{"id":38372,"date":"2011-12-06T18:02:35","date_gmt":"2011-12-06T17:02:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=38372"},"modified":"2012-03-26T11:26:44","modified_gmt":"2012-03-26T10:26:44","slug":"frauen-auf-der-ueberholspur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/frauen-auf-der-ueberholspur-1038372\/","title":{"rendered":"Nutzung des weiblichen Potenzials"},"content":{"rendered":"<p>(ddp direct)Laut einer Studie der Boston Consulting Group bel\u00e4uft sich das weltweite Einkommen von M\u00e4nnern derzeit auf 23,4 Billionen US-Dollar und betr\u00e4gt somit \u00fcber das Doppelte des von Frauen erwirtschafteten Einkommens (10,5 Billionen US-Dollar). Zu einer Schm\u00e4lerung dieser Kluft, k\u00f6nnte laut Experten der gro\u00dfe Anteil bestens ausgebildeter und hoch motivierter Frauen f\u00fchren, die auf den Arbeitsmarkt str\u00f6men und zunehmend F\u00fchrungspositionen einnehmen.<\/p> <p>War for Talent Frauen als L\u00f6sung f\u00fcr Fachkr\u00e4ftemangel<\/p> <p><!--more-->Sylvia Ann Hewlett f\u00fchrte in diesem Kontext eine Studie in den BRIC-Staaten und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) durch. In ihrem Buch schildert sie die besonderen Chancen und Herausforderungen, denen sich Frauen in Schwellenl\u00e4ndern stellen m\u00fcssen. Dynamische M\u00e4rkte in China sind laut Hewlett zwar bev\u00f6lkerungsreich, verf\u00fcgen jedoch \u00fcber einen unzureichenden Anteil an hochqualifizierten Arbeitskr\u00e4ften und sind daher auf die Nutzung des weiblichen Potenzials angewiesen. In L\u00e4ndern wie Brasilien und China liegt der Frauenanteil an Hochschulen bereits bei 60 Prozent bzw. 47 Prozent. Spitzenreiter sind die VAE, in denen etwa zwei Drittel der Studenten weiblich sind. Die vorliegenden Zahlen sollten jedoch auch kritisch betrachtet werden: So l\u00e4sst sich der hohe Frauenanteil in den VAE nicht allein auf den Ehrgeiz der Frauen zur\u00fcckf\u00fchren. Gut situierte Familien in den VAE, schicken ihre S\u00f6hne gerne auf Hochschulen im Ausland. Frauen studieren dagegen meist zu Hause, ihnen ist ein l\u00e4ngerer Auslandsaufenthalt in der Regel nicht erlaubt, erkl\u00e4rt Bassam Elemam, interkultureller Berater der ICUnet.AG.<\/p> <p>In China bereits 30 Prozent Frauen in F\u00fchrungspositionen<\/p> <p>Dennoch belegen Studien, dass sich Frauen in Schwellenl\u00e4ndern durch eine besonders hohe Motivation auszeichnen. So streben laut der Studie 80 Prozent der Inderinnen eine F\u00fchrungsposition an, im Gegensatz zu 40 Prozent der US-Amerikanerinnen. Hewlett vertritt in Ihrem Buch au\u00dferdem die Annahme, dass Frauen in Schwellenl\u00e4ndern bessere Aufstiegschancen als in Industrienationen haben. So sind in China bereits ein Drittel aller F\u00fchrungskr\u00e4fte Frauen eine Zahl die Deutschland derzeit mittels Einf\u00fchrung der Frauenquote anstreben m\u00f6chte.<\/p> <p>Diversity ist ein \u00f6konomisches Muss f\u00fcr Unternehmen<\/p> <p>In Deutschland wird die Frauenquote derzeit kontrovers diskutiert. Bef\u00fcrworter sehen darin ein wichtiges Instrument zur F\u00f6rderung der Gleichstellung der Geschlechter. Sie f\u00fchren Studien wie den Business Case for Women der Beratung McKinsey an, aus denen der positive Einfluss auf die Unternehmensperformance klar hervorgeht. Die F\u00f6rderung von Frauen ist in vielen Unternehmen Teil des Diversity Konzeptes, wobei Vielfalt nicht nur die geschlechtliche, sondern allgemein die soziale Vielfalt meint. Laut Dr. Fritz Audebert, Vorstandsvorsitzender der ICUnet.AG, ist Diversity der Schl\u00fcssel