{"id":36473,"date":"2011-11-21T18:36:41","date_gmt":"2011-11-21T17:36:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=36473"},"modified":"2011-11-21T18:36:41","modified_gmt":"2011-11-21T17:36:41","slug":"gesuender-leben-zahlt-sich-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/gesuender-leben-zahlt-sich-aus-1036473\/","title":{"rendered":"F\u00fchren finanzielle Anreize Patienten zu einer \u00c4nderung des Risikoverhaltens?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Springer-Journal International Journal of Behavioral Medicine\" src=\"http:\/\/images.springer.com\/cda\/content\/image\/cda_displayimage.jpg?SGWID=0-0-16-452905-0\" alt=\"\" width=\"95\" height=\"127\" \/>Gezielte finanzielle Anreize f\u00fcr Patienten k\u00f6nnen das Gesundheitsbewusstsein f\u00f6rdern<br \/> New York \/ Heidelberg, 21. November 2011<\/p> <p>In Australien lassen sich \u00c4rzte im Gesundheitssystem mit finanziellen Anreizen locken (Pay-for-Performance). W\u00fcrde dies auch bei den Patienten funktionieren? K\u00f6nnte man sie durch Anreize dazu bewegen, ungesunde Verhaltensweisen abzulegen und Vorsorgeangebote h\u00e4ufiger zu nutzen? Dr. Marita Lynagh von der University of Newcastle in Australien und ihre Kollegen glauben, dass dies durchaus der Fall sein kann. <!--more-->Mit ihrem Team ging sie der Frage nach, inwieweit finanzielle Anreize Patienten zu einer \u00c4nderung von Risikoverhalten motivieren k\u00f6nnen. Ihre Arbeit l\u00e4sst den Schluss zu, dass derartige Anreize vor allem bei \u201eeinfachen\u201c Verhaltens\u00e4nderungen gut zu erzielen sind, wie zum Beispiel bei Impfungen. Dies gilt vor allem in sozial benachteiligten Schichten. Ihr Artikel erscheint online im Springer-Journal International Journal of Behavioral Medicine.<br \/> Ebenso wie das Prinzip der qualit\u00e4tsorientierten Verg\u00fctung bei \u00c4rzten l\u00e4sst sich diese Vorgehensweise auch auf die einzelnen Patienten gut \u00fcbertragen. Allerdings stellt sich die Frage, ob dieses System fair ist und funktionieren kann. Lynagh und ihr Team haben dazu neuere Studien unter die Lupe genommen, die sich mit der Frage besch\u00e4ftigen, inwieweit finanzielle Anreize zur \u00c4nderung des Verhaltens des Einzelnen beitragen, etwa beim Aufh\u00f6ren zu rauchen oder bei Gewichtsabnahme.<br \/> Deutlich wurde, dass finanzielle Anreize nicht bei allen Verhaltensweisen gleich gut ziehen. Am besten funktionieren sie dort, wo eine Verhaltens\u00e4nderung einfach, unauff\u00e4llig und zeitlich begrenzt ist, wie etwa bei Impfungen oder der Gesundheitsvorsorge und \u2013aufkl\u00e4rung. Weniger effektiv greifen sie bei komplexen und \u201aalten\u2018 Gewohnheiten, wie etwa beim Rauchen, der Ern\u00e4hrung und sportlichen Aktivit\u00e4ten. Den finanziellen Anreiz an soziale Unterst\u00fctzung und Aufkl\u00e4rung zu koppeln, erh\u00f6ht allerdings auch in diesem schwierigeren Bereich die Erfolgsquote.<br \/> Gut funktionieren solche Anreize in sozial benachteiligten Schichten, besonders, wenn eine Verhaltens\u00e4nderung durch finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Fahrten, Medikation oder Kinderbetreuung \u201abelohnt\u2018 wird.<br \/> Allerdings sieht es im Augenblick nicht so aus, als k\u00f6nne eine einmalige finanzielle Unterst\u00fctzung eine langfristige Verhaltens\u00e4nderung bewirken. Auf Dauer gesehen erscheint eine regelm\u00e4\u00dfige Verg\u00fctung sinnvoller, beispielsweise auch sich steigernde Zahlungen bei gleichzeitiger regelm\u00e4\u00dfiger \u00dcberwachung. Dies gilt insbesondere f\u00fcr so schwierige Bereiche wie die Behandlung von Suchterkrankungen und wenn jemand motioviert werden soll, das Rauchen aufzugeben. In diesen F\u00e4llen stellt eine langfristige Verhaltens\u00e4nderung eine echte Herausforderung dar.<br \/> Die Autoren: \u201eUm das Gesundheitsbewusstsein der Bev\u00f6lkerung wirkungsvoll zu st\u00e4rken und damit das Gesundheitswesen zu entlasten, m\u00fcssen die Beh\u00f6rden Anreize schaffen, die sich in der Praxis leicht umsetzen lassen. Finanzielle Anreize sind kein Allheilmittel gegen Risikoverhalten, k\u00f6nnen aber in bestimmten Bev\u00f6lkerungsschichten sicherlich zu einer Verhaltens\u00e4nderung beitragen.\u201c<br \/> Quelle<br \/> Lynagh MC (2011). What\u2019s good for the goose is good for the gander. Guiding principles for the use of financial incentives in health behavior change. International Journal of Behavioral Medicine. DOI 10.1007\/s12529-011-9202-5<br \/> Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Studien und Abhandlungen im Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel. +49 6221 487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p> <p>Informieren Sie sich weiter \u00fcber <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/seite\/p\/kat\/katid\/38\" title=\"Fachzeitschriften zum Thema Medizin\" >Fachzeitschriften aus dem medizinischen Bereich<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gezielte finanzielle Anreize f\u00fcr Patienten k\u00f6nnen das Gesundheitsbewusstsein f\u00f6rdern New York \/ Heidelberg, 21. November 2011 In Australien lassen sich \u00c4rzte im Gesundheitssystem mit finanziellen Anreizen locken (Pay-for-Performance). W\u00fcrde dies auch bei den Patienten funktionieren? K\u00f6nnte man sie durch Anreize dazu bewegen, ungesunde Verhaltensweisen abzulegen und Vorsorgeangebote h\u00e4ufiger zu nutzen? Dr. Marita Lynagh von der<\/p>\n","protected":false},"author":291,"featured_media":197790,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-36473","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medizin-gesundheit-pflege-soziales"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/291"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36473"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36473\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/197790"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}