{"id":32992,"date":"2011-10-20T16:32:35","date_gmt":"2011-10-20T15:32:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=32992"},"modified":"2025-03-28T11:59:26","modified_gmt":"2025-03-28T10:59:26","slug":"mit-mehr-bildung-gegen-die-bevoelkerungsexplosion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/mit-mehr-bildung-gegen-die-bevoelkerungsexplosion-1032992\/","title":{"rendered":"Bildung z\u00e4hlt &#8211; Junge Menschen zu gesunden Entscheidungen bef\u00e4higen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"welchen Einfluss haben hormonelle Verh\u00fctungsmittel\" src=\"http:\/\/www.pille.com\/html\/images\/upload\/teaser\/50-jahre-pille-frauen.jpg\" alt=\"\" width=\"93\" height=\"93\" \/>(medienservice exklusiv)Eine Geburt ist immer etwas ganz Besonderes. Da \u00f6ffnet man gerne mal eine Flasche Champagner. Erst recht, wenn es sich um ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Baby handelt. In diesen Tagen steht ein derartiges Ereignis an: Der siebenmilliardste Mensch erblickt das Licht der Welt. Doch so richtig zum Feiern zumute ist trotzdem niemandem. Denn das Wachstum ist zu rasant, sagt Renate B\u00e4hr, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Deutschen Stiftung Weltbev\u00f6lkerung. Au\u00dferdem findet es vor allem in den 50 \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt statt.<\/p> <p><!--more-->Allein in den letzten zw\u00f6lf Jahren wuchs die Bev\u00f6lkerung der Erde um eine Milliarde Menschen und ein Ende ist nicht in Sicht. Mit welchen M\u00f6glichkeiten diesem Anstieg begegnet werden kann, war Hauptthema eines Kongresses, der am 19. und 20. Oktober in Berlin unter dem Motto Education Matters: Empowering young people to make healthier choices zu deutsch: Bildung z\u00e4hlt &#8211; Junge Menschen zu gesunden Entscheidungen bef\u00e4higen stattfand. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft suchten bei dem vom Unternehmen Bayer Healthcare mitinitiierten Kongress nach L\u00f6sungen.<\/p> <p>Das st\u00e4rkste Wachstum der Bev\u00f6lkerung fand und findet nach wir vor in Afrika statt. Mehr als eine Milliarde Menschen leben bereits auf dem s\u00fcdlichen Kontinent, jeder siebte Mensch auf diesem Planeten ist ein Afrikaner. Renate B\u00e4hr setzt noch hinzu: Bis zum Ende des Jahrhunderts ist es dann bereits jeder Dritte. Und das auf einem Kontinent, der immer wieder von Hungerkatastrophen geplagt wird, wo es viele Kriege gibt und wo mehr als 25 Millionen Menschen an Aids erkrankt sind. \u00dcber die Ursachen dieser unguten Entwicklung waren sich die Kongressteilnehmer einig: mangelnde Aufkl\u00e4rung und fehlender Zugang zu Verh\u00fctungsmitteln.<\/p> <p>Das entscheidende Kriterium, so Renate B\u00e4hr, ist der Mangel an Bildung und die mangelnden Rechte der Frauen. Die Gleichstellung ist in vielen afrikanischen L\u00e4ndern sehr zur\u00fcck geblieben, der Zugang zu Verh\u00fctungsmitteln, zu Aufkl\u00e4rung, zur Geburten- und Schwangerenbetreuung extrem schlecht. Insgesamt ist die Gesundheitssituation als katastrophal zu bezeichnen. Mit weit reichenden Folgen: 75 Millionen Frauen in den Entwicklungsl\u00e4ndern werden ungewollt schwanger, 350 000 von ihnen \u00fcberleben die Schwangerschaft nicht.<\/p> <p>Der einfache Ratschlag H\u00f6rt auf Kinder zu kriegen ist da nicht nur naiv, sondern auch weltfremd. Kongressteilnehmerin Margot K\u00e4\u00dfmann, Kuratoriumsmitglied der Deutschen Stiftung Weltbev\u00f6lkerung: Ein Kinderwunsch ist immer auch kulturell bedingt. Gerade in den \u00e4rmeren L\u00e4ndern gelten Kindern immer noch als Garant daf\u00fcr, die Zukunft der Familie zu sichern. Kinder sind vor allem in Afrika auch eine Altersvorsorge. Fest steht aber auch: Je h\u00f6her die Bildung einer Frau, desto geringer die Kinderzahl. Deshalb ist es auch so entscheidend, in die Bildung von Frauen zu investieren und Bildungsangebote zu machen, sagt die evangelische Theologin.