{"id":41203,"date":"2012-01-04T14:20:56","date_gmt":"2012-01-04T13:20:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=41203"},"modified":"2014-10-05T13:58:12","modified_gmt":"2014-10-05T12:58:12","slug":"rauchgas-als-rohstoff-neu-entdeckte-mikroorganismen-verwerten-co2-besonders-gut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/rauchgas-als-rohstoff-neu-entdeckte-mikroorganismen-verwerten-co2-besonders-gut-1041203\/","title":{"rendered":"Kohlendioxid mit Mikroorganismen in Biomasse oder direkt zu Wertstoffen umwandeln"},"content":{"rendered":"<p>(ddp direct)Spezialisierte und hierf\u00fcr eigens entwickelte Mikroorganismen k\u00f6nnen CO2-haltige Rauchgase aus Braunkohlenkraftwerken direkt als Futter verwerten und selbst bei einer Temperatur von 60 Grad Celsius wachsen. Das ist das vielversprechende Zwischenergebnis der Forschungskooperation zwischen der RWE Power und der BRAIN AG. Vor genau zwei Jahren haben der Stromproduzent und das Biotechnologieunternehmen im Kraftwerk Niederau\u00dfem ihre Zusammenarbeit begonnen. <!--more-->Deren Ziel ist, Kohlendioxid mit Mikroorganismen in Biomasse oder direkt zu Wertstoffen umzuwandeln. Dabei sollen Mikroorganismen gez\u00fcchtet und mit ihnen innovative CO2-Umwandlungs- und Synthesewege erforscht werden. So entstehen Biomasse und industriell nutzbare Produkte wie neue Biomaterialien, Bio-Kunststoffe und chemische Zwischenprodukte. F\u00fcr die werden Anwendungsm\u00f6glichkeiten zum Beispiel als Bau- und D\u00e4mmstoff sowie zur Herstellung von Fein- und Spezialchemikalien wie m\u00f6glicherweise auch Massenchemikalien untersucht.<\/p> <p>BRAIN, ein f\u00fchrendes Unternehmen der Wei\u00dfen Biotechnologie, hat sowohl im eigenen BioArchiv als auch bei Probennahmen direkt im Rauchgas-Kanal des BoA-Kraftwerks in Niederau\u00dfem nach Mikroorganismen gesucht, die unter den Bedingungen im Rauchgas und unter Verwendung des CO2 wachsen k\u00f6nnen. Insgesamt wurden mehr als 3.000 Mikroorganismen darauf \u00fcberpr\u00fcft. 1.000 erf\u00fcllten das Anforderungsprofil. Im n\u00e4chsten Schritt sind die produktivsten Verwerter des Treibhausgases identifiziert und charakterisiert worden.<br \/> 29 Kandidaten, die besonders gute Wachstumseigenschaften aufzeigten, haben die Forscher inzwischen ausgew\u00e4hlt davon waren zehn bisher noch nicht bekannt beziehungsweise beschrieben. Das hat die genetische Charakterisierung der Mikroorganismen ergeben.<\/p> <p>Unsere Pionierarbeit bei der Suche nach biotechnologischen L\u00f6sungen der CO2-Umwandlung tr\u00e4gt erste Fr\u00fcchte: Wir gehen bei der Klimavorsorge weiter voRWEg, betont Dr. Johannes Heithoff, Leiter Forschung und Entwicklung bei RWE Power. Und weiter: Wir sind von den Resultaten, die das Forscherteam von BRAIN zusammen mit unseren Kraftwerksexperten erarbeitet hat, so \u00fcberzeugt, dass wir das Programm weiter ausbauen wollen. Bisher sind mehr als zwei Millionen Euro in das Forschungsvorhaben geflossen.<\/p> <p>Wir haben einen strategischen Meilenstein erreicht. Das zeigt: Wir sind auf einem sehr guten Weg. Dass RWE Power das Forschungsthema weiter ausbauen will, ist daf\u00fcr ein weiterer Beleg, erkl\u00e4rt BRAIN-Forschungsvorstand Dr. J\u00fcrgen Eck. Unser Ziel ist es, einen nachhaltigen Beitrag zur CO2-Nutzung in einem industriell skalierbaren System zu liefern. Dabei nutzen wir die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten, die die mikrobiellen Stoffwechsel\u00acwege und die Synthetische Biologie bieten, um durch leistungsstarke Designer-Mikroorganismen eine m\u00f6glichst effiziente CO2-Konversion zu erzielen, ist Eck optimistisch.