{"id":40776,"date":"2011-12-28T13:05:33","date_gmt":"2011-12-28T12:05:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=40776"},"modified":"2011-12-28T13:05:33","modified_gmt":"2011-12-28T12:05:33","slug":"jagdstatistik-nie-gab-es-so-viel-rehe-und-wildschweine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/jagdstatistik-nie-gab-es-so-viel-rehe-und-wildschweine-1040776\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Jagd wird ihrem Auftrag der Bestandsregulierung nicht gerecht&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Streckenstatistik des Jagdverbandes\" src=\"http:\/\/1.bp.blogspot.com\/-8224W1xiADc\/Tvo_8l2L6LI\/AAAAAAAAG68\/p_Hu9LufwGs\/s1600\/Strecke+Schwarzwild+und+Rehwild+bis+2010.PNG\" alt=\"\" width=\"97\" height=\"108\" \/>Die Anzahl der Tiere, welche durch die Jagd get\u00f6tet werden, wird allj\u00e4hrlich vom Deutschen Jagdschutzverband ver\u00f6ffentlicht. F\u00fcr Lovis Kauertz spiegelt die Jahresstrecke der J\u00e4ger allerdings nur die halbe Wahrheit wider: &#8222;Viele Tierarten wie Schw\u00e4ne, Rabenv\u00f6gel, Kormorane, aber auch Hunde und Katzen, werden in der Jagdstatistik gar nicht erst erfasst, ebenso wenig wie nicht aufgefundene, den Verletzungen erlegene Tiere oder Opfer, die aus Bequemlichkeit nicht erfasst werden&#8220;, erl\u00e4utert der Vorsitzende von Wildtierschutz Deutschland e.V.<\/p> <p><!--more-->Die Streckenstatistik des Jagdverbandes weist j\u00e4hrlich etwa f\u00fcnf Millionen get\u00f6tete Wildtiere aus, darunter auch ein Teil der durch Verkehrsunf\u00e4lle umgekommenen Tiere. Die von Wildtierschutz Deutschland ver\u00f6ffentlichten Zahlen z\u00e4hlen \u00fcber neun Millionen Jagdopfer &#8211; 25.000 tote Tiere pro Tag!<\/p> <p>Der Sinn der Freizeitbesch\u00e4ftigung Jagd wird nicht mehr nur von wenigen Jagdkritikern hinterfragt. Inzwischen gibt es breite gesellschaftliche Str\u00f6mungen, welche eine grunds\u00e4tzliche Reform der Jagdgesetzgebung fordern. Im bev\u00f6lkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sieht man vor, die Jagd auf Hunde und Katzen zu unterbinden, die von vielen Seiten kritisierte Fallenjagd zu verbieten und die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren nicht mehr zu erm\u00f6glichen. \u00c4hnliche Planungen und Diskussionen stehen auf der politischen Tagesordnung im Saarland, in Schleswig-Holstein und selbst in Sachsen, wo die Fallenjagd eingeschr\u00e4nkt werden soll. Die Vergiftung von Mensch, Tier und Umwelt mit bleihaltiger Munition ist ein weiteres aktuelles Thema.<\/p> <p>Nie hat es in Deutschland so viel Rehe und Wildschweine gegeben, wie im letzten Jahrzehnt. W\u00e4hrend in den 1980er Jahren jedes Jahr noch etwa 800 &#8211; 900.000 Rehe und 150 &#8211; 250.000 Wildschweine erlegt wurden, waren es im letzten Jahrzehnt etwa 1 &#8211; 1,1 Millionen Rehe und 500 &#8211; 600.000 Wildscheine pro Jahr, Tendenz steigend. &#8222;Die Jagd wird ihrem Auftrag der Bestandsregulierung nicht gerecht&#8220; erl\u00e4utert Kauertz, &#8222;trotz der zunehmenden Intensivierung der Jagd, nicht selten in Armeest\u00e4rke von 200 &#8211; 300 Mann, und trotz Aufhebung von Schonzeiten wird das Wild nicht weniger sondern mehr.&#8220;<\/p> <p>Gr\u00fcnde liegen in der immensen Zuf\u00fchrung von Mastfutter durch J\u00e4ger und &#8211; wie Wildschweinkenner und J\u00e4ger Norbert Happ schon 2002 res\u00fcmierte &#8211; in der jagdlichen Zerst\u00f6rung der sozialen Ordnung der Tiere, die in unbejagten Best\u00e4nden die Reproduktion in Grenzen h\u00e4lt. Zu diesem Schluss kommt auch eine Langzeitstudie von Wissenschaftlern um Sabrina Servanty, die 2009 im renommierten &#8222;Journal of Animal Ecology&#8220; ver\u00f6ffentlicht wurde: je intensiver die Tiere bejagt werden, desto st\u00e4rker vermehren sie sich und desto h\u00f6her werden die Best\u00e4nde.<\/p> <p>Wildtierschutz Deutschland kritisiert ferner, dass es durch mangelndes Schie\u00dftraining und die Jagd in der D\u00e4mmerung oder w\u00e4hrend der Nacht regelm\u00e4\u00dfig zu schlechten Trefferquoten kommt. Untersuchungen zeigen, dass bei Gesellschaftsjagden auf Rehe, Hirsche oder Wildschweine nur jeder dritte bis vierte Schuss t\u00f6dlich ist. Bei der Jagd auf Wasserv\u00f6gel wird durch die breite Streuwirkung des Schrots ein gro\u00dfer Teil der Tiere &#8222;nur&#8220; verletzt und nicht sofort get\u00f6tet.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> Wildtierschutz Deutschland e.V.<br \/> Lovis Kauertz<br \/> Am Goldberg 5<\/p> <p>55435 Gau-Algesheim<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: lovis.kauertz@gmail.com<br \/> Homepage:<a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.wildtierschutz-deutschland.de\/\" title=\"Verein f\u00fcr den Schutz wilder Tiere\" > http:\/\/www.wildtierschutz-deutschland.de\/<\/a><br \/> Telefon: 0177 7230086<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> Wildtierschutz Deutschland e.V.<br \/> Lovis Kauertz<br \/> Am Goldberg 5<\/p> <p>55435 Gau-Algesheim<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: lovis.kauertz@gmail.com<br \/> Homepage: http:\/\/www.wildtierschutz-deutschland.de\/<br \/> Telefon: 0177 7230086<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anzahl der Tiere, welche durch die Jagd get\u00f6tet werden, wird allj\u00e4hrlich vom Deutschen Jagdschutzverband ver\u00f6ffentlicht. 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