{"id":39816,"date":"2011-12-19T16:10:55","date_gmt":"2011-12-19T15:10:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=39816"},"modified":"2018-10-17T10:10:10","modified_gmt":"2018-10-17T09:10:10","slug":"koronare-herzerkrankung-vor-der-stent-implantation-kommt-die-druckdrahtmessung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/koronare-herzerkrankung-vor-der-stent-implantation-kommt-die-druckdrahtmessung-1039816\/","title":{"rendered":"Vor der Stent-Implantation kommt die Druckdrahtmessung"},"content":{"rendered":"<p>Die Messung des Blutdrucks im Herzgef\u00e4\u00df verbessert die Prognose der Patienten<\/p> <p>Eschborn, den 28. November 2011 &#8211; Wenn die Herzgef\u00e4\u00dfe verengt sind, wenn Fettablagerungen den Blutfluss einschr\u00e4nken, wenn sich Entz\u00fcndungen im Gef\u00e4\u00df bilden, dann wird oft ein Stent, eine Gef\u00e4\u00dfst\u00fctze, eingesetzt. Stents werden zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit, eine Erkrankung der Herzkranzgef\u00e4\u00dfe, verwendet.<\/p> <p>Die koronare Herzkrankheit ist die h\u00e4ufigste Form der Herzkrankheiten und betrifft Millionen Menschen weltweit. <!--more-->Verursacht wird die Krankheit durch Verengungen oder Blockaden der Herzkranzgef\u00e4\u00dfe, welche die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Herzens beeintr\u00e4chtigen. Stents weiten die verengte Stelle, lassen das Blut wieder flie\u00dfen und stellen die Sauerstoffversorgung des Herzens sicher. Was sich einfach anh\u00f6rt, wird auch schnell gemacht. Allein 2009 wurden in 270.000 F\u00e4llen Stents eingesetzt1.<\/p> <p>Das Einsetzen eines Stents kann, muss aber nicht, die beste Therapie f\u00fcr einen Patienten sein. Es gibt noch andere M\u00f6glichkeiten, Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung zu therapieren, wie zum Beispiel mit einer Bypass-Operation oder speziellen Medikamenten. Ein Arzt entscheidet f\u00fcr oder wider einen Stent auf Grund von diagnostischen Verfahren zusammen mit anderen Faktoren, wie z.B. das Komplikationsrisiko von blutverd\u00fcnnenden Medikamenten, die nach einem Stent eingenommen werden m\u00fcssen.<\/p> <p>* Wie stellt ein Arzt die Diagnose und entscheidet \u00fcber die Therapie?<br \/> Es gibt f\u00fcr einen Arzt verschiedene Optionen, die ihm bei seiner Therapieentscheidung unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Ein \u00fcbliches Verfahren ist die Koronarangiographie. Dies ist eine R\u00f6ntgenuntersuchung der Herzkranzgef\u00e4\u00dfe, die zeigt, wo sich in den Gef\u00e4\u00dfen Verengungen (Stenosen) in welchem Ausma\u00df befinden. Sie kann aber nicht immer eine klare Aussage treffen, ob diese Verengung an dieser Stelle wirklich die Beschwerden verursacht bzw. eine Dehnung den Blutfluss verbessert.<\/p> <p>Noch schwieriger wird es, wenn gleich mehrere Gef\u00e4\u00dfe betroffen sind. Welche dieser Verengungen ist denn f\u00fcr die schlechte Blutversorgung des Herzens verantwortlich? Die Frage kann nicht immer eindeutig beantwortet werden. Vorsorglich werden oftmals Stents eingesetzt, auch wenn die Indikation nicht deutlich gesichert ist. Sicher ist sicher.