{"id":3451,"date":"2010-01-19T14:28:50","date_gmt":"2010-01-19T13:28:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=3451"},"modified":"2010-07-26T14:19:35","modified_gmt":"2010-07-26T13:19:35","slug":"leugnung-von-aids-muss-geahndet-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/leugnung-von-aids-muss-geahndet-werden-103451\/","title":{"rendered":"Leugnung von AIDS muss geahndet werden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neue Studie macht erneut deutlich: Verweigerung von HIV-Behandlungen in S\u00fcdafrika kostete Tausenden das Leben<\/strong><\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 18. Januar 2010<\/p> <p>Obwohl wissenschaftlich der Nachweis erbracht ist, dass HIV erfolgreich behandelt werden kann, wird dies von AIDS-Leugnern hartn\u00e4ckig bestritten. In einem im Springer-Journal AIDS and Behavior ver\u00f6ffentlichten Paper liefern Professor Myron Essex und Dr. Pride Chigwedere von der Harvard School of Public Health AIDS Initiative in den Vereinigten Staaten weitere Beweise f\u00fcr die katastrophalen Folgen einer Politik, die AIDS leugnet. Die Wissenschaftler zeigen, dass die Verweigerung einer nachweislich erfolgreichen Behandlung von HIV in S\u00fcdafrika f\u00fcr 330.000 Menschen den Tod bedeutete. Die Studie macht auch deutlich, wie verheerend die Konsequenzen sind, wenn die Leugnung, so wie es in S\u00fcdafrika nach wie vor der Fall ist, Teil der offiziellen Gesundheitspolitik geworden ist. <!--more--><\/p> <p>Wer die Existenz von AIDS leugnet, streitet auch ab, dass HIV AIDS ausl\u00f6st, dass antiretrovirale Medikamente sinnvoll sind und letztendlich, dass weltweit Millionen von Menschen an AIDS gestorben sind. Dies ist eine \u00dcberzeugung, die \u2013 wie sich im Internet verfolgen l\u00e4sst \u2013 immer mehr Anh\u00e4nger gewinnt. Dennoch ist unbestritten, dass in den Jahren zwischen 2000 und 2005 allein 330.000 S\u00fcdafrikaner vorzeitig gestorben sind und 35.000 Babys mit HIV infiziert wurden, weil der ehemalige Pr\u00e4sident Thabo Mbeki entschieden hatte, keine antiretroviralen Medikamente auszugeben. Mbeki hatte sich von amerikanischen AIDS-Leugnern beraten lassen.<\/p> <p>In ihrer \u00e4u\u00dferst nachdenklich stimmenden Arbeit stellen Essex und Chigwedere sowohl die positive Wirkung der HIV-Behandlung dar wie auch die verpassten Chancen in S\u00fcdafrika. Den Argumenten der AIDS-Leugner begegnen sie mit handfesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Am Beispiel S\u00fcdafrikas wird der Zusammenhang zwischen einer solchen Verleugnungshaltung und der staatlichen Gesundheitspolitik dargestellt. Menschenrechtsverletzungen dieser Art, die mit dem Verlust von Hunderttausenden von Menschenleben einhergehen, m\u00fcssen geahndet werden. Daher bedarf das Gesundheitswesen einer grundlegenden Reform \u2013 so letztendlich die Forderung der Autoren.<\/p> <p>\u201eWo es um das Gesundheitswesen geht, sind Ehrlichkeit und Fachwissen vonn\u00f6ten. Wenn das Leugnen von AIDS Teil der staatlichen Gesundheitspolitik wird, sind die Folgen tragisch. Eine Reform der Gesundheitspolitik muss nicht nur getragen sein von handfesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, es muss auch m\u00f6glich werden, Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen,\u201c so die beiden Wissenschaftler Essex und Chigwedere.<\/p> <p><strong>Quelle<\/strong><br \/> 1.\tChigwedere P &amp; Essex M (2010). AIDS denialism and public health practice. AIDS and Behavior, DOI 10.1007\/s10461-009-9654-7<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten als PDF-Dokument zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, Springer, Tel. +49 6221 487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Studie macht erneut deutlich: Verweigerung von HIV-Behandlungen in S\u00fcdafrika kostete Tausenden das Leben New York \/ Heidelberg, 18. Januar 2010 Obwohl wissenschaftlich der Nachweis erbracht ist, dass HIV erfolgreich behandelt werden kann, wird dies von AIDS-Leugnern hartn\u00e4ckig bestritten. 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