{"id":34334,"date":"2011-11-03T15:51:09","date_gmt":"2011-11-03T14:51:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=34334"},"modified":"2012-10-22T14:13:48","modified_gmt":"2012-10-22T13:13:48","slug":"mediation-ein-unverzichtbares-element-des-modernen-strafrechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/mediation-ein-unverzichtbares-element-des-modernen-strafrechts-1034334\/","title":{"rendered":"Konstruktiver Umgangs mit Sanktionen"},"content":{"rendered":"<p>(ddp direct)Ungeachtet der l\u00e4ngst erwiesenen Relevanz des T\u00e4ter-Opfer-Ausgleichs, wird das Potenzial geeigneter F\u00e4lle in Baden-W\u00fcrttemberg bislang zu wenig erkannt und gen\u00fctzt. So wurden im vergangenen Jahr nur ca. 1 150 F\u00e4lle, f\u00fcr die das allgemeine Strafrecht zur Anwendung kommt, einem T\u00e4ter-Opfer-Ausgleich zugewiesen: eine im internationalen Vergleich eher bescheidene Bilanz. NEUSTART plant einen forcierten Ausbau dieser lang untersch\u00e4tzten Dienstleistung, der das zentrale Augenmerk einer Fachveranstaltung am 17. November 2011 im Stuttgarter Lindenmuseum gilt.<\/p> <p><!--more-->Voraussetzungen und Ziele des T\u00e4ter-Opfer-Ausgleichs<br \/> Grundvoraussetzung f\u00fcr den T\u00e4ter-Opfer-Ausgleich ist das Vorliegen einer Straftat, die zur Anzeige gebracht wurde. Die Interessenten w\u00e4hlen demnach nicht aus eigener Initiative dieses Instrument, einen Ausgleich herbeizuf\u00fchren, vielmehr erteilt die Staatsanwaltschaft oder das Gericht einen Vermittlungsauftrag an NEUSTART. Dem Beschuldigten er\u00f6ffnet dieses Angebot die M\u00f6glichkeit, ein Gerichtsverfahren und die damit verbundene Verurteilung abzuwenden. Oft wird der T\u00e4ter-Opfer-Ausgleich zu einer f\u00fcr Opfer und T\u00e4ter sinnvollen Intervention, da auch das Opfer die Chance erh\u00e4lt, den Beschuldigten mit den Konsequenzen seiner Straftat zu konfrontieren und eine angemessene Form der Wiedergutmachung auszuhandeln, pers\u00f6nlich und materiell, sagt Volkmar K\u00f6rner, wirtschaftlicher Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der NEUSTART gGmbH.<\/p> <p>Konfliktl\u00f6sungen im Interesse des gesellschaftlichen Friedens<br \/> Wenngleich sich die Eingangssituation anders gestaltet als bei sonst \u00fcblichen Anwendungsgebieten der Mediation, ist auch der T\u00e4ter-Opfer-Ausgleich dem klassischen Grundsatz der Mediation verpflichtet: eine f\u00fcr alle Beteiligten faire, nachhaltige Konfliktl\u00f6sung zu erm\u00f6glichen, die dem gesellschaftlichen Frieden und damit dem Gemeinwesen dient. Unsere Fachveranstaltung am 17.11.2011 wird auch die Frage thematisieren, welche Gr\u00fcnde und Ursachen daf\u00fcr verantwortlich sind, dass der T\u00e4ter-Opfer-Ausgleich nicht verst\u00e4rkte Ber\u00fccksichtigung bei den Staatsanwaltschaften findet, sagt Volkmar K\u00f6rner, der f\u00fcr die kommenden Jahre eine erhebliche Steigerung des Auftragsvolumen prognostiziert: 3 000 Auftr\u00e4ge pro Jahr sind weniger illusorisch als vielmehr angemessen, versichert K\u00f6rner.<\/p> <p>NEUSTART Fachveranstaltung am 17. November 2011 im Stuttgarter Lindenmuseum<br \/> Zentralen Programmpunkt der Fachveranstaltung am 17.11.2011 bildet der Vortrag Mediation ein unverzichtbare Element des modernen Strafrechts von Prof. Dr. Dieter R\u00f6ssner, Universit\u00e4t Marburg, der sich den theoretischen Grundlagen und Wirkungen des konstruktiven Umgangs mit Sanktionen widmet. Die im Anschluss stattfindende Podiumsdiskussion, an der neben Prof. R\u00f6ssner u.a. auch Dr. Uwe Schlosser, Generalstaatsanwalt in Karlsruhe, und Erwin Hetger, Landesvorsitzender des WEISSEN Rings, teilnehmen werden, soll neben theoretischen Grundlagen des T\u00e4ter-Opfer-Ausgleichs in erster Instanz auch dessen praktische Umsetzung damit verbundene Chancen aber auch Schwierigkeiten f\u00fcr Beschuldigte und Opfer beleuchten, ehe Georg Zwinger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer f\u00fcr Sozialarbeit der NEUSTART gGmbH, die Entwicklungen seit Etablierung dieses Dienstleistungsangebots in Baden-W\u00fcrttemberg res\u00fcmiert.<\/p> <p>Beginn: Donnerstag, 17. November 2011, 16:00 Uhr<br \/> Moderation: Harald Kirchner, SWR Korrespondent f\u00fcr Landespolitik<br \/> Veranstaltungsort: Lindenmuseum, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart<br \/> Anmeldung: Karina Steinert, karina.steinert@neustart.org,<br \/> Tel. 0711 627 69-410<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> NEUSTART gemeinn\u00fctzige GmbH<br \/> Michael Haas<br \/> Rosenbergstra\u00dfe 122<\/p> <p>70193 Stuttgart<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: michael.haas@neustart.org<br \/> Homepage: http:\/\/www.neustart.org\/DE\/de\/<br \/> Telefon: 071162769411<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> NEUSTART gemeinn\u00fctzige GmbH<br \/> Michael Haas<br \/> Rosenbergstra\u00dfe 122<\/p> <p>70193 Stuttgart<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: michael.haas@neustart.org<br \/> Homepage:<br \/> Telefon: 071162769411<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(ddp direct)Ungeachtet der l\u00e4ngst erwiesenen Relevanz des T\u00e4ter-Opfer-Ausgleichs, wird das Potenzial geeigneter F\u00e4lle in Baden-W\u00fcrttemberg bislang zu wenig erkannt und gen\u00fctzt. 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