{"id":39391,"date":"2011-12-15T14:32:28","date_gmt":"2011-12-15T13:32:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=39391"},"modified":"2011-12-15T14:33:00","modified_gmt":"2011-12-15T13:33:00","slug":"hoeheres-risiko-bei-neuen-modellen-fuer-kniegelenkersatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/hoeheres-risiko-bei-neuen-modellen-fuer-kniegelenkersatz-1039391\/","title":{"rendered":"Orthop\u00e4den m\u00fcssen eine steile Lernkurve durchlaufen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Springer-Fachzeitschrift Clinical Orthopaedics and Related Research \" src=\"http:\/\/images.springer.com\/cda\/content\/image\/cda_displayimage.jpg?SGWID=0-0-16-364915-0\" alt=\"\" width=\"75\" height=\"99\" \/>H\u00f6heres Risiko bei neuen Modellen f\u00fcr Kniegelenkersatz<\/p> <p>Bei einer Kniegelenk-OP, die noch nicht lange erprobt ist, steigt das Risiko f\u00fcr eine baldige Folgeoperation<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 14. Dezember 2011<\/p> <p>Orthop\u00e4den m\u00fcssen eine steile Lernkurve durchlaufen, um neue Prothesen samt entsprechender Instrumente und Methoden kennenzulernen, bevor sie diese neuen Modelle f\u00fcr ein k\u00fcnstliches Knie genauso sicher und wirksam beherrschen wie die Vorl\u00e4ufermodelle. <!--more-->Wird einem Patienten ein bislang noch nicht erprobtes Prothesenmodell eingesetzt, so liegt die Wahrscheinlichkeit, dass er fr\u00fchzeitig eine weitere Folgeoperation braucht, bei 48 Prozent im Vergleich zu den herk\u00f6mmlichen Prothesen. Dies gilt f\u00fcr die ersten 15 Operationen bei dem neuen Modell. Die Arbeit von Mikko Peltola vom National Institute for Health and Welfare in Finnland und seinen Kollegen wird in der Springer-Fachzeitschrift Clinical Orthopaedics and Related Research online ver\u00f6ffentlicht.<\/p> <p>Der Ersatz bzw. die Arthroplastik des gesamten Knies wird bei Patienten durchgef\u00fchrt, die an einer Kniearthrose leiden. Es gibt eine gro\u00dfe Anzahl verschiedener Hersteller und Modelle von Knieendoprothesen, die eingesetzt werden k\u00f6nnen. Mit den neuen Technologien, Marketingma\u00dfnahmen und einer wachsenden Anzahl von Patienten, die eine Knieoperation ben\u00f6tigen, kommen st\u00e4ndig neue Modelle auf den Markt.<\/p> <p>Dem Krankenhauspersonal f\u00e4llt bei der Auswahl der Implantate und Instrumente eine wichtige Rolle zu, denn diese Entscheidung hat Auswirkungen auf die betroffenen Patienten. Nach Aussage der Wissenschaftler verwenden Kliniken aber h\u00e4ufig neue Modelle und Verfahren, ohne Wirksamkeit und der Nutzen zu hinterfragen.<\/p> <p>Peltola und sein Team haben die Risiken untersucht, inwieweit die Verwendung neuer Modelle einer Total-Knieendoprothese eine fr\u00fchzeitige Folgeoperation bedeutet. Auf der Grundlage von Daten des finnischen Arthroplastik-Registers untersuchten sie Kliniken, die zwischen 1998 und 2004 Eingriffe durchgef\u00fchrt haben, bei denen das gesamte Knie wegen Prim\u00e4r-Arthrose ersetzt wurde. Von insgesamt 23.707 Patienten, die sich einem derartigen chirurgischen Eingriff unterzogen haben, wurden 22.551 Personen f\u00fcnf Jahre lang regelm\u00e4\u00dfig nachuntersucht.<\/p> <p>Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei den ersten Patienten, bei denen das neue Endoprothesen-Modell eingesetzt wurde, die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Operation gr\u00f6\u00dfer war. F\u00fcr die ersten 15 Patienten, bei denen das neue Modell eingesetzt wurde, war die Wahrscheinlichkeit einer Folgeoperation um 48 Prozent h\u00f6her als bei Patienten, bei denen ein konventionelles Modell verwendet worden war. Insgesamt war das Risiko einer Folgeoperation in den ersten zwei Jahren nach der OP am h\u00f6chsten. Der Lernkurve flachte sich nach den ersten 15 Operationen, in denen das neue Modell zum Einsatz gekommen war, schnell wieder ab und das Risiko ging zur\u00fcck.<\/p> <p>F\u00fcr die Autoren bedeutet dies: &#8222;Die Patienten sollten dar\u00fcber informiert werden, wenn ein v\u00f6llig neues Prothesen-Modell bei ihnen eingesetzt werden soll. Sie sollen auch die M\u00f6glichkeit haben, sich f\u00fcr das bisherige Verfahren entscheiden zu k\u00f6nnen. Auch wenn die Einf\u00fchrung neuer Modelle unerl\u00e4\u00dflich ist, so muss dennoch gew\u00e4hrleistet werden, dass die neue Technologie beherrscht wird.\u201c<\/p> <p>Quelle<br \/> Peltola M et al (2011). Introducing a knee endoprosthesis model increases risk of early revision surgery. Clinical Orthopaedics and Related Research.DOI 10.1007\/s11999-011-2171-9<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel. +49-6221-487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00f6heres Risiko bei neuen Modellen f\u00fcr Kniegelenkersatz Bei einer Kniegelenk-OP, die noch nicht lange erprobt ist, steigt das Risiko f\u00fcr eine baldige Folgeoperation New York \/ Heidelberg, 14. 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