<\/p> <p>RWE Power will den Bogen noch weiter schlagen und andere kohlenstoffreiche Abfallstr\u00f6me, die zum Beispiel in Abw\u00e4ssern, bei der Produktion von Lebensmitteln oder in Raffinerieprozessen entstehen, mit in das Projekt einbeziehen. Das Unternehmen will hierzu eine Innovationsallianz formieren, in der sich insgesamt 21 Industrieunternehmen, kleine, mittelst\u00e4ndische Unternehmen sowie akademische Forschungs\u00aceinrichtungen zusammenschlie\u00dfen, um im intensiven Austausch Projekte zur Nutzung dieser Abfallstr\u00f6me voranzutreiben.<\/p> <p>Im Innovationszentrum Kohle am Kraftwerksstandort Niederau\u00dfem b\u00fcndelt RWE Power die Aktivit\u00e4ten zur klimafreundlichen Kohleverstromung. Mit dem Ziel der Emissionsminderung betreibt das Unternehmen Deutschlands erste CO2-W\u00e4sche, eine Prototypanlage zur Vortrocknung von Braunkohle (WTA) und einen REAplus-Hochleistungsw\u00e4scher f\u00fcr eine verbesserte Staub- und Schwefeldioxid-Abtrennung aus dem Rauchgas. Alle Projekte, f\u00fcr die das Unternehmen mehr als 100 Millionen Euro aufbringt, arbeiten im Verbund mit dem zurzeit modernsten und effizientesten Braunkohlenkraftwerk der Welt (BoA 1).<\/p> <p>F\u00fcr Presser\u00fcckfragen:<br \/> RWE Power<br \/> Lothar Lambertz<br \/> Presse RWE Power<br \/> T 0201-12 23984<\/p> <p>BRAIN<br \/> Dr. Martin Langer<br \/> Corporate Development, BRAIN AG<br \/> T 06251-9331 16<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> BRAIN AG<br \/> Martin Langer<br \/> Darmst\u00e4dter Str. -36 34<\/p> <p>64673 Zwingenberg<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: ml@brain-biotech.de<br \/> Homepage: http:\/\/shortpr.com\/e31jgs<br \/> Telefon: +49-6251-9331-16<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> BRAIN AG<br \/> Martin Langer<br \/> Darmst\u00e4dter Str. -36 34<\/p> <p>64673 Zwingenberg<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: ml@brain-biotech.de<br \/> Homepage: http:\/\/<br \/> Telefon: +49-6251-9331-16<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(ddp direct)Spezialisierte und hierf\u00fcr eigens entwickelte Mikroorganismen k\u00f6nnen CO2-haltige Rauchgase aus Braunkohlenkraftwerken direkt als Futter verwerten und selbst bei einer Temperatur von 60 Grad Celsius wachsen. Das ist das vielversprechende Zwischenergebnis der Forschungskooperation zwischen der RWE Power und der BRAIN AG. Vor genau zwei Jahren haben der Stromproduzent und das Biotechnologieunternehmen im Kraftwerk Niederau\u00dfem ihre<\/p>\n","protected":false},"author":291,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8808],"tags":[],"class_list":["post-41203","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissenschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41203","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/291"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41203"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41203\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":172699,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41203\/revisions\/172699"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41203"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41203"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41203"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}