{"id":304,"date":"2008-05-17T13:31:46","date_gmt":"2008-05-17T12:31:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/neue-apotheken-illustrierte-redaktionelle-inhalte-mussen-glaubwurdig-bleiben-10304\/"},"modified":"2022-05-24T11:50:49","modified_gmt":"2022-05-24T10:50:49","slug":"neue-apotheken-illustrierte-redaktionelle-inhalte-mussen-glaubwurdig-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/neue-apotheken-illustrierte-redaktionelle-inhalte-mussen-glaubwurdig-bleiben-10304\/","title":{"rendered":"Neue Apotheken Illustrierte: &#8222;Redaktionelle Inhalte m\u00fcssen glaubw\u00fcrdig bleiben"},"content":{"rendered":"<p> <font size=\"-1\"><strong>Chefredakteurin Petersen-Lehmann im pressetext-Interview<\/strong><\/font><\/p> <table style=\"float: right; width: 168px\" border=\"0\" cellpadding=\"5\" cellspacing=\"0\"> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ededed\"> <table border=\"0\" cellpadding=\"3\" cellspacing=\"0\" width=\"168\"> <tr> <td align=\"center\"><\/td> <\/tr> <tr> <td colspan=\"2\" class=\"txtklein\" align=\"center\"><!-- copyrighttext -->Jutta Petersen-Lehmann, Chefredakteurin der &#8222;Neuen Apotheken Illustrierten&#8220; (Foto: nia.de)<!-- end copyrighttext --><\/td> <\/tr> <\/table> <\/td> <\/tr> <\/table> <p>PTE:ORT&#8211;>Eschborn (pte\/17.05.2008\/12:10) # Seit 1. Mai erscheint die f\u00fcr deutsche Apotheken ausgelegte Kundenzeitschrift &#8222;Neue Apotheken Illustrierte&#8220; http:\/\/www.nai.de in neuem Layout und mit neuem Heftkonzept. Als Teil einer breit angelegten Zukunftssicherungsstrategie will der herausgebende GOVI-Verlag k\u00fcnftig vermehrt bei j\u00fcngeren Zielgruppen punkten. Gleichzeitig soll die in erster Linie \u00e4ltere Stammleserschaft nicht verloren gehen. \u00dcber die Schwierigkeiten der Kundenbindung und -gewinnung im Internetzeitalter, die Abgrenzung zu Konkurrenzprodukten und die notwendige redaktionelle Unabh\u00e4ngigkeit gegen\u00fcber den W\u00fcnschen der m\u00e4chtigen Pharma-Industrie sprach pressetext mit der Chefredakteurin der Apotheken-Kundenzeitschrift, Jutta Petersen-Lehmann.<!--more--><\/p> <p>pressetext: Die &#8222;Neue Apotheken Illustrierte&#8220; erscheint seit 1. Mai in neuem Layout und mit neuem Heftkonzept. Welche Strategie verfolgen Sie mit dem Relaunch?<\/strong><br \/> Petersen-Lehmann: Wir wollen die Zeitschrift sozusagen nach unten \u00f6ffnen, d.h. j\u00fcngere Lesergruppen zus\u00e4tzlich ansprechen ohne die Stammleserschaft zu verlieren. Dazu haben wir sowohl das Heftkonzept etwas ver\u00e4ndert als auch das Layout komplett neu gestaltet. Den Relaunch sehen wir als wichtigen Schritt zur Zukunftssicherung.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"><strong>pressetext: Sie sind nach der &#8222;Apotheken Umschau&#8220; die Nummer zwei am Markt in Deutschland. Wie schaffen Sie es, sich von Ihren Mitbewerbern abzugrenzen?<\/strong><br \/> Petersen-Lehmann: Ausschlaggebend ist in diesem Zusammenhang vor allem unser Heftkonzept. Im Gegensatz zu Mitbewerbern sind wir thematisch breiter aufgestellt. So bieten wir f\u00fcr alle Sonderzielgruppen wie die junge Familie, die Diabetiker und Senioren Bestandteile im Blatt. Insofern sind wir &#8211; auch durch einen sehr niedrigen Heftpreis insgesamt &#8211; viel \u00f6konomischer f\u00fcr die Apotheke. \u00dcberdies verfolgen wir mit unserer Zeitschrift eher den Illustrierten-Anspruch. Demnach haben wir nicht nur Medizin im Heft, sondern auch einen Unterhaltungsteil. Nicht zuletzt informieren wir als Standesorgan der Deutschen Apothekerschaft weit mehr als andere Produkte dieser Art ausf\u00fchrlich \u00fcber gesundheitspolitische Belange.<\/p> <p>pressetext: Kundenzeitschriften in der Apotheke werden mehrheitlich von \u00e4lteren Patienten gelesen. Die &#8222;Neue Apotheken Illustrierte&#8220; versteht sich aber im Gegensatz dazu als Kundenbindungsinstrument f\u00fcr alle Apothekenkunden, auch j\u00fcngere Zielgruppen. Ist das nicht ein schwieriger Spagat, der da zu bew\u00e4ltigen ist?