{"id":38003,"date":"2011-12-02T14:31:30","date_gmt":"2011-12-02T13:31:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=38003"},"modified":"2025-03-28T14:59:29","modified_gmt":"2025-03-28T13:59:29","slug":"mangelnde-teilhabe-erhoeht-das-armutsrisiko-fuer-menschen-mit-behinderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/mangelnde-teilhabe-erhoeht-das-armutsrisiko-fuer-menschen-mit-behinderung-1038003\/","title":{"rendered":"Geringere Bildungsteilhabe f\u00fcr Menschen mit Behinderung"},"content":{"rendered":"<p>(ddp direct)Menschen mit Behinderung tragen &#8211; neben sozial benachteiligten Jugendlichen und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte &#8211; immer noch das h\u00f6chste Armutsrisiko in unserer Gesellschaft. Das ist ein eklatanter Missstand und im wahrsten Sinne des Wortes ein Armutszeugnis f\u00fcr unsere Gesellschaft, sagte VdKLandesvorsitzender Karl-Heinz Fries heute im Vorfeld des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember.<\/p> <p><!--more-->Grund daf\u00fcr sei unter anderem ein Bildungssystem, in dem der gr\u00f6\u00dfte Teil der Menschen mit Behinderung in F\u00f6rderschulen unterrichtet und dem so die Teilhabe am Unterricht in den Regelschulen verwehrt werde. Nur etwa 19 Prozent der Menschen mit Behinderung beendeten erfolgreich die Realschule oder eine vergleichbare Bildungseinrichtung, nur etwa 12 Prozent erlangten die Fachhochschulreife oder das Abitur*. Durch geringere Bildungsteilhabe werde so fr\u00fchzeitig die M\u00f6glichkeit einer Erwerbst\u00e4tigkeit am ersten Arbeitsmarkt nahezu ausgeschlossen und damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben behindert. Nicht ohne Grund lautete das Motto der Aktion Grundgesetz von 1997: Behindert ist man nicht, behindert wird man.<\/p> <p>Wissenschaftliche Studien best\u00e4tigen, dass Menschen mit Behinderung europaweit, und damit auch in Deutschland, \u00fcberproportional von Armut betroffen sind. Das belegt auch eine Studie der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit dem Titel Sickness, Disability and Work aus dem Jahr 2010. Demnach hatten Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland bereits vor der Wirtschaftskrise eine 2,5-fach h\u00f6here Wahrscheinlichkeit von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein, als ein Mensch ohne Handicap, so Fries. Dar\u00fcber hinaus belegten Statistiken der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit, dass Menschen mit Behinderung nicht so am wirtschaftlichen Aufschwung partizipierten<br \/> wie Menschen ohne Behinderung. Zwar w\u00fcrde die Zahl der Arbeitslosen &#8211; einschlie\u00dflich der Langzeitarbeitlosen &#8211; in NRW insgesamt sinken, trotzdem sei bei Menschen mit Behinderung ein ungebrochen ansteigender Trend von Arbeitslosigkeit erkennbar. So waren im November 2011 in NRW 45.267 schwerbehinderte Menschen arbeitslos &#8211; zwei Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Unsere Gesellschaft definiert sich \u00fcber Erwerbsarbeit. Ohne sie droht nicht nur materielle Armut, sondern auch soziale Exklusion. Dem muss und kann entgegengewirkt werden, denn moderne Gesellschaften k\u00f6nnen Partizipationsm\u00f6glichkeiten regulieren. Ausgrenzungsprozesse sind umkehrbar oder auch vermeidbar. In diesem Sinne sehen wir die Landesregierung in der Pflicht, den urspr\u00fcnglich bereits f\u00fcr den Sommer angek\u00fcndigten landesweiten Aktionsplan NRW inklusiv &#8211; eine Gesellschaft f\u00fcr alle endlich zu pr\u00e4sentieren und umzusetzen. Von dem Aktionsplan erwarten wir unter anderem klare Aussagen zu den geplanten Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der \u00dcberg\u00e4nge von der Schule in den Beruf, zur Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt und insbesondere zur \u00d6ffnung der Regelschule f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit Behinderung, sagte der VdK-Landesvorsitzende.<\/p> <p>verantwortlich: Daniela von Jagow<\/p> <p>*Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland, Pressemitteilung Nr. 406 vom 30.10.2008: Lebenslagen von Menschen mit Behinderung.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen<br \/> Daniela von Jagow<br \/> F\u00fcrstenwall 132<\/p> <p>40217 D\u00fcsseldorf<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: von-jagow@vdk.de<br \/> Homepage: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.vdk.de\/nrw\" title=\"Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen\" >http:\/\/www.vdk.de\/nrw<\/a><br \/> Telefon: (0211) 384 12 &#8211; 43<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen<br \/> Daniela von Jagow<br \/> F\u00fcrstenwall 132<\/p> <p>40217 D\u00fcsseldorf<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: von-jagow@vdk.de<br \/> Homepage: http:\/\/<br \/> Telefon: (0211) 384 12 &#8211; 43<\/p> <p>Informieren Sie sich weiter \u00fcber Fachzeitschriften aus dem Bereich Behinderten-Sonderp\u00e4dagogik<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(ddp direct)Menschen mit Behinderung tragen &#8211; neben sozial benachteiligten Jugendlichen und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte &#8211; immer noch das h\u00f6chste Armutsrisiko in unserer Gesellschaft. 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