<\/p> <p>Die sogenannte Druckdrahtmessung &#8211; oder Messung der fraktionellen Flussreserve (FFR) &#8211; ist ein Verfahren, mit dem die Schwere einer Gef\u00e4\u00dfverengung gemessen wird, um sicher aussagen zu k\u00f6nnen, ob die Verengung f\u00fcr die Beschwerden verantwortlich ist und ob eine Dehnung des Gef\u00e4\u00dfes den Blutfluss und damit die Blutversorgung des Herzens verbessert.<\/p> <p>Ein Druckmessdraht, der w\u00e4hrend der FFR-Untersuchung in das Gef\u00e4\u00df eingef\u00fchrt wird, misst den Druck vor und hinter der Verengung. In einem gesunden Gef\u00e4\u00df liegt der Wert der FFR \u00fcberall bei eins. Bei einer Gef\u00e4\u00dfverengung zeigt der Quotient aus den Werten vor und hinter der Verengung, wie stark der Blutfluss beeintr\u00e4chtigt ist. Bei einem Ergebnis zwischen 0,8 und eins, d.h. 80 bis 100 Prozent des Blutes flie\u00dfen durch, kann ein Stent keine Verbesserung bringen; liegt der Wert unter 0,75, dann ist eine Erweiterung des Gef\u00e4\u00dfes erforderlich und im medizinischen Sinn sinnvoll.<\/p> <p>* Klinische Studie best\u00e4tigt die Vorteile<br \/> Die FAME Studie ist eine in Europa und USA durchgef\u00fchrte Untersuchung, an der 1.005 Patienten mit mehreren verengten Koronargef\u00e4\u00dfen teilnahmen. Zwei Gruppen wurden durch Los (Randomisierung) gebildet: Die Teilnehmer der ersten Gruppe bekamen auf Grund der alleinigen Ergebnisse der Angiographie Stents eingesetzt. Bei den Patienten der zweiten Gruppe untersuchten die \u00c4rzte die Stenosen zuerst mit der FFR-Messung. Nur wenn der Blutfluss eindeutig eingeschr\u00e4nkt war, wurde in die verengte Stelle ein Stent eingesetzt. Bei dieser Studie wurde nur der Druckdraht von St. Jude Medical, PressureWire\u2122 eingesetzt.<\/p> <p>Die Ergebnisse der FAME2 Studie, die 2009 ver\u00f6ffentlicht wurden, zeigten die Vorteile dieses Verfahrens. Im ersten Jahr danach traten bei dieser Gruppe deutlich weniger (25 Prozent) schwerwiegende Ereignisse wie Herzinfarkt und Tod auf. Ein Jahr sp\u00e4ter wurden diese Ergebnisse nochmals best\u00e4tigt, mit einem reduzierten Sterblichkeits- oder Herzinfarktrisiko von 34 Prozent bei der FFR-gef\u00fchrten Gruppe im Vergleich zu der Gruppe, deren Diagnose nur auf eine Angiographie beruhte.<\/p> <p>* FFR-Messung ist leitliniengerecht<br \/> Die klinischen Vorteile der FFR-Messung haben auch die Europ\u00e4ische Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie \u00fcberzeugt. Im vergangenen Jahr wurde die FFR-Messung in die Leitlinien aufgenommen.<\/p> <p>&#8222;Der Wert der FFR-Messung ist klinisch gesichert und wurde in vielen Untersuchungen validiert&#8220;, best\u00e4tigt Professor Volker Klauss, Kardiologe aus M\u00fcnchen. &#8222;Deshalb sollte sie zur Beurteilung von Stenosen als Standardverfahren eingesetzt werden&#8220;.<\/p> <p>Bei station\u00e4r durchgef\u00fchrter FFR-Messung werden die Patienten nicht durch Zusatzkosten belastet.<\/p> <p>Noch nicht alle Kliniken, die Herzkatheter-Untersuchungen anbieten, f\u00fchren auch FFR-Messungen durch. Um die Suche nach entsprechende Einrichtungen zu vereinfachen, hat z. B. das Medizintechnik-Unternehmen St. Jude Medical einen Klinikfinder f\u00fcr FFR-Messung auf seine Homepage www.sjm.de gestellt, der Patienten zug\u00e4nglich ist. Nach Eingabe eines Ortes oder einer Klinik werden die Einrichtungen mit Adressen und Telefonnummern aufgelistet.