{"id":39127,"date":"2011-12-13T11:43:49","date_gmt":"2011-12-13T10:43:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=39127"},"modified":"2026-01-30T11:49:50","modified_gmt":"2026-01-30T10:49:50","slug":"blutdruckkontrolle-koennte-besser-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/blutdruckkontrolle-koennte-besser-sein-1039127\/","title":{"rendered":"Ungenaue Blutdruckmessungen k\u00f6nnen erhebliche Auswirkungen auf die Hochdruckbehandlung haben"},"content":{"rendered":"<p>Blutdruckkontrolle k\u00f6nnte besser sein<\/p> <p>Behandlungsfehler durch mangelhafte Methoden bei der Blutdruckmessung?<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 12. Dezember 2011<\/p> <p>Einige \u00c4rzte halten sich bei der Blutdruckkontrolle ihrer Patienten offenbar nicht an die offiziellen Empfehlungen. Dadurch werden viele Patienten falsch beurteilt, was m\u00f6glicherweise Konsequenzen f\u00fcr ihre Behandlung hat. Gretchen Ray und Kollegen vom University of New Mexico College of Pharmacy haben in einer Studie Routineblutdruckkontrollen an Kliniken mit Messungen verglichen, die auf den neuesten Richtlinien basieren. <!--more-->Bei 93 Prozent der Patienten ergaben die Blutdruckmessungen unterschiedliche Werte. Die Ergebnisse der Studie\u00b9 erscheinen jetzt online in der Springer-Fachzeitschrift Journal of General Internal Medicine.\u00b2<\/p> <p>Im Jahr 2005 ver\u00f6ffentlichte die American Heart Association (AHA) neue Empfehlungen zur Durchf\u00fchrung einer Blutdruckkontrolle, um dadurch genaue und konsistente Blutdruckmessungen zu gew\u00e4hrleisten. Unterschiedliche Faktoren wie K\u00f6rperhaltung, Armposition, Rechts-links-Unterschiede, Manschettengr\u00f6\u00dfe und -position k\u00f6nnen die Messungen beeinflussen.<\/p> <p>Ray und Kollegen verglichen die Blutdruckwerte von 40 Patienten: zun\u00e4chst wurde nach der herk\u00f6mmlichen, in Kliniken routinem\u00e4\u00dfig angewandten Methode gemessen. Im Vergleich dazu wurde dann der Blutdruck nach der empfohlenen AHA-Methode ermittelt. Nach diesen beiden unterschiedlichen Messverfahren erstellten die Wissenschaftler f\u00fcr jeden Patienten zwei medizinische Profile. Sie umfassten Anamnese, Medikation, Medikamentenallergien, Vitalzeichen, eventuell bestehende Schmerzzust\u00e4nde, Untersuchungsergebnisse und Laborwerte u.a. auch die zwei letzten Blutdruckmesswerte. Drei \u00c4rzte beurteilten diese Profile und gaben daraufhin eine Empfehlung zur Behandlung von m\u00f6glichem Bluthochdruck ab.<\/p> <p>Ray und ihre Kollegen stellten fest, dass die individuellen Messwerte zwischen den beiden Methoden ganz erheblich variierten. Bei bis zu 93 Prozent der Patienten differierten die Blutdruckwerte bei beiden Methoden deutlich (entweder \u00fcber 5 mmHg systolisch oder \u00fcber 2 mmHg diastolisch), mit den entsprechenden Implikationen f\u00fcr m\u00f6gliche kardiovaskul\u00e4re Komplikationen.<\/p> <p>Die Wissenschaftler beobachteten zahlreiche technische Messfehler, die f\u00fcr die Unterschiede zwischen den Blutdruckwerten verantwortlich waren. Bei der herk\u00f6mmlichen Methode kam es pro Patient zu durchschnittlich vier von zehn m\u00f6glichen Fehlern (wie sie von der AHA definiert wurden). Der h\u00e4ufigste Fehler war, dass der Blutdruck nicht an beiden Armen gemessen worden war, vermutlich, um Zeit zu sparen. Die ben\u00f6tigte Messzeit nach der AHA-Methode lag bei \u00fcber acht Minuten (bedingt durch die erforderlichen f\u00fcnf Minuten Ruhezeit zwischen der Messung an dem jeweils anderen Arm), w\u00e4hrend die herk\u00f6mmlich angewandte Methode in lediglich zwei Minuten durchgef\u00fchrt werden konnte.<\/p> <p>Schaut man sich die hypothetisch verordnete Blutdrucktherapie durch die drei \u00c4rzte an, so w\u00e4ren 45 Prozent der Patienten aufgrund ihrer unterschiedlichen Profile auch unterschiedlich behandelt worden.<\/p> <p>Dazu Ray: \u201eUngenaue Blutdruckmessungen sind gang und g\u00e4be. Sie k\u00f6nnen erhebliche Auswirkungen auf die Hochdruckbehandlung haben. Die AHA-Empfehlungen f\u00fcr exakte Blutdruckmessungen m\u00fcssen dem Klinikpersonal in Schulungen vermittelt und in die Praxis umgesetzt werden. Genauere Blutdruckwerte k\u00f6nnen zu besseren Therapieentscheidungen f\u00fchren.\u201c<\/p> <p>Quelle<br \/> 1. Ray GM et al (2011). Blood pressure monitoring technique impacts hypertension treatment. Journal of General Internal Medicine. DOI 10.1007\/s11606-011-1937-9<br \/> 2. The Journal of General Internal Medicine is the official journal of the Society of General Internal Medicine.<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel. +49-6221-487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blutdruckkontrolle k\u00f6nnte besser sein Behandlungsfehler durch mangelhafte Methoden bei der Blutdruckmessung? New York \/ Heidelberg, 12. 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