{"id":35716,"date":"2011-11-15T18:17:16","date_gmt":"2011-11-15T17:17:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=35716"},"modified":"2014-12-19T15:18:22","modified_gmt":"2014-12-19T14:18:22","slug":"interessen-vertreten-statt-konflikte-vermeiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/interessen-vertreten-statt-konflikte-vermeiden-1035716\/","title":{"rendered":"Blindenf\u00fchrhunde als unverzichtbare Hilfsmittel"},"content":{"rendered":"<p>Lichtblicke e.V., der Verein zur F\u00f6rderung des Blindenf\u00fchrhundwesens aus Deutschland und der Verein &#8222;Freunde der Rehabilitationshunde Europas&#8220; aus \u00d6sterreich distanzieren sich entschieden von der Auffassung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV), nach der es besser sei, Konflikte zu vermeiden, als die Interessen der eigenen Zielgruppe zu vertreten.<\/p> <p>Robert B\u00f6hm, Bundessprecher des Arbeitskreises &#8222;F\u00fchrhundhalter&#8220; im DBSV, sagt bez\u00fcglich des Zutrittsrechts der F\u00fchrhundgespanne z.B. in Einzelhandelsgesch\u00e4ften, Arztpraxen, Kliniken, Restaurants: <!--more-->&#8222;Wir appellieren an die Vernunft der Halter auf einen Zutritt zu verzichten, wenn gesundheitliche Risiken (durch Allergien) bestehen oder traumatisierte Menschen dadurch beeintr\u00e4chtigt werden.&#8220;<br \/> Bert Bohla, erster Vorsitzender des Vereins Lichtblicke e.V. und Predrag Radic, stellvertretender Vorsitzender des Vereins &#8222;Freunde der Rehabilitationshunde Europas&#8220; (FRHE) sind sich einig, Bohla sagt dazu: &#8222;Ein devoter Verzicht auf den Zutritt von F\u00fchrhundgespannen &#8211; ja aller Servicehunde &#8211; kann ganz sicher nicht die richtige L\u00f6sung sein, zumal Allergiker den F\u00fchrhunden in der Regel ausweichen k\u00f6nnen, die Blinden mit ihren F\u00fchrhunden den Allergikern jedoch nicht.&#8220; Die Vereine Lichtblicke e.V. und FRHE vertreten daher die Ansicht, Blindenf\u00fchrhundhalter &#8211; und ebenso die Halter anderer Rehabilitationshunde &#8211; sollten weiterhin mit ihren Hunden konsequent alle \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Orte aufsuchen, die f\u00fcr sie im t\u00e4glichen Leben von Bedeutung sind und dort entschieden auf ihr Zutrittsrecht bestehen. Auch Hans-G\u00fcnter Heiden, Pressesprecher der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. &#8211; ISL, erkl\u00e4rt: &#8222;Wir vertreten den Standpunkt, dass F\u00fchrhundhalterInnen uneingeschr\u00e4nkten Zugang zu allen Diensten und Einrichtungen haben m\u00fcssen &#8211; gleichberechtigt mit allen anderen Menschen.&#8220;<\/p> <p>Die Bedeutung des Blindenf\u00fchrhundes als unverzichtbares Hilfsmittel<\/p> <p>Der Blindenf\u00fchrhund ist ein ersetzendes und nicht nur &#8211; wie z.B. eine Brille &#8211; ein unterst\u00fctzendes Hilfsmittel. Er soll den vollst\u00e4ndigen Ausfall des f\u00fcr die Verkehrsteilnahme wichtigsten Fernsinnes ausgleichen, indem er den Tastraum des Blinden auf den Sehraum des Hundes erweitert. Blindenf\u00fchrhund und Halter sind somit als untrennbare Einheit anzusehen; der Blindenf\u00fchrhund ist f\u00fcr seinen Menschen ebenso unverzichtbar wie der Rollstuhl f\u00fcr seinen Insassen.<\/p> <p>Selbstverst\u00e4ndlich gilt das auch beim t\u00e4glichen Einkauf, f\u00fcr Besuche beim Arzt, den Besuch von Angeh\u00f6rigen und Freunden auf der normalen Krankenstation oder die Teilnahme an einer n\u00f6tigen Reha-Ma\u00dfnahme. Genau deshalb hat das Hygienische Institut der Freien Universit\u00e4t Berlin bereits 1996 offiziell Stellung bezogen und erkl\u00e4rt, da\u00df keine grunds\u00e4tzlichen Bedenken gegen eine Mitnahme von Blindenf\u00fchrhunden auf die Stationen der Kliniken und in Arztpraxen bestehen und ein Zutrittsverbot ungerechtfertigt ist. Auch in der f\u00fcr Deutschland inzwischen als verbindlich geltenden UN-Konvention \u00fcber die Rechte von Menschen mit Behinderungen sind die besonderen Rechte der &#8222;tierischen Assistenz&#8220; in Artikel 9 und Artikel 20 verankert.<\/p> <p>R\u00fcckmeldungen:<\/p> <p>Lichtblicke e.V. &#8211; Verein zur F\u00f6rderung des Blindenf\u00fchrhundwesens<br \/> Goethestra\u00dfe 1, 66299 Friedrichsthal<br \/> Tel.: 06897-9392830<br \/> E-Mail: presse@verein-lichtblicke.de<br \/> Web: http:\/\/verein-lichtblicke.de\/<\/p> <p>Verein Freunde der Rehabilitationshunde Europas, Heud\u00f6rfelgasse 4, A 1230 Wien<br \/> Tel. &amp; Fax: +43 (0)1 889 85 58, E-Mail: office@reha-dogs.org, Web: www.reha-dogs.org<br \/> ZVR: 188565257<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> Lichtblicke e.V.<br \/> Bert Bohla<br \/> Goethestra\u00dfe 1<\/p> <p>66299 Friedrichsthal<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: vorstand@verein-lichtblicke.de<br \/> Homepage: http:\/\/verein-lichtblicke.de\/<br \/> Telefon: 06897-9392830<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> Lichtblicke e.V.<br \/> Bert Bohla<br \/> Goethestra\u00dfe 1<\/p> <p>66299 Friedrichsthal<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: vorstand@verein-lichtblicke.de<br \/> Homepage: http:\/\/verein-lichtblicke.de\/<br \/> Telefon: 06897-9392830<\/p> <p>Informieren Sie sich weiter \u00fcber Fachzeitschriften aus dem Bereich <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/seite\/p\/kat\/katid\/47\" title=\"Fachzeitschriften zum Thema Tiere und Haustiere\" >Tiere<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lichtblicke e.V., der Verein zur F\u00f6rderung des Blindenf\u00fchrhundwesens aus Deutschland und der Verein &#8222;Freunde der Rehabilitationshunde Europas&#8220; aus \u00d6sterreich distanzieren sich entschieden von der Auffassung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV), nach der es besser sei, Konflikte zu vermeiden, als die Interessen der eigenen Zielgruppe zu vertreten. 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