{"id":4811,"date":"2010-04-07T18:54:47","date_gmt":"2010-04-07T17:54:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=4811"},"modified":"2010-07-26T14:19:13","modified_gmt":"2010-07-26T13:19:13","slug":"studenten-und-studentinnen-auf-dem-unicampus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/studenten-und-studentinnen-auf-dem-unicampus-104811\/","title":{"rendered":"One-Night-Stand oder nur Ausgehen: Was ist besser f\u00fcr wen?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frauen sind eher bindungsbereit, M\u00e4nner bleiben lieber unabh\u00e4ngig<\/strong><\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 7. April 2010<\/p> <p>Auch wenn heterosexuelle Studenten und Studentinnen auf dem Unicampus heutzutage schneller \u201azur Sache kommen\u2018, so sind doch die Frauen im Vergleich zu den M\u00e4nnern nach wie vor eher an einer festen Beziehung interessiert. Ein lockerer Umgang mit dem Partner wird eher von den jungen M\u00e4nnern als von den Frauen gew\u00fcnscht. F\u00fcr beide Geschlechter haben sowohl Dates als auch One-Night-Stands \u00e4hnliche Vor- und Nachteile. <!--more-->Carolyn Bradshaw von der James Madison University in Virginia, Vereinigte Staaten, und ihre Kollegen gingen den Gr\u00fcnden nach, warum Studenten und Studentinnen lieber die eine oder die andere Art von Kontakten f\u00fchren. Sie untersuchten auch die jeweiligen Vorteile und Risiken der unterschiedlichen Beziehungsformen aus Sicht der jungen Leute. Die Untersuchungsergebnisse sind jetzt in der Online-Ausgabe des Springer-Journals Sex Roles zu lesen.<\/p> <p>Das Sichverabreden folgt normalerweise einem typischen Schema, bei dem der Mann agiert \u2013 er bittet die Frau, mit ihm auszugehen, arrangiert ein Treffen, unter Umst\u00e4nden kommt es zu einem ersten sexuellen Kontakt. Die Frau hingegen re-agiert: sie wartet auf eine Einladung, und dann akzeptiert sie die sexuellen Avancen des Mannes oder sie lehnt sie ab. Beide Partner kennen sich oder wollen sich n\u00e4her kennenlernen und eine feste Beziehung ist nicht ausgeschlossen. Ganz anders verl\u00e4uft es bei einer lockeren Beziehung oder einem One-Night-Stand: es kommt beil\u00e4ufig zu einem sexuellen Kontakt und die beiden Personen kennen sich normalerweise gar nicht oder nur fl\u00fcchtig. Sie treffen sich beispielsweise auf einer Party, sie haben etwas getrunken, sie flirten, es kommt zu sexuellen Handlungen von K\u00fcssen bis hin zum Geschlechtsverkehr \u2013 doch dabei bleibt es dann auch, eine feste Beziehung entwickelt sich nicht.<\/p> <p>Bradshaw und ihr Team brachten 150 Studentinnen und 71 Studenten einer amerikanischen Universit\u00e4t im S\u00fcden des Landes in eine Reihe von Kontaktsituationen, in denen es zu ganz verschiedenen Arten von Treffen mit unterschiedlichen Umst\u00e4nden kam: vom One-Night-Stand bis hin zum Ausgehen. Beispielsweise bestand Aussicht auf eine feste Beziehung, der Partner hatte eine besondere Ausstrahlung oder es war Alkohol im Spiel. Die Studenten wurden gefragt, wie sie in der jeweiligen Situation am liebsten vorgehen w\u00fcrden: Nur ausgehen oder gleich ins Bett? Weiterhin sollten sie auf einer Checkliste die drei wichtigsten Vorteile bzw. Risiken der beiden Verhaltensweisen angeben und schlie\u00dflich wurden sie nach Einzelheiten ihrer Beziehungsarten in den vergangenen zwei Jahren gefragt, ob sie sie sich nur verabredet haben oder ob die Treffen im Bett endeten.<\/p> <p>Obwohl M\u00e4nner bei Verabredungen wesentlich h\u00e4ufiger die Initiative ergriffen als Frauen, gab es zwischen den Geschlechtern keinen quantitativen Unterschied im Hinblick auf feste Verabredungen oder One-Night-Stands. Sowohl bei den M\u00e4nnern als auch bei den Frauen war die Anzahl der lockeren Kontakte etwa doppelt so hoch wie die Zahl einer ersten Verabredung.<\/p> <p>Trotzdem gaben beide Geschlechter an, eine Verabredung einem One-Night-Stand vorzuziehen. Unter denen, die sich eher f\u00fcr eine traditionelle Verabredung entschieden haben, war der Frauenanteil allerdings deutlich h\u00f6her (41 Prozent im Vergleich zu 20 Prozent). In der Gruppe, die eher f\u00fcr einen One-Night-Stand aufgeschlossen war, gab es dagegen viel weniger Studentinnen als Studenten (2 Prozent im Vergleich zu 17 Prozent). Allerdings spielten die Umst\u00e4nde eine gro\u00dfe Rolle: Kam eine langfristige Beziehung in Betracht, zogen sowohl M\u00e4nner als auch Frauen ein verbindliches Kennenlernen einem lockeren sexuellen Kontakt vor \u2013  war eine feste Beziehung jedoch nicht unbedingt in Aussicht, so zeigten sich M\u00e4nner offen f\u00fcr einen lockeren Kontakt, die Frauen wollten dennoch lieber erst einmal ein Kennenlernen.<\/p> <p>Insgesamt waren sich M\u00e4nner und Frauen einig \u00fcber Vor- und Nachteile bei den jeweiligen Verhaltensweisen, dennoch gab es einige bemerkenswerte Unterschiede:<br \/> \u2022\tFrauen scheinen eher an einer festen Beziehung interessiert zu sein als M\u00e4nner. Aber ganz gleich, ob sie erst einmal mit dem Partner ausgehen oder schnell mit ihm im Bett landen, haben sie stets eine Sorge: dass sie sich emotional an einen Partner binden k\u00f6nnten, der sich letztlich nicht f\u00fcr sie interessiert.<br \/> \u2022\tF\u00fcr M\u00e4nner scheint Unabh\u00e4ngigkeit im Vordergrund zu stehen. Selbst bei vermeintlich unverbindlichen, lockeren Kontakten haben sie Angst, die jeweilige Partnerin k\u00f6nnte ernste Absichten haben.<br \/> Quelle<\/p> <p>1.\tBradshaw C, Kahn AS, Saville BK (2010). To hook up or date: which gender benefits? Sex Roles; DOI 10.1007\/s11199-010-9765-7<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten als PDF-Dokument zur Verf\u00fcgung.<br \/> <strong>Kontakt: Corinna Sch\u00e4fer, Springer, Tel. +49 6221 487-8414, corinna.schaefer@springer.com<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen sind eher bindungsbereit, M\u00e4nner bleiben lieber unabh\u00e4ngig New York \/ Heidelberg, 7. 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