Baden erwarten mit rund 100 Mio. Liter eine gute Ernte. In den beiden Vorjahren sind nur 79 bzw. 86 Mio. Liter in die Keller gekommen, sodass die Best\u00e4nde in den Genossenschaften deutlich zur\u00fcckgegangen sind.<\/p> <p>Der Jahrgang 2011 ist au\u00dferordentlich fr\u00fch dran, sagte Ro\u00dfwog, \u00e4hnlich wie der 2007er. Nach dem langen und harten Winter ist die Natur schnell erwacht, angetrieben durch den sehr sonnigen und warmen April. Der Regen im Juni hat den Wasserhaushalt wieder aufgef\u00fcllt und der Wechsel von Sonne und Regen im Sommer hat die Trauben ohne Stress reifen lassen.<\/p> <p>Die Lese hat ruhig begonnen, da die Reben noch voll im Saft stehen und die Bl\u00e4tter sich noch nicht verf\u00e4rben. Diese Woche beginnt die Hauptlese. Der M\u00fcller-Thurgau ist als fr\u00fche Sorte bereits im Keller. Er war in diesem Jahr besonders fruchtbar bei guten \u00d6chslewerten von etwa 80 Grad. Bei der Winzergenossenschaft H\u00fcgelheim ist auch der Graue Burgunder vollst\u00e4ndig im Keller und hat mit durchschnittlich 97 Grad \u00d6chsle hervorragende Qualit\u00e4ten gebracht, berichtet Kellermeister Martin Schneider. Den gleichen Zuckergehalt bieten in H\u00fcgelheim die Sp\u00e4tburgunder-Trauben, die zu einem Drittel gelesen sind. Die hohen \u00d6chslegrade zu diesem fr\u00fchen Zeitpunkt sind au\u00dfergew\u00f6hnlich betont der Kellermeister. Die Lese des Gutedel, der als Spezialit\u00e4t des Markgr\u00e4fler Landes auf einem Drittel der Rebfl\u00e4che in der Region angepflanzt ist, f\u00e4ngt langsam an.<\/p> <p>Ein starkes Halbjahr f\u00fcr die Winzergenossenschaften in Baden<\/p> <p>Die hohen Erwartungen der badischen Winzergenossenschaften in das Jahr 2011 haben sich im ersten Halbjahr voll best\u00e4tigt. Die Genossenschaften konnten 46,9 Mio. Liter Wein und Sekt verkaufen, 4,0 Prozent mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Der Umsatz konnte damit gut Schritt halten und kletterte um 3,4 Prozent auf 127 Mio. Euro. Im Kalenderjahr 2010 haben die Winzergenossenschaften in Baden 93,2 Mio. Liter verkauft (+ 1,4 %) und einen Umsatz von 260 Mio. Euro (- 0,7 %) erwirtschaftet.<\/p> <p>Genossenschafts-Pr\u00e4sident Gerhard Ro\u00dfwog zeigte sich auch f\u00fcr das zweite Halbjahr zuversichtlich. Das Konsumklima ist nach wie vor freundlich, die Sorgen um die Konjunktur und die Staatsschulden schlagen sich bisher nicht nieder. Darin dr\u00fccke sich die gute Besch\u00e4ftigung im Land und die noch moderate Inflationsrate aus.<\/p> <p>Ro\u00dfwog stellte heraus, dass die Marktposition vor allem von badischen Wei\u00dfweinen zurzeit hervorragend ist. Seit dem Tiefpunkt 2008 steigt die Ertragsrebfl\u00e4che von Wei\u00dfwein in Baden zu Lasten der roten Sorten. Vor allem Grauburgunder, aber auch Wei\u00dfburgunder und Gutedel sind gepflanzt worden. Ro\u00dfwog zeigte sich erfreut, dass Handel und Verbraucher h\u00f6here Preise f\u00fcr Wei\u00dfwein akzeptiert haben. Durch die kleinen Jahrg\u00e4nge und die Kostenentwicklung habe das Einkommen der Winzer zuletzt stark gelitten. Die h\u00f6heren Wei\u00dfweinpreise werden sich in den Umsatzzahlen der n\u00e4chsten beiden Halbjahre niederschlagen, prognostizierte der Genossenschafts-Pr\u00e4sident. Die Best\u00e4nde sind durch den guten Verkauf so knapp geworden, dass viele Genossenschaften den Jahrgang 2011 noch in diesem Jahr auf den Markt bringen w\u00fcrden. Der Vollherbst 2011 kommt wie gerufen.<\/p> <p>Baden konnte sich auch den Verlusten entziehen, die deutsche Weine insgesamt zuletzt hinnehmen mussten. Der Marktanteil Badens am deutschen Wein nahm der Menge nach von 11 auf 12 Prozent zu, dem Wert nach von 12 auf 13 Prozent.