{"id":52029,"date":"2013-02-04T17:30:04","date_gmt":"2013-02-04T16:30:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=52029"},"modified":"2013-02-04T17:30:04","modified_gmt":"2013-02-04T16:30:04","slug":"psychische-probleme-fuehren-bei-geringverdienern-zu-gesundheitsschaedigendem-verhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/psychische-probleme-fuehren-bei-geringverdienern-zu-gesundheitsschaedigendem-verhalten-1052029\/","title":{"rendered":"Psychische Probleme f\u00fchren bei Geringverdienern zu gesundheitssch\u00e4digendem Verhalten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-52078\" title=\" Springer-Journal Translational Behavioral Medicine\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/b5bf85c8a025fad607f0dda694448975.jpg\" width=\"90\" height=\"119\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/92ac36d12a6ba631324c0605d6cf644d.jpg\" \/>Psychische Probleme f\u00fchren bei Geringverdienern zu gesundheitssch\u00e4digendem Verhalten<\/p> <p>Alkohol-, Zigaretten- und Drogenkonsum sind oft ein Versuch, mit Depression und Angst umzugehen<\/p> <p>Psychische Probleme f\u00fchren bei Geringverdienern oft zu ungesunden Lebensweisen. Dies hat eine neue Studie\u00b9 von Dr. Jennifer Walsh und Kollegen von den Centers for Behavioral and Preventive Medicine am Miriam Hospital in den Vereinigten Staaten ergeben. <!--more-->Die Studie machte deutlich, dass Stress und Angst zu ungesunden Verhaltensweisen wie etwa Rauchen, Alkoholexzessen, Drogenkonsum, ungesch\u00fctztem Sex und ungesunder Ern\u00e4hrung f\u00fchren und nicht etwa umgekehrt. Es ist durchaus m\u00f6glich, dass das ungesunde Verhalten eine Art Mechanismus ist, durch dem Betroffene versuchen, mit den Folgen von Stress und Angst umzugehen. Die Studie erscheint online im Springer-Journal Translational Behavioral Medicine\u00b2.<\/p> <p>Dr. Walsh und ihr Team befassten sich mit dem Zusammenhang zwischen gesundheitssch\u00e4digendem Verhalten und psychischen Problemen bei Geringverdienern. Im Fokus stand die Frage, ob psychische Probleme zu ungesunden Verhaltensweisen f\u00fchren oder ob umgekehrt ein derartiges Verhalten psychische Probleme hervorruft.<\/p> <p>Insgesamt nahmen 482 Erwachsene an der Studie teil, die an einer Klinik f\u00fcr sexuell \u00fcbertragbare Krankheiten betreut wurden. Zu Beginn der Studie f\u00fcllten sie einen Online-Fragebogen aus und wiederholten dies jeweils drei, sechs, neun und zw\u00f6lf Monate sp\u00e4ter. F\u00fcr die Wissenschaftler waren mehrere Verhaltensweisen relevant: Alkoholexzesse, Zigaretten- und Drogenkonsum, Sport, Sexualverhalten und Ern\u00e4hrungs- und Schlafgewohnheiten. Untersucht wurde au\u00dferdem das Empfinden von Angst, Depression und Stress.<\/p> <p>Gesundheitssch\u00e4digendes Verhalten, wie etwa Drogenkonsum, ungesch\u00fctzter Sex, schlechte Ern\u00e4hrung und ungen\u00fcgender oder exzessiver Schlaf, war unter den Patienten durchaus verbreitet. Bei Geringverdienern waren solche Verhaltensweisen ebenso wie Depressions-, Angst- und Stresssymptome h\u00e4ufiger zu beobachten als unter Teilnehmern mit h\u00f6herem Einkommen.<\/p> <p>Die Autoren stellten fest, dass sich anhand von Depressions- und Angstsymptomen sowie dem Ausma\u00df von empfundenem Stress die gesundheitssch\u00e4digenden Verhaltensweisen tats\u00e4chlich vorhersagen lie\u00dfen, wenn der sozio\u00f6konomische Status und fr\u00fchere Verhaltensweisen der Patienten ber\u00fccksichtigt wurden. Im Gegensatz dazu lie\u00dfen sich am ungesunden Verhalten keine psychischen Probleme vorhersagen. Die Ergebnisse zeigen, dass Depression, Angst und Stress zu einer ungesunden Lebensweise f\u00fchren \u2013 der Umkehrschluss trifft jedoch nicht zu.<\/p> <p>Die Autoren gehen davon aus, dass die Behandlung psychischer Probleme auch zu einer Verbesserung des Gesundheitsbewusstseins f\u00fchren kann: \u201eKliniker und Praktiker sollten sich dar\u00fcber im Klaren sein, dass es unter Geringverdienern ein hohes Ma\u00df an Angst, Stress und Depressionen wie auch gesundheitssch\u00e4digendem Verhalten geben kann. Bei der Behandlung solcher Patienten sollten nicht nur die psychischen Probleme, sondern auch diese ungesunden Verhaltensweisen ber\u00fccksichtigt und therapiert werden.\u201c Ein Angebot von psychologischen Beratungen oder Kursen zu Stressabbau-Techniken k\u00f6nnte auch das Gesundheitsbewusstsein dieser Patienten verbessern.<\/p> <p>Quellen:<br \/> 1. Walsh JL et al (2013). Longitudinal associations between health behaviours and mental health in low income adults. Translational Behavioral Medicine; DOI 10.1007\/s13142-012-0189-5<br \/> 2. Translational Behavioral Medicine ist eine Fachzeitschrift der Society of Behavioral Medicine.<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Text steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel. +49 6221 487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Psychische Probleme f\u00fchren bei Geringverdienern zu gesundheitssch\u00e4digendem Verhalten Alkohol-, Zigaretten- und Drogenkonsum sind oft ein Versuch, mit Depression und Angst umzugehen Psychische Probleme f\u00fchren bei Geringverdienern oft zu ungesunden Lebensweisen. 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