{"id":33807,"date":"2011-10-27T13:22:23","date_gmt":"2011-10-27T12:22:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=33807"},"modified":"2019-11-27T17:43:51","modified_gmt":"2019-11-27T16:43:51","slug":"fatales-missverstaendnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/fatales-missverstaendnis-1033807\/","title":{"rendered":"MHD nicht Verfallsdatum sondern G\u00fctesiegel"},"content":{"rendered":"<p>Berlin, 27. Oktober 2011 &#8211; Das Bundesverbraucherministerium (BMELV) hat j\u00fcngst schockierende Ergebnisse einer Forsa-Umfrage zum Wegwerfverhalten der Deutschen ver\u00f6ffentlicht: 58 Prozent der Befragten geben an, dass sie regelm\u00e4\u00dfig Lebensmittel wegschmei\u00dfen. 84 Prozent nennen als Hauptgrund, dass das Lebensmittel schlecht sei, sobald das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen ist &#8211; ein fatales Missverst\u00e4ndnis.<br \/> Das MHD ist seit 1984 in der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung verankert. Und obwohl es ein Vierteljahrhundert alt ist, interpretieren es die meisten Verbraucher immer noch falsch. <!--more-->Denn es ist lediglich eine Art G\u00fctesiegel, wie Petra Teitscheid von der Fachhochschule M\u00fcnster in einem Bericht der S\u00fcddeutschen Zeitung erkl\u00e4rt: &#8222;Ein gutes Beispiel ist Mineralwasser in Kunststoffflaschen. Der Hersteller garantiert nur, dass die Kohlens\u00e4ure so lange drinbleibt. Das hat \u00fcberhaupt keinen Einfluss auf die Gesundheit&#8220;.<\/p> <p>Der FDP-Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann sagt, sollte in diesem Missverst\u00e4ndnis eine Ursache f\u00fcr das viele Wegwerfen liegen, sei es an der Zeit, den Begriff auszutauschen. In einem Bericht des Informationszentrums f\u00fcr Landwirtschaft (Proplanta) hei\u00dft es: &#8222;Daher pl\u00e4diere ich daf\u00fcr, alle Lebensmittel mit zwei Angaben zu versehen: Voller Genuss bis zum Tag X und essbar bis zum Tag Y&#8220;. Als Vorbild k\u00f6nne das englische &#8222;Best before&#8230;&#8220; dienen.<\/p> <p>Das Bundesministerium f\u00fcr Verbraucherschutz (BMELV) hingegen will das MHD nicht abschaffen, sondern Hersteller, Handel und Verbraucher aufkl\u00e4ren, wie man richtig damit umgeht. Es sei anders als das Verbrauchsdatum kein Verfallsdatum, sondern G\u00fctesiegel und wichtige Orientierungshilfe, best\u00e4tigt auch Bundesministerin Ilse Aigner in einer Videobotschaft. Nach dessen Ablauf gelte es den eigenen Sinnen zu vertrauen. Verbraucher sollten das Produkt sorgf\u00e4ltig auf Konsistenz, untypische Ger\u00fcche und Schimmel pr\u00fcfen &#8211; das Ministerium nennt dies den &#8222;Auge-Nasen-Zungen-Check&#8220;.<\/p> <p>Es gibt mittlerweile auch Technologien, die das MHD erg\u00e4nzen. Das baden-w\u00fcrttembergische Unternehmen Bizerba bietet ein Etikett mit einer speziellen Druckfarbe an, die sich desto schneller entf\u00e4rbt, je l\u00e4nger das Produkt warm gelagert wird. Marc B\u00fcttgenbach, Sales Director Labels and Consumables, erkl\u00e4rt: &#8222;Viele Verbraucher zeigen im Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum verunsichert, weil es eine sehr allgemeine Aussage macht. Das TTI-Etikett dokumentiert die K\u00fchl-Historie jeder einzelnen Verpackung.&#8220; Es zeige an, ob die K\u00fchlkette an irgendeiner Stelle unterbrochen wurde &#8211; beim Hersteller, beim H\u00e4ndler oder auch beim Verbraucher selbst.<\/p> <p>Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL) behauptet, das MHD sei besser als sein Ruf und unterst\u00fctzt die Aufkl\u00e4rungsarbeit des BMELV. Die Mehrheit der Verbraucher gebe in einer Umfrage an, das Datum als Aufforderung zu verstehen, Produkte auf ihre Genie\u00dfbarkeit hin zu pr\u00fcfen. Eine neue Formulierung sei nicht zielf\u00fchrend, denn diese m\u00fcsse der Verbraucher erst lernen und verstehen. &#8222;Daher setzt auch der deutsche Lebensmittelhandel in der Debatte auf Verbraucheraufkl\u00e4rung&#8220;, erkl\u00e4rt Franz-Martin Rausch, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des BVL. &#8222;Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Superm\u00e4rkten haben allein schon durch ihren Beruf eine hohe Sensibilit\u00e4t f\u00fcr das Datum.&#8220; Bereits heute nutzten sie in den Kundengespr\u00e4chen ihre Fachkenntnisse und Erfahrungen, um Kunden aufzukl\u00e4ren.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> Auf dem Heidgen 27<\/p> <p>53127 Bonn<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: info@klartextonline.com<br \/> Homepage: http:\/\/www.klartextonline.com<br \/> Telefon: 0228<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> Auf dem Heidgen 27<\/p> <p>53127 Bonn<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: info@klartextonline.com<br \/> Homepage: http:\/\/www.klartextonline.com<br \/> Telefon: 0228<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 27. 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