zur flexiblen Anpassung an die sich weltweit immer rasanter \u00e4ndernden Marktbedingungen. Diese Ansicht bekr\u00e4ftigt die Ursula Schwarzenbart in ihrem Vortrag auf dem 8. Interkulturellen Kongress in Passau: Diversity ist ein \u00f6konomisches Muss f\u00fcr Unternehmen , meint die Gr\u00fcnderin und Leiterin des Global Diversity Offices der Daimler AG. Kritiker fassen die Quote jedoch als Benachteiligung der M\u00e4nner auf. Fakt ist, dass die Frauenquote zunehmend in die internationale Politik und Wirtschaft Einzug erh\u00e4lt. So haben L\u00e4nder wie Spanien, Norwegen, Ecuador und Indien die Frauenquote bereits eingef\u00fchrt oder stehen kurz davor.<\/p> <p>L\u00e4nderspezifische Vorteile und Herausforderungen<\/p> <p>Frauen in aufstrebenden L\u00e4ndern sehen sich jedoch auch zahlreichen Herausforderungen gegen\u00fcber. So sind Frauen in L\u00e4ndern mit hoher Kriminalit\u00e4tsrate, wie Brasilien und Indien, auf ihrem Weg zur Arbeit einer hohen Gefahr vor \u00dcberf\u00e4llen ausgesetzt. Besonders in Indien, China und den VAE werden Frauen aufgrund ihres Geschlechts oft gegen\u00fcber ihren m\u00e4nnlichen Kollegen benachteiligt. Die arabische Gesch\u00e4ftswelt ist von M\u00e4nnern dominiert. Frauen m\u00fcssen f\u00fcr ihre Anerkennung und Akzeptanz k\u00e4mpfen, so das Urteil des \u00e4gyptisch-st\u00e4mmigen L\u00e4nderexperten. Die Erziehung der Kinder und Pflege der Eltern f\u00e4llt in diesen L\u00e4ndern meist in den Aufgabenbereich der Frau, was neben einem anspruchsvollen Job eine starke Zusatzbelastung darstellt. Frauen m\u00fcssen sich sehr bem\u00fchen, um die vielf\u00e4ltigen Anforderungen von Arbeit und Privatleben in Einklang zu bringen, fasst Bassam Elemam zusammen.<\/p> <p>Jedoch bieten die Emerging Markets Frauen auch zahlreiche Vorteile: Dank der preiswerten Unterst\u00fctzung bei Kinderbetreuung und Haushaltsf\u00fchrung sind Frauen st\u00e4rker entlastet. W\u00e4hrend in Deutschland vor allem die Versorgung der Kinder ein gro\u00dfes Problem darstellt und die unzureichende Anzahl an KITA-Pl\u00e4tzen regelm\u00e4\u00dfig moniert wird, k\u00f6nnen sich Frauen in China aufgrund der engen Familienbande auf viele helfende H\u00e4nde innerhalb der Familie verlassen. Auch Unternehmen fangen an umzudenken und richten sich auf die speziellen Bed\u00fcrfnisse von Frauen zunehmend ein. So bieten einige Unternehmen Mentorenprogramme f\u00fcr Frauen an und unterst\u00fctzen den Aufbau von Frauennetzwerken.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> ICUnet.AG<br \/> Daniel Auwermann<br \/> Fritz-Sch\u00e4ffer-Promenade 1<\/p> <p>94032 Passau<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: presse@icunet.ag<br \/> Homepage: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.icunet.ag\" title=\"Partner f\u00fcr Fragen der Internationalisierung\" >http:\/\/www.icunet.ag<\/a><br \/> Telefon: 0851 988666-20<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> ICUnet.AG<br \/> Daniel Auwermann<br \/> Fritz-Sch\u00e4ffer-Promenade 1<\/p> <p>94032 Passau<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: presse@icunet.ag<br \/> Homepage: http:\/\/<br \/> Telefon: 0851 988666-20<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(ddp direct)Laut einer Studie der Boston Consulting Group bel\u00e4uft sich das weltweite Einkommen von M\u00e4nnern derzeit auf 23,4 Billionen US-Dollar und betr\u00e4gt somit \u00fcber das Doppelte des von Frauen erwirtschafteten Einkommens (10,5 Billionen US-Dollar). 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