{"id":389,"date":"2008-06-24T21:58:04","date_gmt":"2008-06-24T20:58:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/journalisten-schreiben-zu-oft-voneinander-ab-10389\/"},"modified":"2026-01-21T10:35:45","modified_gmt":"2026-01-21T09:35:45","slug":"journalisten-schreiben-zu-oft-voneinander-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/journalisten-schreiben-zu-oft-voneinander-ab-10389\/","title":{"rendered":"Journalisten schreiben zu oft voneinander ab"},"content":{"rendered":"<p> <font size=\"-1\"><strong>Studie fordert mehr Qualit\u00e4t bei Online-Recherche<\/strong><\/font><\/p> <table style=\"float: right; width: 168px\" border=\"0\" cellpadding=\"5\" cellspacing=\"0\"> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ededed\"> <table border=\"0\" cellpadding=\"3\" cellspacing=\"0\" width=\"168\"> <tr> <td align=\"center\"><\/td> <\/tr> <tr> <td colspan=\"2\" class=\"txtklein\" align=\"center\"><!-- copyrighttext -->Das Internet ist ein wichtiges Rechercheinstrument f\u00fcr Journalisten (Foto: pixelio.de, tommyS)<!-- end copyrighttext --><\/td> <\/tr> <\/table> <\/td> <\/tr> <\/table> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"> <span class=\"txt\"> <!--PTE:ORT-->D\u00fcsseldorf (pte\/24.06.2008\/11:48) &#8211; Das Internet hat gravierende Auswirkungen auf die journalistische Arbeitsweise. Insbesondere die Schnelligkeit der Informationsbeschaffung und die Vielfalt der dort zu findenden Inhalte bieten erhebliche Vorteile.<\/span><\/font><!--more--><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"><span class=\"txt\"> Doch aus ver\u00e4nderten Arbeitsbedingungen in Redaktionen erwachsen auch Risiken und Qualit\u00e4tsm\u00e4ngel. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Landesanstalt f\u00fcr Medien Nordrhein-Westfalen <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.lfm-nrw.de\/\"  target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.lfm-nrw.de<\/a> , die erstmals gro\u00dffl\u00e4chig das Thema Online-Recherche in deutschen Zeitungs-, Fernseh-, H\u00f6rfunk- und Internetredaktionen unter die Lupe genommen hat. Demnach findet eine \u00dcberpr\u00fcfung von Online-Quellen nur selten statt. Zudem greifen Journalisten bei ihrer Recherche im Netz zu oft auf andere journalistische Erzeugnisse zur\u00fcck anstatt auf Prim\u00e4rquellen wie etwa Webseiten von politischen, wissenschaftlichen oder kulturellen Einrichtungen.<\/span><\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\">&#8222;Das Internet bietet Journalisten eine Reihe von Vorteilen&#8220;, erkl\u00e4rt Marcel Machill, Studienautor und Professor f\u00fcr Journalistik an der Universit\u00e4t Leipzig http:\/\/www.uni-leipzig.de , im Gespr\u00e4ch mit pressetext. Einfachere und schnellere Recherchem\u00f6glichkeiten seien aber nur eine Seite der Medaille, mit dem Einzug des Internets in den journalistischen Alltag seien auch einige Gefahren verbunden. &#8222;Am meisten beunruhigt uns, dass Journalisten, wenn sie online recherchieren, zu viel von Kollegen abschreiben&#8220;, betont Machill. Computergest\u00fctzte Recherche mache es Medienschaffenden noch einfacher, schnell nachzuschauen, was die Kollegen zu einem aktuellen Thema erarbeitet haben. &#8222;Einen gewissen Grad an Selbstreferentialit\u00e4t gab es im Journalismus schon immer. Doch durch das Internet nimmt dessen Anteil deutlich zu&#8220;, erg\u00e4nzt Machill. Diese Entwicklung berge die Gefahr, dass es aufgrund des Abschreibens zu einer zunehmenden Vereinheitlichung der Berichterstattung komme. &#8222;Ein kreativer Ansatz geht so oft im journalistischen Mainstream unter&#8220;, kritisiert Machill.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\">Laut der Untersuchung ist das Telefon nach wie vor das wichtigste Rechercheinstrument f\u00fcr Journalisten. &#8222;Das h\u00e4ngt aber auch von der Art des Medienunternehmens und der Recherche ab. Bei Online-Journalisten etwa liegt eindeutig das Internet vorne&#8220;, r\u00e4umt Machill ein. Besonders gefragt seien Internet-Suchmaschinen, allen voran Google. Wer dort beispielsweise zu einem aktuellen journalistischen Thema als Experte unter den ersten zehn Treffern gelistet ist, habe gr\u00f6\u00dfere Chancen von Journalisten interviewt zu werden. Gerechtfertigt wird dieses Vorgehen von Journalistenseite mit strukturellen Gr\u00fcnden wie personellen Engp\u00e4ssen und Zeitmangel im Redaktionsalltag. &#8222;Journalisten sollten mit offenem Auge und Herzen an eine Recherche herangehen. Bewusstseinsmachung w\u00e4re in dieser Hinsicht ein wichtiger Schritt&#8220;, meint Machill.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\">Gemeinsam mit seinem Forschungsteam vom Lehrstuhl f\u00fcr Journalistik II hat Machill insgesamt 34 Medienangebote wie Tageszeitungen, \u00f6ffentlich-rechtliche und private H\u00f6rfunk- und TV-Sender oder redaktionelle Onlineangebote untersucht. &#8222;Unsere Untersuchung ist die am breitesten angelegte Journalisten-Studie, die es derzeit gibt&#8220;, stellt Machill fest. \u00dcber 600 Journalisten sind hierf\u00fcr schriftlich befragt und 235 bei ihrer Arbeit beobachtet worden. &#8222;Ich glaube, dass in Zukunft die Schere zwischen Qualit\u00e4ts- und Copy-Paste-Journalismus weiter auseinander gehen wird. Die Qualit\u00e4tsmedien werden aber erkennen, dass ihr Publikum nur dann gehalten werden kann, wenn sie origin\u00e4r arbeiten&#8220;, so Machill abschlie\u00dfend. (Ende)<br \/> <br clear=\"all\" \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/\"  target=\"_new\" rel=\"noopener\"><\/a><br \/> Aussender: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/\"  target=\"_new\" rel=\"noopener\">pressetext.deutschland<\/a><br \/> Redakteur:                        Markus Steiner<br \/> email: <a href=\"mailto:steiner%40pressetext.com\">steiner@pressetext.com<\/a><br \/> Tel. +43-1-81140-317   <\/font><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Studie fordert mehr Qualit\u00e4t bei Online-Recherche Das Internet ist ein wichtiges Rechercheinstrument f\u00fcr Journalisten (Foto: pixelio.de, tommyS) D\u00fcsseldorf (pte\/24.06.2008\/11:48) &#8211; Das Internet hat gravierende Auswirkungen auf die journalistische Arbeitsweise. 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