<\/p> <p>Genossenschaftsverband ermuntert zu Strukturver\u00e4nderungen<\/p> <p>Das Gesicht des Weinbaus in Baden hat sich enorm ver\u00e4ndert. Fast 8.000 Winzer, \u00fcber 30 Prozent der Betriebe, haben seit dem Jahr 2000 ihre Reb-schere an den Nagel geh\u00e4ngt und ihren Weinberg verpachtet. Die Rebfl\u00e4che, die im Weinland Baden bewirtschaftet wird, hat sich dadurch kaum ver\u00e4ndert (+ 1,1 %), aber die Winzerbetriebe wurden gr\u00f6\u00dfer, der Kapitaleinsatz nimmt zu. Der genossenschaftliche Anteil an der Ertragsrebfl\u00e4che ist in dieser Zeit um 1,2 Prozentpunkte auf 70,8 Prozent gestiegen.<\/p> <p>\u00dcber Ver\u00e4nderungen und gr\u00f6\u00dfere Betriebe denken auch die Winzergenossenschaften in Baden nach. Der Baden-W\u00fcrttembergische Genossenschaftsverband hat diesen Entwicklungsprozess im Sommer durch drei Regionalkonferenzen aufgegriffen und verst\u00e4rkt. Strukturver\u00e4nderungen sind notwendig, damit der Weinbau in Baden eine gute Zukunft hat, betont Ger\u00achard Ro\u00dfwog, Pr\u00e4sident des Baden-W\u00fcrttembergischen Genossenschaftsverbandes.<\/p> <p>Er sieht zwei wesentliche Ansatzpunkte, um die Position der Winzergenossenschaften zu verbessern. Unsere Genossenschaften m\u00fcssen ihre Strategie formulieren und sie m\u00fcssen sie innerhalb einer Region aufeinander abstimmen. Nat\u00fcrlich sei dazu viel Vertrauen erforderlich.<\/p> <p>Neben einer klaren einzelbetrieblichen Strategie sieht Ro\u00dfwog die Notwendigkeit, die Genossenschaftsgruppe in ihren Vermarktungsstrukturen gemeinsam fortzuentwickeln. Die Anzahl der eigenst\u00e4ndig agierenden Weinanbieter bei den wenigen verbliebenen nationalen Handelsketten sei einfach zu hoch, die Position der Winzer gegen\u00fcber marktm\u00e4chtigen Abnehmern damit weiterhin zu schwach. Das genossenschaftliche Prinzip einer B\u00fcndelung der Kr\u00e4fte gelte mehr denn je f\u00fcr die Marktbearbeitung. Wir sind es unseren Winzern und der nachfolgenden Generation schuldig, angelieferte Trauben anst\u00e4ndig zu verg\u00fcten, und hierzu bedarf es fairer Preise am Markt.<\/p> <p>Ro\u00dfwog bekr\u00e4ftigte, dass die Rezepte f\u00fcr gro\u00dfe und kleine Genossenschaften unterschiedlich ausfallen m\u00fcssen. Fusion ist kein Patentrezept. Wer seinen Absatzschwerpunkt bei Direktkunden oder in der Gastronomie habe, m\u00fcsse besondere Qualit\u00e4ten bieten, die naturgem\u00e4\u00df auch teurer produziert werden. Wer den Lebensmitteleinzelhandel und den Discount bediene, m\u00fcsse den Akzent bei guten Qualit\u00e4ten f\u00fcr die Breite der Verbraucherw\u00fcnsche setzen, die zu g\u00fcnstigen Kosten in die Regale des Handels gelangen m\u00fcssen.<\/p> <p>Zum Beispiel die Winzergenossenschaft H\u00fcgelheim im Markgr\u00e4fler Land erwirtschaftet f\u00fcr ihre Mitgliedswinzer \u00fcberdurchschnittliche Auszahlungspreise, ist aber mit 75 Hektar Ertragsrebfl\u00e4che und 45 aktiven Winzern eine der kleinen Genossenschaften im Land.<\/p> <p>Ein gutes Drittel ihrer Weine verkauft sie direkt an Privatkunden, die \u00fcberwiegend aus der Region zwischen Freiburg und L\u00f6rrach kommen. Lebhaft ist in j\u00fcngster Zeit aber auch die Nachfrage von Besuchern aus der Schweiz, berichtet das gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Vorstandsmitglied Thomas Benz, und auch immer mehr Tagestouristen aus Frankreich werden von dem guten Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis in Deutschland angelockt. Dank dieser Vertriebsschienen ist auch der Sektanteil in der Genossenschaft in den letzten Jahren auf 5 Prozent gestiegen, nach der Menge gerechnet. Im Vordergrund steht dabei der Nobling, eine weitere Spezialit\u00e4t des Markgr\u00e4fler Landes. Ein zweites Drittel der H\u00fcgelheimer Weine geht in die regionale Gastronomie, 30 Prozent in den Fachhandel und den Lebensmitteleinzelhandel.