<br \/> Petersen-Lehmann: Dadurch, dass wir jetzt insgesamt unser Themenspektrum erweitern und bewusst auch j\u00fcngere Zielgruppen ansprechen wollen, versuchen wir sicherlich einen Spagat. Wir haben dazu schon im letzten Jahr die Seitenzahl erh\u00f6ht, um der Redaktion mehr Raum zu geben, damit sie mit ihren Texten besser auf die unterschiedlichen Zielgruppen eingehen kann. Auch das Layout wurde so gestaltet, dass sich einerseits die J\u00fcngeren als auch andererseits die \u00c4lteren angesprochen f\u00fchlen. Unsere Leserforschung hat best\u00e4tigt, dass j\u00fcngere Menschen schnellere und farbenfrohere Medien bevorzugen w\u00e4hrend \u00e4lteren vor allem die Orientierung wichtig ist. Diese beiden Ans\u00e4tze haben wir im Zuge der konzeptionellen Entwicklung des Relaunches zusammengef\u00fchrt.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"><strong>pressetext: Wie ist das Verh\u00e4ltnis von Anzeigengesch\u00e4ft zu Abo- und Heftverkauf? Hat sich dieses in den letzten Jahren ver\u00e4ndert?<\/strong><br \/> Petersen-Lehmann: Wir sind in der gl\u00fccklichen Situation, dass sich die Vertriebs- und die Anzeigenerl\u00f6se mit jeweils 50 Prozent ungef\u00e4hr die Waage halten. Das Verh\u00e4ltnis verschiebt sich immer mal wieder geringf\u00fcgig. Das h\u00e4ngt nat\u00fcrlich auch vom variierenden Anzeigenaufkommen<br \/> der verschiedenen Jahre ab.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"><strong>pressetext: Wie entwickelt sich das Anzeigengesch\u00e4ft in der Branche der Apothekenzeitschriften generell? Haben sich die Anforderungen der Anzeigenkunden ver\u00e4ndert?<\/strong><br \/> Petersen-Lehmann: Einerseits ist in den letzten 20 Jahren, in denen ich hier t\u00e4tig bin, das Anzeigenaufkommen stark gestiegen. Andererseits ist das Gesch\u00e4ft auch h\u00e4rter geworden. Die Anzahl der Medien mit den verschiedenen Fernsehkan\u00e4len ist insgesamt gestiegen, die Anzeigenkunden sind zwangsl\u00e4ufig w\u00e4hlerischer geworden. Es ist beispielsweise zunehmend so, dass Anzeigenkunden auch auf die Inhalte einer Kundenzeitschrift achten.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"><strong>pressetext: Wie bringen Sie Anzeigenverkauf und Redaktion unter einen Hut? Wie unabh\u00e4ngig ist die Redaktion von den W\u00fcnschen der Pharma-Industrie?<\/strong><br \/> Petersen-Lehmann: Wir achten darauf, dass unsere redaktionellen Inhalte absolut glaubw\u00fcrdig bleiben. Das sichert uns die hohe Akzeptanz bei der Leserschaft, von der ja letztlich auch die Anzeigenkunden profitieren. Wir wollen dem Verbraucher mit unseren redaktionellen Teilen Orientierung bieten und fokussieren nicht auf einzelne Marken aus dem Pharma-Bereich. F\u00fcr Arzneimittel gelten ohnehin sehr strenge gesetzliche Kriterien, die der Redaktion vieles schlichtweg untersagen. Da wir prinzipiell offen f\u00fcr alle Anzeigenkunden sind, fokussieren wir schon von daher nicht auf einzelne Pr\u00e4parate. Dass man sich zu sehr in Richtung eines einzelnen Herstellers bewegt, verbietet auch der Umstand, dass sich die Apotheker gegen ein derartiges Vorgehen zur Wehr setzen w\u00fcrden. Denn diese wollen sich selbstverst\u00e4ndlich von uns nicht vorschreiben lassen, welches der wirkstoffgleichen Arzneimittel sie empfehlen sollen. Wir bieten Rat und Hilfe, aber wirkstoff- und nicht pr\u00e4paratbezogen.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"><strong>pressetext: Inwiefern haben sich die Marktbedingungen f\u00fcr die &#8222;Neue Apotheken Ilustrierte&#8220; insbesondere in Bezug auf die rasant zunehmende Nutzung neuer Medien wie dem Internet ver\u00e4ndert?