{"id":39675,"date":"2011-12-16T12:33:50","date_gmt":"2011-12-16T11:33:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=39675"},"modified":"2025-03-28T11:59:39","modified_gmt":"2025-03-28T10:59:39","slug":"klima-bilanz-2010-allein-in-deutschland-13-millionen-schaeden-durch-naturereignisse-kosten-steigen-auf-15-milliarden-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/klima-bilanz-2010-allein-in-deutschland-13-millionen-schaeden-durch-naturereignisse-kosten-steigen-auf-15-milliarden-euro-1039675\/","title":{"rendered":"GDV-Klimastudie: Extreme Unwetter nehmen zu"},"content":{"rendered":"<p>(ddp direct)Berlin (gdv.de) Der Klimawandel ist l\u00e4ngst in Deutschland angekommen. Das belegen aktuelle Zahlen, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute in Berlin vorstellte. Danach verdoppelte sich 2010 die Anzahl der Sch\u00e4den von Naturgewalten in Deutschland auf insgesamt 1,3 Millionen Ereignisse. Die Kosten daf\u00fcr kletterten ebenfalls nach oben. Die deutschen Hausrat- und Wohngeb\u00e4udeversicherer zahlten im vergangenen Jahr insgesamt 1,5 Milliarden Euro f\u00fcr Sturm-, Hochwasser- und Starkregensch\u00e4den. H\u00f6here Ausgaben hatten die Sachversicherer zuletzt im Kyrill-Jahr 2007 und beim Elbe-Hochwasser 2002, sagt J\u00f6rg von F\u00fcrstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrung.<\/p> <p><!--more-->F\u00fcr das laufende Jahr kann ebenfalls keine Entwarnung gegeben werden. Zunehmend gewinnen regionale Wetterereignisse an Bedeutung. Die zahlreichen Unwetter, insbesondere die schweren Hagelereignisse in Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz, haben in diesem Jahr auf wenigen Quadratkilometern insgesamt \u00fcber 500 Millionen Euro Schaden verursacht, so von F\u00fcrstenwerth. Der Klimawandel ist l\u00e4ngst vor unserer Haust\u00fcr angekommen.<\/p> <p>GDV-Klimastudie: Extreme Unwetter nehmen zu<\/p> <p>Die Aussichten sind nicht besser: Es mehren sich die Anzeichen, dass extreme Unwetter k\u00fcnftig zunehmen werden. So kam die GDV-Klimastudie, die im Mai dieses Jahres ver\u00f6ffentlichte wurde, zu dem Schluss, dass extreme Hochwasserereignisse, die heute alle 50 Jahre wiederkehren, zuk\u00fcnftig alle 25 Jahre auftreten k\u00f6nnen. Dabei wurden auch die so genannten Vb-Wetterlagen untersucht, die Ausl\u00f6ser des Elbehochwassers 2002 in Deutschland waren. Diese werden in Zukunft sogar mit ergiebigeren Niederschl\u00e4gen auftreten, sodass langfristig gerade in den Sommermonaten mit einer Versch\u00e4rfung der Hochwassersituation gerechnet werden muss. Auch einzelne, extreme Sturmereignisse werden in Zukunft \u00f6fter auftreten und deutlich gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den an Geb\u00e4uden verursachen als heute.<\/p> <p>Vor diesem Hintergrund ist der Durban-Kompromiss ein wichtiger, wenn auch nur kleiner Schritt nach vorn res\u00fcmiert von F\u00fcrstenwerth. Es ist ungewiss, ob ab 2020 die Treibhausgase noch rechtzeitig gesenkt werden k\u00f6nnen, um das 2\u00b0C Ziel zu erreichen.<\/p> <p>70 Prozent der Hausbesitzer in Deutschland nicht richtig versichert<\/p> <p>Die deutschen Versicherer wollen sich zuk\u00fcnftig verst\u00e4rkt um Aufkl\u00e4rung bem\u00fchen. Neben Ma\u00dfnahmen zur Schadenpr\u00e4vention soll vor allem der Versicherungsschutz durch Naturgefahren im Mittelpunkt stehen. Keine leichte Aufgabe, denn nach wie vor sind 70 Prozent der Hausbesitzer in Deutschland nicht umfassend gegen Naturgefahren, wie Hochwasser, \u00dcberschwemmung und Sturzfluten, versichert. Fast jeder Hausbesitzer ist zwar \u00fcber die Wohngeb\u00e4udeversicherung vor Sturm- und Hagelrisiken gesch\u00fctzt, erkl\u00e4rt von F\u00fcrstenwerth. Eine Elementarschadenversicherung, die greift wenn etwa \u00dcberschwemmungen oder Starkregen-Ereignisse Keller \u00fcberfluten, besitzt nur eine Minderheit.<br \/> Besonders alarmierend: In einer repr\u00e4sentativen GDV-Umfrage vom Sommer dieses Jahres sagten rund 40 Prozent der Befragten, dass Wissenschaftler, Politiker und Medien die negativen Folgen des Klimawandels \u00fcbertreiben.<\/p> <p>Informationskampagnen starten 2012<\/p> <p>Die Bedeutung des Versicherungsschutzes gegen Elementargefahren wird angesichts der Klimaver\u00e4nderungen weiter zunehmen. Aus diesem Grund starten im kommenden Jahr mehrere Informationskampagnen. Mit dem Bundesland Bayern hat die Versicherungswirtschaft bereits 2008 eine gemeinsame Aufkl\u00e4rungskampagne gestartet. 2012 werden die Versicherer in Sachsen und Niedersachsen vergleichbare Kampagnen mit den jeweiligen Landesregierungen durchf\u00fchren. Die Kampagnen weisen die B\u00fcrger darauf hin, dass Eigenvorsorge Vorrang vor staatlichen Hilfsleistungen hat und ein umfassender Versicherungsschutz gegen Natursch\u00e4den in den meisten F\u00e4llen m\u00f6glich ist.<\/p> <p>Studienergebnisse online: www.gdv.de\/klimawandel<\/p> <p>Auf der Internetseite www.gdv.de\/klimawandel sind s\u00e4mtliche Ergebnisse der GDV-Klimastudie abrufbar. J\u00fcngste Erg\u00e4nzungen informieren \u00fcber Arbeiten zu den Anpassungs- und Vermeidungsstrategien und geben detailliierte Einblicke in die Studienergebnisse zur Gefahr Hochwasser.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft<br \/> Christian L\u00fcbke<br \/> Wilhelmstra\u00dfe \/G 43<\/p> <p>10117 Berlin<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: c.luebke@gdv.de<br \/> Homepage: http:\/\/shortpr.com\/4cs5yd<br \/> Telefon: 030\/2020-5116<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft<br \/> Christian L\u00fcbke<br \/> Wilhelmstra\u00dfe \/G 43<\/p> <p>10117 Berlin<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: c.luebke@gdv.de<br \/> Homepage: http:\/\/<br \/> Telefon: 030\/2020-5116<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(ddp direct)Berlin (gdv.de) Der Klimawandel ist l\u00e4ngst in Deutschland angekommen. 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