<\/p> <p>Immerhin 20 Prozent der H\u00fcgelheimer Weine werden au\u00dferhalb von Baden getrunken. Dies verdankt die Genossenschaft der Kooperation Badische Weinh\u00e4user, der sie sich angeschlossen hat, einer genossenschaftlich gepr\u00e4gten Vertriebsorganisation f\u00fcr den Fachhandel. Deshalb ist Thomas Benz auch die traditionelle Mitgliedschaft in der badischen Weinwerbung wichtig. Wir wollen auch in Hamburg oder Berlin verkaufen, dann m\u00fcssen wir unseren Wein national bekannt machen.<\/p> <p>Bisher eine Verschmelzung im Jahr 2011 in Baden<\/p> <p>In Baden arbeiten aktuell 88 Winzergenossenschaften, davon bauen 43 ihre Weine im eigenen Keller aus. Im Jahr 2011 wurde bisher eine Verschmelzung beschlossen, die in dieser Zahl noch nicht ber\u00fccksichtigt, weil noch nicht im Genossenschaftsregister eingetragen ist: Auggener Sch\u00e4f und Laufen. Im Vorjahr wurden zwei Verschmelzungen vollzogen, 2009 und 2008 gab es keine Ver\u00e4nderungen.<\/p> <p>Dar\u00fcber hinaus haben Genossenschaften bekanntgegeben, dass sie an einer Strukturver\u00e4nderung arbeiten. So sind K\u00f6nigschaffhausen und Kiechlinsbergen ebenso miteinander im Gespr\u00e4ch wie Gengenbach, Zeller Abtsberg und Rammersweier. Die Verschmelzungen von Winzergenossenschaften mit eigener Kellerwirtschaft sind von wirtschaftlicher Tragweite, weil hier Synergien zu heben sind, betonte Ro\u00dfwog.<\/p> <p>Shortlink zu dieser Pressemitteilung:<br \/> http:\/\/shortpr.com\/b1r2li<\/p> <p>Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:<br \/> http:\/\/www.themenportal.de\/essen-trinken\/weinjahrgang-2011-in-baden-55460<\/p> <p>=== Weinlese 2011 bei den Winzergenossenschaften in Baden (Bild) ===<\/p> <p>Die Winzergenossenschaften in Baden freuen sich \u00fcber einen Vollherbst 2011 mit sehr sch\u00f6nen Qualit\u00e4ten und \u00fcber ein kr\u00e4ftiges Verkaufsplus im 1. Halbjahr 2011. Der Weinjahrgang 2011 macht richtig Spa\u00df, sagte Genossenschafts-Pr\u00e4sident Gerhard Ro\u00dfwog am Mittwoch in M\u00fcllheim bei der Winzergenossenschaft H\u00fcgelheim eG. Dort zog der Genossenschaftsverband eine Zwischenbilanz der Weinlese. Unser Foto zeigt J\u00fcrgen Herrmann, Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft H\u00fcgelheim eG, bei der Sp\u00e4tburgunder-Lese im H\u00fcgelheimer H\u00f6llberg.<br \/> Foto honorarfrei<\/p> <p>Shortlink:<br \/> http:\/\/shortpr.com\/iqt3s3<\/p> <p>Permanentlink:<br \/> http:\/\/www.themenportal.de\/bilder\/weinlese-2011-bei-den-winzergenossenschaften-in-baden<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> &#8211;<br \/> Reinhard Bock-M\u00fcller<br \/> Heilbronner Stra\u00dfe 41<\/p> <p>70191 Stuttgart<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: presse@bwgv-info.de<br \/> Homepage: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.bwgv-info.de\" title=\"Genossenschaftsverband Baden-W\u00fcrttemberg\" >www.bwgv-info.de<\/a><br \/> Telefon: 0711 222 13-27 70<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> &#8211;<br \/> Reinhard Bock-M\u00fcller<br \/> Heilbronner Stra\u00dfe 41<\/p> <p>70191 Stuttgart<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: presse@bwgv-info.de<br \/> Homepage:<br \/> Telefon: 0711 222 13-27 70<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(ddp direct) Die Winzergenossenschaften in Baden freuen sich \u00fcber einen Vollherbst 2011 mit sehr sch\u00f6nen Qualit\u00e4ten und \u00fcber ein kr\u00e4ftiges Verkaufsplus im 1. Halbjahr 2011. Baden ist 2011 das gelobte Land, sagte Pr\u00e4sident Gerhard Ro\u00dfwog vom Baden-W\u00fcrttembergischen Genossenschaftsverband am Mittwoch in M\u00fcllheim bei der Winzergenossenschaft H\u00fcgelheim eG. 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