{"id":35996,"date":"2011-11-17T13:09:33","date_gmt":"2011-11-17T12:09:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=35996"},"modified":"2018-11-23T13:50:47","modified_gmt":"2018-11-23T12:50:47","slug":"verdruss-und-ueberschuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/verdruss-und-ueberschuss-1035996\/","title":{"rendered":"Diagnose und Therapie ohne ideologische Scheuklappen"},"content":{"rendered":"<p>Politik und gesetzliche Krankenkassen haben lauthals \u00fcber den im 1. Halbjahr erzielten \u00dcberschuss von 2,4 Milliarden Euro gejubelt. Wolfram-Arnim Candidus, Pr\u00e4sident der B\u00fcrgerinitiative Gesundheit DGVP e.V., sieht indes keinen Anlass zur Freude:<br \/> &#8222;Dieser \u00dcberschuss resultiert vor allem aus der Mehrbelastung der Beitragszahler. Sie sind durch die kr\u00e4ftige Erh\u00f6hung des allgemeinen Beitragssatzes um 0,6 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent zur Kasse gebeten worden. Ohne Ber\u00fccksichtigung der konjunkturellen Erholung wurden dem Gesundheitsfonds allein dadurch Mehreinnahmen von neun Milliarden Euro in die Kassen gesp\u00fclt. Der \u00dcberschuss ist also kein Wunderwerk der Politik oder der Manager der gesetzlichen Krankenkassen.<br \/> <!--more-->Positiv auf die Ausgaben ausgewirkt hat sich au\u00dferdem das Arzneimittelsparpaket. Leider ist bislang nicht transparent, was diese Ma\u00dfnahme in Euro und Cent eingebracht hat. Noch weniger bekannt ist, welche Mehrkosten in anderen Versorgungssegmenten dadurch entstanden sind, dass Patienten infolge von Arzneimittelrabattvertr\u00e4gen zwangsweise auf andere Medikamente umgestellt worden sind.<br \/> In nicht quantifizierbarem Umfang zu Buche geschlagen haben aber auch verdeckte Leistungsrationierungen von Krankenkassen, die der Angst vor der Erhebung von Zusatzbeitr\u00e4gen geschuldet sind.<br \/> Der Trend zur \u00d6konomisierung der Medizin hat sich weiter fortgesetzt. Krankenkassen sind prim\u00e4r daran interessiert, ihre Versicherten kosteng\u00fcnstig zu versorgen. Die individuellen Belange der Patienten und somit die Effektivit\u00e4t der Versorgung bleiben dabei nur allzu oft auf der Strecke. Die Therapiehoheit der \u00c4rzte wird durch Arzneimittel-Rabattvertr\u00e4ge St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck weiter zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, Leistungserbringer wie Arzneimittel- und Medizintechnikhersteller geraten immer st\u00e4rker unter Druck.<\/p> <p>Auch Krankenkassen setzen ihre Marktmacht zur Preisdr\u00fcckerei und zum Dumping ein. Sie laufen damit Gefahr, die Qualit\u00e4t und Sicherheit der Versorgung zu unterminieren. Die Entscheidung von zwei Pharma-Unternehmen, ein neues Medikament zumindest vorerst nicht auf den deutschen Markt zu bringen, l\u00e4sst nichts Gutes ahnen.<br \/> Man darf sich durch die aktuellen \u00dcbersch\u00fcsse der Kassen nicht t\u00e4uschen lassen: Die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht gesund. Sie muss dringend und ohne ideologische Scheuklappen fachgerecht diagnostiziert und therapiert werden. Das gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr die Private Krankenversicherung. Das wichtigste Ziel dabei: Die Versorgung muss anders als bisher nicht blo\u00df verbal, sondern faktisch an den Belangen und Bed\u00fcrfnissen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ausgerichtet werden.&#8220;<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> B\u00fcrgeriniative Gesundheit DGVP<br \/> Katja Rupp<br \/> c\/o Residenz am Dt. Theater, Reinhardtstr. 29<\/p> <p>10117 Berlin<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: info@dgvp.de<br \/> Homepage: http:\/\/www.dgvp.de<br \/> Telefon: 030-2800 81981<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> B\u00fcrgeriniative Gesundheit DGVP<br \/> Katja Rupp<br \/> c\/o Residenz am Dt. Theater, Reinhardtstr. 29<\/p> <p>10117 Berlin<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: info@dgvp.de<br \/> Homepage: http:\/\/www.dgvp.de<br \/> Telefon: 030-2800 81981<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik und gesetzliche Krankenkassen haben lauthals \u00fcber den im 1. Halbjahr erzielten \u00dcberschuss von 2,4 Milliarden Euro gejubelt. Wolfram-Arnim Candidus, Pr\u00e4sident der B\u00fcrgerinitiative Gesundheit DGVP e.V., sieht indes keinen Anlass zur Freude: &#8222;Dieser \u00dcberschuss resultiert vor allem aus der Mehrbelastung der Beitragszahler. 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