{"id":32227,"date":"2011-10-13T14:34:35","date_gmt":"2011-10-13T13:34:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=32227"},"modified":"2020-11-17T18:17:53","modified_gmt":"2020-11-17T17:17:53","slug":"junge-menschen-muessen-aufgeklaert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/junge-menschen-muessen-aufgeklaert-werden-1032227\/","title":{"rendered":"9. Internationaler Dialog zu Bev\u00f6lkerung und Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p>(medienservice exklusiv)Wie viel Mensch vertr\u00e4gt die Erde? Ein internationaler Kongress in Berlin sucht nach L\u00f6sungen<\/p> <p>Stichtag ist der 31. Oktober. An diesem Tag, so haben die Vereinten Nationen und die Deutsche Stiftung Weltbev\u00f6lkerung (DSW) ausgerechnet, kommt der siebenmilliardste Mensch auf die Welt. Vielleicht ist er aber auch schon l\u00e4ngst geboren. So genau wei\u00df das niemand. Nach wie vor w\u00e4chst die Menschheit in einem rasanten Tempo. Jede Minute erblicken 156 Babys das Licht der Welt. 82 Millionen sind es jedes Jahr. <!--more-->Ein Grund zur Freude? Wohl eher nicht. Denn die meisten Geburten werden in den am wenigsten entwickelten L\u00e4ndern der Erde registriert. Ein Grund daf\u00fcr: die mangelnde Bildung der jungen Menschen in L\u00e4ndern wie \u00c4thiopien, Liberia, Niger und Uganda. Deshalb lautet das Motto des 9. Internationalen Dialogs zu Bev\u00f6lkerung und Nachhaltigkeit auch Education Matters Empowering young people to make healthier choices, zu deutsch: Bildung z\u00e4hlt &#8211; Junge Menschen zu gesunden Entscheidungen bef\u00e4higen.<\/p> <p><!--more-->Hochkar\u00e4ter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft treffen sich am 19. und 20. Oktober 2011 in Berlin. Mitinitiator der Veranstaltung ist das Unternehmen Bayer Healthcare. Zu den weiteren Organisatoren geh\u00f6rt die Dachorganisation von Pro Familia (IPPF), die Deutsche Stiftung Weltbev\u00f6lkerung, die deutsche Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die KfW Entwicklungsbank und das Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Wichtigstes Anliegen des seit 2002 j\u00e4hrlich stattfindenden Dialogs war und ist das Thema reproduktive und sexuelle Gesundheit und Recht. Denn das gr\u00f6\u00dfte Problem nach wie vor: Das so ungleichm\u00e4\u00dfig verteilte Bev\u00f6lkerungswachstum. Dazu ein Beispiel: In Deutschland und \u00c4thiopien leben derzeit jeweils 82 Millionen Menschen. In 40 Jahren, so aktuelle Rechenmodelle, sind es in \u00c4thiopien 170 Millionen, in Deutschland jedoch nur noch 72 Millionen Menschen. Mit weit reichenden Folgen: Kriege um Wasser und Nahrungsmittel sind da keine Utopie mehr.<\/p> <p>Zielgruppe der Veranstaltung sind Jugendliche. Die Erfahrung zeigt, dass Aufkl\u00e4rungsprogramme f\u00fcr junge M\u00e4nner und Frauen in denen es um Sexualit\u00e4t und Verh\u00fctung geht, entscheidend zu einer lebenswerten Zukunft beitragen k\u00f6nnen. Immer noch weigern sich viele afrikanische M\u00e4nner Kondome zu benutzen. Aufgrund dieser Weigerung verbreitet sich die Seuche Aids in Afrika rapider als in anderen Gegenden.<\/p> <p>Warum aber ist Bildung ein wichtiger Schl\u00fcssel, dieser Entwicklung entgegenzuwirken? Weil, da sind sich Experten weltweit einig, einer der entscheidenden Ursachen f\u00fcr das starke Wachstum der Weltbev\u00f6lkerung in den armen Gegenden dieses Planeten der beschr\u00e4nkte Zugang zu Aufkl\u00e4rung und Mitteln der Familienplanung ist. Trotz aller Bem\u00fchungen in den letzten Jahrzehnten bekommen mehr als 14 Millionen M\u00e4dchen im Alter zwischen 15 und 19 bereits ihr erstes Kind. Durchschnittlich sieben sind es bis zum Erreichen des 30. Lebensjahres. Oft sind diese Kinder nicht gew\u00fcnscht. Umfragen haben gezeigt, dass Frauen in den Entwicklungsl\u00e4ndern mehr Kinder geb\u00e4ren, als sie eigentlich haben wollen.