{"id":4604,"date":"2010-03-23T17:55:26","date_gmt":"2010-03-23T16:55:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=4604"},"modified":"2010-07-26T14:19:15","modified_gmt":"2010-07-26T13:19:15","slug":"kkv-fordert-rueckbesinnung-auf-ethische-prinzipien-der-sozialen-marktwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/kkv-fordert-rueckbesinnung-auf-ethische-prinzipien-der-sozialen-marktwirtschaft-104604\/","title":{"rendered":"KKV fordert R\u00fcckbesinnung auf ethische Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>KKV-Pressemitteilung Nr. 17. vom 22.03.2010<br \/> &#8222;Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft &#8212; Hoffnungszeichen f\u00fcr eine  gerechtere Welt&#8220;. Unter diesem Motto stellt der Verband der Katholiken  in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) das Jahr 2010. &#8222;Mit dieser Thematik  wollen wir deutlich machen&#8220; so Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des  KKV, &#8222;dass Freiheit, Selbstverantwortung, Eigeninitiative und Wettbewerb  die Erfolgsfaktoren eines erfolgreichen Wirtschafts- und Sozialsystems  sind und bleiben&#8220; Gleichzeitig geh\u00f6rten dazu aber auch ein  durchsetzungsf\u00e4higer Staat, der f\u00fcr einen stabilen Rechtsrahmen und eine  Sozialordnung sorge, die auf Eigenvorsorge und Solidarit\u00e4t mit den  Schwachen setze. <!--more--><\/p> <p>Anl\u00e4sslich seiner Hauptausschusssitzung in K\u00f6ln verabschiedeten die  KKV-Di\u00f6zesan-, Landes- und Regionalvorsitzenden mit dem Bundesvorstand  eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zum Jahresthema. Sie kann unter  <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.kkv-bund.de\/\"  >www.kkv-bund.de<\/a> abgerufen werden. Der katholische Sozialverband  unterstreicht dabei, dass die ethischen Grundwerte der Sozialen  Marktwirtschaft und das damit verbundene Menschenbild wieder ins  Bewusstsein gerufen werden m\u00fcsse. Die Soziale Marktwirtschaft r\u00fccke  deshalb den Menschen in den Mittelpunkt des Wirtschaftslebens. &#8222;Der  Mensch darf nicht zum Mittel erniedrigt werden. Vielmehr muss die  Wirtschaft dem Menschen und seinen Bed\u00fcrfnissen dienen&#8220;, betont Dr.  Klaus-Stefan Krieger, Vorsitzender des KKV-Hauptausschusses und  Landesvorsitzender des KKV in Bayern. Sie m\u00fcsse die W\u00fcrde der  menschlichen Person und das Wohl der gesamten Gesellschaft achten und  f\u00f6rdern. Dazu ben\u00f6tige der Markt Regeln und Moral.<\/p> <p>Soziale Marktwirtschaft und katholische Soziallehre<br \/> Joseph Kardinal H\u00f6ffner habe bereits 1985 die \u00dcbereinstimmung von  katholischer Soziallehre und Sozialer Marktwirtschaft betont, f\u00fchrt der  KKV-Hauptausschuss in seiner Erkl\u00e4rung aus. Mit der Enzyklika  &#8222;Centesimus Annus&#8220; aus dem Jahr 1991 sei die weitgehende \u00dcbereinstimmung  zwischen den Leitlinien der katholischen Soziallehre f\u00fcr die  Wirtschaftsordnung und den Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft  besonders deutlich geworden.<\/p> <p>Selbstverantwortung und soziale Verpflichtung geh\u00f6ren zusammen<br \/> Der gro\u00dfe Erfolg, den die Soziale Marktwirtschaft zu Zeiten Ludwig  Erhards gehabt habe, beruhe auf der Initiative, der Kreativit\u00e4t und der  Leistungsbereitschaft des Menschen. Ludwig Erhard habe es bereits 1958  auf den Punkt gebracht: &#8222;Das mir vorschwebende Ideal beruht auf der  St\u00e4rke, dass der Einzelne sagen kann: Ich will mich aus eigener Kraft  bew\u00e4hren, ich will das Risiko meines Lebens selbst tragen, will f\u00fcr mein  Schicksal verantwortlich sein.&#8220;<\/p> <p>Auch die katholische Soziallehre warne vor der Gefahr, dass sich der  Sozialstaat zum aufgebl\u00e4hten Wohlfahrtsstaat entwickele. &#8222;Leider hat  sich aber mit steigendem Wohlstand eine Denkweise eingeschlichen, die an  die Stelle von Wettbewerb, Eigeninitiative und Selbstverantwortung  zunehmend den Ruf nach dem Staat lauter werden l\u00e4sst&#8220;, so der KKV.<\/p> <p>Aufgabe des Staates sei es vielmehr, Rahmenbedingungen zu schaffen,  dass der Verbraucher ungehindert aus dem Angebot w\u00e4hlen k\u00f6nne und  ihm f\u00fcr diese Entscheidung korrekte und vollst\u00e4ndige Informationen  zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden. Andererseits r\u00e4ume die Soziale Marktwirtschaft<br \/> der Verpflichtung des Eigentums und der dauerhaften Gemeinwohlorientierung  aller G\u00fcter einen hohen Stellenwert ein. Das freie Spiel der Marktkr\u00e4fte  bringe nicht die L\u00f6sung aller Probleme, und die Marktlogik sei nicht f\u00fcr  alle gesellschaftlichen Bereiche angemessen.<\/p> <p>&#8222;Mit dem Thema r\u00fcckt der KKV ein Grundanliegen in den Blickpunkt, das gerade<br \/> in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise aktueller denn je ist&#8220; betont  der KKV-Bundesvorsitzende. Deshalb sei eine globale Wirtschaftsform dringend  erforderlich, die auch den Entwicklungsl\u00e4ndern faire Chancen auf dem Weltmarkt  einr\u00e4umt.<br \/> &#8222;Haus der Sozialen Marktwirtschaft&#8220; auf dem Kirchentag<br \/> W\u00e4hrend des \u00d6kumenischen Kirchentages wird der KKV im M\u00fcnchener Hansa Haus ein  &#8222;Haus der Sozialen Marktwirtschaft&#8220; einrichten. Der Verband bietet hier ein Forum  f\u00fcr Diskussionen, Podien, Workshops und andere kreative Veranstaltungen. Mehr  Informationen dazu findet man unter <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.haus-der-sozialen-marktwirtschaft.de\/\"  >www.haus-der-sozialen-marktwirtschaft.de<\/a>.<\/p> <p>Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer  Sozialverband mit gut 90 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland.<\/p> <p>Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.kkv-bund.de\/\"  >www.kkv-bund.de<\/a> oder<br \/> in der Bundesgesch\u00e4ftsstelle (Telefon: 0201 87923-0).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KKV-Pressemitteilung Nr. 17. vom 22.03.2010 &#8222;Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft &#8212; Hoffnungszeichen f\u00fcr eine gerechtere Welt&#8220;. 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