<\/p> <p>Weitere Informationen zu der FFR-Messung sind erh\u00e4ltlich \u00fcber die kostenlose Infoline: 0800-7374360 und auf der Webseite: www.ffr-messung.de.<\/p> <p>Quellen:<br \/> 1. Ernst Bruckenberger: Herzbericht 2009<br \/> 2. FAME-Studie: Torino p et al., NEJM 2009;360)<\/p> <p>* Zukunftsgerichtete Aussagen<br \/> Diese Pressemitteilung enth\u00e4lt zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act von 1995, die Risiken und Ungewissheiten enthalten. Solche zukunftsgerichteten Aussagen umfassen die Erwartungen, Pl\u00e4ne und Aussichten f\u00fcr das Unternehmen, wie potenzielle klinische Erfolge, erwartete beh\u00f6rdliche Genehmigungen und zuk\u00fcnftige Produkteinf\u00fchrungen sowie geplante Ertr\u00e4ge, Margen, Gewinne und Marktanteile.<\/p> <p>Die Aussagen des Unternehmens basieren auf den aktuellen Erwartungen der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und unterliegen bestimmten Risiken und Unsicherheiten, die dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, dass die tats\u00e4chlichen Ergebnisse von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen Ergebnissen abweichen.<\/p> <p>Zu diesen Risiken und Ungewissheiten z\u00e4hlen Marktbedingungen und weitere Faktoren au\u00dferhalb des Einflussbereichs des Unternehmens sowie die Risikofaktoren und andere Warnhinweise, die in den Einreichungen des Unternehmens bei der US-B\u00f6rsenaufsichtsbeh\u00f6rde SEC beschrieben werden, so zum Beispiel in den Abschnitten &#8222;Risk Factors&#8220; und &#8222;Cautionary Statements&#8220; im Jahresbericht des Unternehmens auf Formblatt 10-K f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr bis zum 1. Januar 2011 und im Quartalsbericht auf Formblatt 10-Q f\u00fcr das Quartal bis zum 2. Juli 2011.<\/p> <p>Das Unternehmen plant keine Aktualisierung dieser Aussagen und verpflichtet sich unter keinen Umst\u00e4nden dazu, jemandem eine solche Aktualisierung zukommen zu lassen. Das Unternehmen hat nicht die Absicht, diese Aussagen zu aktualisieren und \u00fcbernimmt keinerlei Verpflichtung, solche Aktualisierungen unter irgendwelchen Umst\u00e4nden oder gegen\u00fcber irgendwelchen Personen vorzunehmen.<\/p> <p>Foto: FFR Messung mittels eines Druckdrahts in einem Gef\u00e4\u00df<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> St. Jude Medical GmbH<br \/> Astrid Tinnemans<br \/> Helfmann-Park 1<\/p> <p>65760 Eschborn<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: atinnemans@sjm.com<br \/> Homepage: http:\/\/www.sjm.de<br \/> Telefon: 06196-7711203<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> St. Jude Medical GmbH<br \/> Astrid Tinnemans<br \/> Helfmann-Park 1<\/p> <p>65760 Eschborn<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: atinnemans@sjm.com<br \/> Homepage: http:\/\/www.sjm.de<br \/> Telefon: 06196-7711203<\/p> <p>Informieren Sie sich weiter Fachzeitschriften aus dem Bereich <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/seite\/p\/kat\/katid\/38\" title=\"Fachzeitschriften zum Thema Medizin\" >Medizin<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Messung des Blutdrucks im Herzgef\u00e4\u00df verbessert die Prognose der Patienten Eschborn, den 28. 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