{"id":30562,"date":"2011-09-28T10:52:57","date_gmt":"2011-09-28T09:52:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=30562"},"modified":"2017-10-13T11:08:45","modified_gmt":"2017-10-13T10:08:45","slug":"anale-inkontinenz-darf-kein-schamthema-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/anale-inkontinenz-darf-kein-schamthema-sein-1030562\/","title":{"rendered":"Neue Therapie bei analer Inkontinenz"},"content":{"rendered":"<p>(ddp direct) Hamburg, 28.9.2011<br \/> Weitaus mehr Menschen als vermutet leiden unter einem schwachen Darmverschluss. In neueren Sch\u00e4tzungen geht man davon aus, dass bis zu 5% aller M\u00e4nner und Frauen -ann\u00e4hernd 4 Millionen Menschen in Deutschland- davon betroffen sind. Den meisten Menschen ist ein schwacher Darmverschluss unangenehm und sie reden nicht gerne \u00fcber das Problem.<\/p> <p>Die h\u00e4ufigste Ursache analer Inkontinenz liegt in der Schw\u00e4che von Muskelgruppen im Beckenboden. Deshalb ist es nahe liegend, die Reaktionsf\u00e4higkeit der Schlie\u00dfmuskulatur durch gezieltes Training wieder herzustellen. Aus anatomischen Gr\u00fcnden ist es jedoch nicht m\u00f6glich, alle Elemente des Kontinenzorgans alleine mit gymnastischen \u00dcbungen zu trainieren.<\/p> <p><!--more-->Mit der vom Hamburger Medizintechnikunternehmen Procon entwickelten Drei Ziele Behandlung (Triple Target Treatment, abgek\u00fcrzt 3T) mit dem Contrain\u00ae Kontinenz Trainer gibt es jetzt eine neue Therapie, die das Ausma\u00df der St\u00f6rungen reduzieren oder sogar vollst\u00e4ndig beseitigen kann.<br \/> Die Wirksamkeit der Drei Ziele Behandlung wurde in randomisierten klinischen Studien nachgewiesen und jetzt in der Septemberausgabe 39 des Deutschen \u00c4rzteblattes als Schwerpunktthema ver\u00f6ffentlicht. Damit verf\u00fcgt die Drei Ziele Behandlung \u00fcber den h\u00f6chsten wissenschaftlichen Nachweisgrad f\u00fcr eine Therapieempfehlung: Evidenzgrad I.<\/p> <p>Trotz dieser Erkenntnisse verweigern bislang manche Krankenkassen die Anerkennung dieser neuen Therapie, die im Vergleich zu einer Behandlung mit altem medizintechnischem Standard hochwirksam ist und &#8211; so jetzt nachgewiesen- rund 50 Prozent der Patienten wieder kontinent wurden, weitere 30 Prozent ihre Situation wesentlich verbessern konnten, so der Hamburger Mediziner Dr. Albert Heimerl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Procon GmbH. Es bleibt zu hoffen, dass sich aufgrund der Studien und Publikationen \u00fcber die Wirksamkeit der 3T Behandlung die Krankenkassen nicht l\u00e4nger dem medizinischen Fortschritt verweigern.<\/p> <p>Die drei Ziele Behandlung mit Contrain\u00ae, eine innovative Kombination aus amplitudenmodulierter Mittelfrequenzstimulation mit Biofeedback, hat in klinischen Studien hervorragende Wirksamkeit nachgewiesen und das Problem erfolgreich behoben. Mehr als Zehntausend Patienten haben bereits von der Drei Ziele Behandlung profitiert.<\/p> <p>Hintergrund:<br \/> Die Bewertung des Nutzens konservativer Therapien bei analer inkontinenz war bisher schwierig, weil die Qualit\u00e4t der Studien zu schlecht war, um die Wertigkeit von Beckenbodengymnastik, Biofeedback und niederfrequenter Elektrostimulation beurteilen zu k\u00f6nnen. In zwei randomisierten und kontrollierten multizentrischen Studien unter Beteiligung von Universit\u00e4tskliniken und spezialisierten Zentren wurde deshalb die neue Drei Ziele Behandlung seit 2006 gegen die bisherigen Standards der Krankenkassen gepr\u00fcft.