<\/p> <p>Ein Mehr an Bildung kann hier entscheidend helfen. Denn gebildete Frauen \u00fcberlegen sich genau, ob es wirklich n\u00f6tig ist, sieben oder mehr Kinder in die Welt zu setzen. Gebildete Frauen geben ihr Wissen weiter, erm\u00f6glichen ihren eigenen Kindern ebenfalls eine Schulbildung. Au\u00dferdem nutzen gebildete Frauen die angebotenen Familienplanungsprogramme. Allein Bayer Healthcare hat im Jahr 2010 fast 120 Millionen unterschiedlicher Verh\u00fctungsmittel (Verh\u00fctungsspritzen, Verh\u00fctungsimplantate, die Pille) \u00fcber Hilfsorganisationen in die Entwicklungsl\u00e4nder geliefert. Das Gleiche gilt f\u00fcr M\u00e4nner. Ein gebildeter junger Mann greift vermutlich ganz selbstverst\u00e4ndlich zum Kondom. Nicht nur um eine nicht gewollte Schwangerschaft zu verhindern, sondern auch, um sich vor sexuell \u00fcbertragbaren Krankheiten zu sch\u00fctzen.<\/p> <p>Das Investitionen in die Familienplanung wirtschaftlich mehr als sinnvoll sind, haben Berechnungen der Deutschen Stiftung Weltbev\u00f6lkerung l\u00e4ngst gezeigt: Jeder Euro, der in Familienplanung investiert wird, spart bis zu 31 Euro f\u00fcr die Bereitstellung von sozialen Dienstleistungen wie Bildung, Abwassersysteme und Wohnraum. Eine Traumrendite von 3000 Prozent.<\/p> <p>Weiteres Schwerpunktthema, neben der Bildung, sind die Rechte der Frauen. Beides ist eng miteinander verkn\u00fcpft. Denn auch wenn der Bildungsstandard bei manchen Frauen schon sehr gut ist, sind viele von ihnen dennoch \u00f6konomisch abh\u00e4ngig und gesellschaftlich niedriger gestellt. Die Folge: Sie k\u00f6nnen weder \u00fcber die Zahl ihrer Kinder eigenverantwortlich bestimmen, noch \u00fcber die Abst\u00e4nde der Geburten mit entscheiden. Hier liegt noch einiges im Argen. Aber es gibt auch schon positive Beispiele. So hat das Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bereits darauf hingewiesen, dass eine Erh\u00f6hung des Lebensstandards, ein verbessertes Bildungswesen und der Zugang zu Familienplanungsprogrammen in den Entwicklungsl\u00e4ndern zum Geburtenr\u00fcckgang beitr\u00e4gt. Laut einer zehnj\u00e4hrigen Untersuchung ist die Geburtenrate in L\u00e4ndern mit gleichem Entwicklungsstand aber ohne Familienplanungsprogramme bis zu 14-mal h\u00f6her.<\/p> <p>Ziel der zweit\u00e4gigen Veranstaltung ist es, Handlungsempfehlungen zu formulieren, um das Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit sowohl in der deutschen als auch in der internationalen Agenda voranzutreiben und die Umsetzung der 1994 in Kenia beschlossenen Agenda der internationalen Konferenz \u00fcber Bev\u00f6lkerung und Entwicklung zu unterst\u00fctzen. Damals erkannte die internationale Staatengemeinschaft erstmals ein Recht auf reproduktive Gesundheit an. Mit anderen Worten: ein umfassendes Wohlergehen in allen Belangen von Sexualit\u00e4t, Familienplanung, Schwangerschaft und Geburt und zwar f\u00fcr alle Menschen. Damals ein echter Meilenstein, f\u00fcr den aber nach wie vor weiter gek\u00e4mpft werden muss.<\/p> <p>M\u00f6glich ist die Umsetzung nur in Zusammenhang mit den so genannten Milleniums-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. Die Wichtigsten sind: Extreme Armut und Hunger beseitigen, Grundschulausbildung f\u00fcr alle Kinder gew\u00e4hrleisten, Gleichstellung und gr\u00f6\u00dferen Einfluss der Frauen f\u00f6rdern und die Gesundheit der M\u00fctter verbessern.<\/p> <p>Die Handlungsempfehlungen der Kongressteilnehmer werden zusammengefasst und dann an relevante Institutionen verschickt. Dazu geh\u00f6ren Botschaften, die diese Empfehlungen dann an ihre Regierungen weiterleiten k\u00f6nnen, aber auch Organisationen wie die Vereinten Nationen, Nichtregierungsorganisationen und Bundestagsabgeordnete.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> &#8211;<br \/> Ulrike Schr\u00f6der<br \/> M\u00fcllerstr. 178<\/p> <p>13353 Berlin<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: ulrike.schroeder@bayer.com<br \/> Homepage: http:\/\/shortpr.com\/4v5fbt<br \/> Telefon: &#8211;<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> &#8211;<br \/> Ulrike Schr\u00f6der<br \/> M\u00fcllerstr. 178<\/p> <p>13353 Berlin<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: ulrike.schroeder@bayer.com<br \/> Homepage:<br \/> Telefon: &#8211;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(medienservice exklusiv)Wie viel Mensch vertr\u00e4gt die Erde? Ein internationaler Kongress in Berlin sucht nach L\u00f6sungen Stichtag ist der 31. Oktober. 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