{"id":32145,"date":"2011-10-12T16:23:34","date_gmt":"2011-10-12T15:23:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=32145"},"modified":"2011-10-12T16:23:34","modified_gmt":"2011-10-12T15:23:34","slug":"fernsehen-und-verhaeltnis-zur-mutter-praegen-teenager-und-deren-einstellung-zum-sex","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/fernsehen-und-verhaeltnis-zur-mutter-praegen-teenager-und-deren-einstellung-zum-sex-1032145\/","title":{"rendered":"Einblick in die Wechselwirkungen von Fernsehkonsum, Mutterbindung und Geschlecht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"f\u00fcr die neue Studie wurden 1.026 16-J\u00e4hrige aus neun Schulen in Belgien befragt\" src=\"http:\/\/images.springer.com\/cda\/content\/image\/cda_displayimage.jpg?SGWID=0-0-16-817867-0\" alt=\"\" width=\"86\" height=\"109\" \/>Neue Studie: Fernsehkonsum und m\u00fctterliches Verh\u00e4ltnis wirken sich auf Jungen und M\u00e4dchen unterschiedlich aus<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 12. Oktober 2011<\/p> <p>Kann das Verh\u00e4ltnis zur Mutter Jugendliche davor bewahren, dass sich Fernsehen negativ auf ihr Sexualverhalten auswirkt? Dieser Frage gingen jetzt Laura Vandenbosch und Steven Eggermont von der Katholieke Universiteit Leuven in Belgien nach. Das Ergebnis: Es kommt auf das Geschlecht an. <!--more-->Bei M\u00e4dchen hat ein gutes Verh\u00e4ltnis zur Mutter durchaus einen sch\u00fctzenden Effekt. Bei Jungen hingegen erh\u00f6ht eine enge Mutterbindung eher die Wahrscheinlichkeit eines stereotypen Sexualverhaltens, so wie es im Fernsehen vorgelebt wird. Die neue Studie erscheint online im Springer-Journal Sex Roles.<\/p> <p>Bisher hat die Forschung gezeigt, dass Sexualverhalten und sexuelle Verantwortung bei Heranwachsenden haupts\u00e4chlich von der Mutter beeinflusst werden. In der Studie von Vandenbosch und Eggermont geht es darum, inwieweit das Verh\u00e4ltnis zur Mutter negative Einfl\u00fcsse des Fernsehens auf sexuelle Verhaltensweisen von Jugendlichen mindern kann. Untersucht wurde auch, ob die Mutterbindung bei Jungen und M\u00e4dchen denselben Effekt hat.<\/p> <p>Die Wissenschaftler befragten 1.026 16-J\u00e4hrige aus neun Schulen in Belgien. Befragt wurden die Jugendlichen zu ihrer Einstellung zu Sex, beispielsweise zum Thema Partnerbindung und One-Night-Stands; zu ihrer Meinung zu traditionellen Geschlechterrollen; zum w\u00f6chentlichen Fernsehkonsum und zur Intensit\u00e4t der Mutterbindung.<\/p> <p>Im Schnitt sa\u00dfen die jungen Leute pro Woche mehr als 23 Stunden vor dem Fernsehen, mehr als drei Stunden t\u00e4glich. Insgesamt waren Jungen und M\u00e4dchen mit dem Verh\u00e4ltnis zur Mutter ganz zufrieden. Wie vorauszusehen war, entwickelten speziell die Jungen eine ausgesprochen lockere Einstellung zum Sex, je h\u00f6her der Fernsehkonsum war; im Hinblick auf sexuelle Bed\u00fcrfnisse und Dominanz des Mannes hatten sie eher klischeehafte Vorstellungen.<\/p> <p>Insgesamt wirkte sich bei den Heranwachsenden die Mutterbindung positiv auf die Einstellung zum Sex aus. Je enger die Bindung an die Mutter war, desto verantwortungsbewusster und \u00fcberlegter war die Haltung.<\/p> <p>Betrachtete man den Einfluss von Fernsehen und Mutterbindung im Zusammenhang, hatte die Mutterbindung bei Jungen und M\u00e4dchen unterschiedliche Auswirkungen auf die Abh\u00e4ngigkeit zwischen Fernsehkonsum und Sexualverhalten. Die M\u00e4dchen sch\u00fctzte eine enge Bindung zur Mutter vor dem negativen Einfluss durch Fernsehen: Je enger das Verh\u00e4ltnis war, umso weniger anf\u00e4llig waren sie f\u00fcr negative Einfl\u00fcsse, z.B. f\u00fcr verantwortungsloses Sexualverhalten und der Meinung zu m\u00e4nnlicher Sexsucht. Jungen hingegen machte eine enge Mutterbindung anf\u00e4lliger f\u00fcr solche Verhaltensweisen.<\/p> <p>Die Autoren: \u201eUnsere Studie gibt einen ersten Einblick in die Wechselwirkungen von Fernsehkonsum, Mutterbindung und Geschlecht: Die Gefahr, dass sich der Fernsehkonsum negativ auf das Sexualverhalten auswirkt, ist im Fall einer engen Mutterbindung bei Jungen sehr viel gr\u00f6\u00dfer als bei M\u00e4dchen.\u201c<\/p> <p>Quelle<br \/> Vandenbosch L &amp; Eggermont S (2011). Maternal attachment, television viewing in adolescents\u2018 sexual socialization: differential associations across gender. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"wissenschaftliche Publikationen und Studien\" >Sex Roles<\/a>. DOI 10.1007\/s11199-011-0075-5<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Studie: Fernsehkonsum und m\u00fctterliches Verh\u00e4ltnis wirken sich auf Jungen und M\u00e4dchen unterschiedlich aus New York \/ Heidelberg, 12. Oktober 2011 Kann das Verh\u00e4ltnis zur Mutter Jugendliche davor bewahren, dass sich Fernsehen negativ auf ihr Sexualverhalten auswirkt? 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