<\/p> <p>Bei der ersten Studie zeigte sich die die Drei-Ziele-Behandlung (3T), eine innovative Kombination aus amplitudenmodulierter Mittelfrequenzstimulation mit Biofeedback, dem alleinigen Biofeedback (EMG-BF) signifikant \u00fcberlegen. Mit 3T wurden doppelt so viele Patienten wieder kontinent wie mit Biofeedback alleine. Diese Studie wurde 2010 weltweit im renommierten Journal Diseases of the Colon and Rectum publiziert.<\/p> <p>Ziel der zweiten Studie war es jetzt, 3T mit der bisherigen Standardbehandlung der Krankenkassen bei Elektrotherapie, der niederfrequenten Elektrostimulation (LFS), zu vergleichen. Die Ergebnisse der zweiten randomisierten Studie k\u00f6nnen als sensationell bezeichnet werden:<br \/> In der 3T-Gruppe wurden 54 % der Patienten kontinent, hingegen niemand in der LFS-Gruppe. Die Lebensqualit\u00e4t war bei 3T in allen Dimensionen h\u00f6her als bei LFS. Die neue deutsche Studie ist die dritte randomisierte Pr\u00fcfung, in der sich die Elektrotherapieform aus dem deutschen Hilfsmittelverzeichnis bei analer Inkontinenz als wirkungslos gezeigt hat.<\/p> <p>Damit ist die 3T Therapie sowohl LFS als auch alleinigem Biofeedback bei der Behandlung analer Inkontinenz \u00fcberlegen. Die vorhandene Evidenz l\u00e4sst vermuten, dass der Behandlungserfolg von 3T auf der Kombination von Biofeedback mit amplitudenmodulierter Mittelfrequenzstimulation, einer deutschen Innovation, basiert. Der zus\u00e4tzliche Einsatz von mittelfrequenter Stimulation in der 3T-Gruppe brachte 25 % zus\u00e4tzliche Patienten, die kontinent wurden. Diese Patienten kamen insbesondere aus der Gruppe mit Schlie\u00dfmuskelverletzungen, wo alleiniges EMG-BF nur m\u00e4\u00dfig wirksam war.<\/p> <p>In den Studien wurde nachgewiesen, dass 52 % der Patienten, die zwischen 3 bis 9 Monate mit dem Contrain\u00ae Kontinenz-Trainer ge\u00fcbt hatten, nach der Behandlung ihren Darmverschluss wieder vollst\u00e4ndig kontrollieren konnten. Ann\u00e4hernd weitere 30 % erzielten eine wesentliche Verbesserung. Die Drei Ziele Therapie erreichte damit eine Erfolgsbilanz von rund 80%. Die Autoren der Studie im Deutschen \u00c4rzteblatt kommen zu dem Schluss, 3T sollte anstelle von LFS in der klinischen Routine verwendet werden.<\/p> <p>Weitere Informationen:<br \/> PROCON GmbH, Hamburg, Dr. Albert Heimerl, Tel.:040 60019850 Mail:a.heimerl@procon-hh.de<br \/> www.contrain-hh.de<br \/> Deutsches \u00c4rzteblatt, Ausgabe KW 39 September 2011<\/p> <p>(Studienregistrierung: DRKS00000138 (http:\/\/register.germanctr.de)).<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> PROCON GmbH<br \/> Albert Heimerl<br \/> Saseler Bogen 6<\/p> <p>22393 Hamburg<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: A.Heimerl@procon-hh.de<br \/> Homepage: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.procon-hh.de\/\" title=\"Medizintechnik-Unternehmen mit dem Schwerpunkt Regeneration von Nerven und Muskeln\" >http:\/\/www.procon-hh.de\/<\/a><br \/> Telefon: 040 600 198 50<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> PROCON GmbH<br \/> Albert Heimerl<br \/> Saseler Bogen 6<\/p> <p>22393 Hamburg<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: A.Heimerl@procon-hh.de<br \/> Homepage:<br \/> Telefon: 040 600 198 50<\/p> <p>Informieren Sie sich weiter \u00fcber Fachzeitschriften zum Thema <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/seite\/p\/katdet\/katid\/38\/katidsub\/69\" title=\"Fachzeitschriften aus dem Bereich der Urologie\" >Urologie<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(ddp direct) Hamburg, 28.9.2011 Weitaus mehr Menschen als vermutet leiden unter einem schwachen Darmverschluss. 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