<\/p> <p>Studien zeigen: wenn Frauen in die Schule gehen und die M\u00f6glichkeit erhalten, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, sinkt die Kinderrate. Derzeit gibt es aber weltweit noch rund 770 Millionen Menschen die weder lesen noch schreiben k\u00f6nnen. Zwei Drittel dieser Analphabeten sind weiblich. Nach Angaben der Weltbank mit Sitz in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington ist die Investition in die Bildung von M\u00e4dchen und Frauen die einflussreichste Einzelinvestition in Entwicklungsl\u00e4ndern. Afrika ist nach wie vor der Kontinent mit dem niedrigsten Bildungsstand bei Jungen, aber vor allem auch bei M\u00e4dchen. Allein 65 Millionen M\u00e4dchen sehen nie eine Schule von innen. Wie es anders gehen kann, zeigt das Beispiel Sri Lanka: Dort gehen Frauen durchschnittlich mehr als sechs Jahre zur Schule. Folge: das asiatische Land weist mittlerweile die niedrigste S\u00e4uglingssterblichkeit in Asien auf. Frauen bekommen dort durchschnittlich zwei Kinder.<\/p> <p>Ein ganz zentrales Thema so Margot K\u00e4\u00dfmann, spielt da nat\u00fcrlich auch die sexuelle Aufkl\u00e4rung. Wenn es uns gelingt, sexuelle Gesundheit, Rechte und Bildung besser miteinander zu verzahnen, ist ein ganz wichtiger Schritt getan. Untersuchungen zeigen, dass diese Faktoren entscheidend dazu beitragen, dass Frauen ihr erstes Kind viel sp\u00e4ter bekommen. Frauen mit einer Grund- oder gar h\u00f6heren Bildung laufen dagegen nicht nur seltener Gefahr ungewollt schwanger zu werden. Sie bekommen auch insgesamt weniger Kinder. Aktuelle Datenerhebungen sprechen da f\u00fcr sich: In Afrika bekommen 61 Prozent aller ungebildeten Frauen sp\u00e4testens mit 20 ihr erstes Kind, meist fr\u00fcher. Bei Frauen mit einer h\u00f6heren Bildung sind es nur 27 Prozent.<\/p> <p>Allerdings, so das allgemeine Fazit, reicht Bildung alleine nicht aus. Zwar ist die F\u00e4higkeit zu Lesen eine entscheidende Voraussetzung daf\u00fcr, dass Frauen Zugang zu wichtigen Informationen \u00fcber Verh\u00fctung und Familienplanung erhalten. Sie m\u00fcssen ihr Wissen aber auch umsetzen k\u00f6nnen. Bayer Healthcare als Weltmarktf\u00fchrer im Bereich der hormonellen Verh\u00fctung ist seit \u00fcber 40 Jahren zusammen mit Regierungen und Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) in \u00fcber 130 L\u00e4ndern in Familienplanungsprogrammen aktiv.<\/p> <p>Ein weiterer wichtiger Punkt sind die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Nur wenn sie stimmen, ist es m\u00f6glich, Frauen Alternativen zur Mutterrolle zu bieten. Gleichzeitig kann man M\u00e4nner davon \u00fcberzeugen, dass gebildete Frauen und kleinere Familien von Vorteil sind. Stellt sich allerdings noch die Frage, wie man die kirchliche Botschaft: Gehet hinaus und seid fruchtbar mit den Problemen der steigenden Weltbev\u00f6lkerung vereinbaren kann. Dazu Margot K\u00e4\u00dfmann: Mir ist es wichtig, dass dieses Bibelzitat auf das Volk Israel von damals gerichtet war. Es musste sich vermehren, um \u00fcberleben zu k\u00f6nnen. Gleichzeitig steht in der Bibel, dass es darum geht, die Sch\u00f6pfung zu bebauen und zu bewahren. Das hei\u00dft: Wir reden heute von verantwortlicher Familienplanung, vor verantwortlicher Schwangerschaftsplanung und dazu geh\u00f6rt auch ganz sicher zu sagen: Ich plane so viele Kinder, wie ich ern\u00e4hren kann, wie ich verantworten kann und f\u00fcr die ich eine Zukunft auf dieser Erde sehe.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> &#8211;<br \/> Ulrike Schr\u00f6der<br \/> M\u00fcllerstr. 178<\/p> <p>13353 Berlin<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: ulrike.schroeder@bayer.com<br \/> Homepage: http:\/\/shortpr.com\/e6e2ga<br \/> Telefon: &#8211;<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> &#8211;<br \/> Ulrike Schr\u00f6der<br \/> M\u00fcllerstr. 178<\/p> <p>13353 Berlin<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: ulrike.schroeder@bayer.com<br \/> Homepage:<br \/> Telefon: &#8211;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(medienservice exklusiv)Eine Geburt ist immer etwas ganz Besonderes. Da \u00f6ffnet man gerne mal eine Flasche Champagner. 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