<\/strong><br \/> Petersen-Lehmann: Zum Ersten ist das Internet in der angestammten Zielgruppe der 50- bis \u00fcber 80-J\u00e4hrigen noch nicht so verbreitet, insbesondere nicht zum Thema Medizin. Zweitens sind die Medien vom Nutzungsverhalten komplett verschieden. Beim Internet such die Menschen nach einem f\u00fcr sie interessanten Stichwort. Bei der Zeitschrift bekommen sie Neues und Interessantes zu sehen, auf das sie von selbst ja gar nicht gekommen w\u00e4ren. Insofern bekommen wir den Druck durch das Internet noch nicht in dem Ma\u00dfe zu sp\u00fcren wie andere Branchen. Zum Dritten hat das Internet bei den Menschen keinen allzu gro\u00dfen Vertrauensbonus. Apotheken-Kundenzeitschriften finden sich im Vertrauens-Ranking der Verbraucher hingegen ganz oben. Das liegt nat\u00fcrlich zum Teil auch am Vergabeort Apotheke. Aber auch unser positives \u00f6ffentliches Ansehen ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Faktor. Dieses resultiert aus der Tatsache, dass sich unsere Autoren und Redakteure, die selbst durchwegs Mediziner oder Apotheker sind, am Puls der Medizininformation bewegen.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"><strong>pressetext: Ist ein eigener Online-Auftritt auch f\u00fcr ein Nischenprodukt wie eine Apothekenzeitschrift heute ein Muss?<\/strong><br \/> Petersen-Lehmann: Ich denke, dass man vor allem f\u00fcr j\u00fcngere Menschen heute einen eigenen Internetauftritt haben sollte. Denn diese suchen m\u00f6glicherweise zuerst im Internet nach Gesundheitsinformationen und sto\u00dfen erst \u00fcber diesen Umweg auf uns. Wir haben deshalb gleich mehrere Internetauftritte. Neben einem, der weitgehend das Printprodukt abbildet, betreiben wir auch die Domain gesundheitslexikon.de http:\/\/www.gesundheitslexikon.de . Wir bekommen dadurch neue Leser zugef\u00fchrt, die sich erst in weiterer Folge f\u00fcr das gedruckte Heft entscheiden. Auch Beispiele von Leserpost best\u00e4tigen, dass Leser, die im Internet auf unsere Webseite gesto\u00dfen sind, oft wissen wollen, wo sie die gedruckte Variante bekommen k\u00f6nnen. Ich glaube deshalb schon, dass das Internet f\u00fcr die Gewinnung einer neuen Leserschaft aus der j\u00fcngeren Generation f\u00fcr ein Printobjekt wichtig ist.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"><strong>pressetext: Wie sehen Sie die Zukunft der &#8222;Neuen Apotheken Illustrierten&#8220;?<\/strong><br \/> Petersen-Lehmann: Das Aufmachen der Zeitschrift f\u00fcr die j\u00fcngere Generation im Zuge des Relaunchs macht uns sicherlich zukunftsf\u00e4hig. Wir bekommen im Moment aus allen Altersgruppen r\u00fchrende Leserbriefe, die uns darin noch zus\u00e4tzlich best\u00e4tigen. Gerade die \u00e4lteren Leser zeigen sich darin sehr zufrieden mit dem neuen Heft. Damit haben wir uns f\u00fcr die Zukunft meiner Meinung nach sehr gut aufgestellt. Auch die Anzeigenkunden und ihre Produktmanager finden ein modernes Heft sympathischer als eines, das ausdr\u00fccklich nur auf die \u00e4ltere Leserschaft ausgerichtet ist.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"><strong>pressetext: Was haben Sie noch am deutschen Markt vor und gibt es Expansionspl\u00e4ne in andere L\u00e4nder?<\/strong><br \/> Petersen-Lehmann: Die M\u00e4rkte au\u00dferhalb Deutschlands sind f\u00fcr uns nur sehr schwer zug\u00e4nglich. Selbst im deutschsprachigen Ausland haben die Apotheken teilweise andere Strukturen und Schwerpunkte, die Arzneimittel hei\u00dfen mitunter anders und die Produktwerbung der Pharmaindustrie sieht anders aus. Insofern betreiben wir kein offensives Expansionsgesch\u00e4ft. Nat\u00fcrlich erhoffen wir uns, dass wir unsere Position am Markt in Zukunft stabilisieren und ausweiten k\u00f6nnen.<\/font><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chefredakteurin Petersen-Lehmann im pressetext-Interview Jutta Petersen-Lehmann, Chefredakteurin der &#8222;Neuen Apotheken Illustrierten&#8220; (Foto: nia.de) PTE:ORT&#8211;>Eschborn (pte\/17.05.2008\/12:10) # Seit 1. Mai erscheint die f\u00fcr deutsche Apotheken ausgelegte Kundenzeitschrift &#8222;Neue Apotheken Illustrierte&#8220; http:\/\/www.nai.de in neuem Layout und mit neuem Heftkonzept. Als Teil einer breit angelegten Zukunftssicherungsstrategie will der herausgebende GOVI-Verlag k\u00fcnftig vermehrt bei j\u00fcngeren Zielgruppen punkten. 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