{"id":52125,"date":"2013-02-07T16:00:23","date_gmt":"2013-02-07T15:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=52125"},"modified":"2013-02-07T16:00:23","modified_gmt":"2013-02-07T15:00:23","slug":"woher-weiss-ein-fisch-wie-gross-er-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/woher-weiss-ein-fisch-wie-gross-er-ist-1052125\/","title":{"rendered":"Woher wei\u00df ein Fisch, wie gro\u00df er ist?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-52159\" title=\"Die Forschungsarbeit erscheint in der Online-Ausgabe der Springer-Fachzeitschrift Behavioral Ecology and Sociobiology.\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/48e6ec0207ec142906a3876be8dff97c.jpg\" width=\"118\" height=\"156\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/e82317592eb7970eed442a0d17449fc0.jpg\" \/>Woher wei\u00df ein Fisch, wie gro\u00df er ist?<\/p> <p>Chemische Signalsubstanzen helfen Fischen beim Finden gleichgro\u00dfer Artgenossen<\/p> <p>Haben Sie sich jemals gefragt, weshalb Fischschw\u00e4rme aus Fischen der gleichen Gr\u00f6\u00dfe bestehen? Fische verwenden unterschiedliche sensorische Signale, um Schwarmgef\u00e4hrten auszumachen. Aber chemische Signalsubstanzen helfen ihnen dabei, gleichgro\u00dfe Artgenossen zu identifizieren. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von Ashley Ward an der University of Sydney in Australien und Suzanne Currie von der Mount Allison University in Kanada. <!--more-->Mithilfe dieser Signale k\u00f6nnen die Fische gro\u00dfe und starke Schw\u00e4rme bilden. Die Forschungsarbeit erscheint in der Online-Ausgabe der Springer-Fachzeitschrift Behavioral Ecology and Sociobiology.<\/p> <p>F\u00fcr Tiere ist die Bildung von Gruppen sehr vorteilhaft. In der Gruppe ist das einzelne Tier besser vor Raubtieren gesch\u00fctzt. Wenn Tiere Gruppen bilden, sehen sich R\u00e4uber einer Vielzahl von fast identischen Beutetieren gegen\u00fcber, wodurch es ihnen schwerer f\u00e4llt, ein Ziel zu w\u00e4hlen.<\/p> <p>Dr. Ward sagt: \u201eNormalerweise bilden Fische Schw\u00e4rme mit gleich gro\u00dfen Artgenossen. Die wichtigste Frage, die uns zu unserer Studie motiviert hat, ist: Woher wei\u00df ein Fisch, wie gro\u00df er ist? F\u00fcr Menschen ist das trivial &#8211; wir k\u00f6nnen uns auf eine ebene Fl\u00e4che stellen und sehen, ob wir gr\u00f6\u00dfer oder kleiner als unser Gegen\u00fcber sind. Oder wir k\u00f6nnen in den Spiegel schauen. Fische haben diese M\u00f6glichkeiten nicht \u2013 wie w\u00e4hlen sie also gleich gro\u00dfe Artgenossen zur Schwarmbildung aus?\u201c<\/p> <p>Die Wissenschaftler untersuchten, welche Sinne Fische dazu verwenden, die Gr\u00f6\u00dfe ihrer Artgenossen und ihre eigene Gr\u00f6\u00dfe zu bestimmen. Sie studierten zwei S\u00fc\u00dfwasserfischarten, die Schw\u00e4rme bilden: den dreistachligen Stichling und den gestreiften Killifisch. In einer Reihe von Experimenten setzten sie die Fische unterschiedlichen chemischen Signalsubstanzen aus. Entweder von Fischen der gleichen Art \u2013 wobei deren Gr\u00f6\u00dfe variierte \u2013 oder einer Kontrollsubstanz, einer sogenannten &#8218;leeren&#8216; Substanz. Chemische Signalsubstanzen werden durch die st\u00e4ndige Molek\u00fclabgabe von Fischen an ihre Umgebung gebildet.<\/p> <p>Ward f\u00e4hrt fort: \u201eWir wissen, dass der Geruchssinn bei Fischen sehr gut entwickelt ist und dass sie empfindlich gegen\u00fcber kleinen Unterschieden der chemischen Signatur sind, die andere Fische abgeben. Konnten die Fische also riechen, wie gro\u00df sie selbst sind und dies als Einsch\u00e4tzung f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe anderer Fische verwenden? Es sieht so aus.\u201c<\/p> <p>Beide Arten von Schwarmfischen bevorzugten die chemischen Signalsubstanzen der Fische gleicher Gr\u00f6\u00dfe gegen\u00fcber den Substanzen gr\u00f6\u00dferer oder kleiner Fische ihrer jeweiligen Artgenossen. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Fische in der Lage waren, ihre eigene Gr\u00f6\u00dfe in Bezug auf die Gr\u00f6\u00dfe anderer Fische der gleichen Art einzusch\u00e4tzen \u2013 im Wesentlichen durch ihre eigene chemische Signalsubstanz als Referenzwert.<\/p> <p>\u201eDie Fische nutzen ihre chemischen Signalsubstanzen, um gleich gro\u00dfe Artgenossen ausfindig zu machen und mit diesen Schw\u00e4rme zu bilden. Auf diese Weise irritieren sie Raubfische und optimieren gleichzeitig die Koordination und Effizienz ihrer Fortbewegung und ihrer Nahrungsaufnahme.<\/p> <p>Quelle<br \/> Ward A &amp; Currie S (2013). Shoaling fish can size-assort by chemical cues alone. Behavioral Ecology and Sociobiology; DOI 10.1007\/s00265-013-1486-9<\/p> <p>Der Volltext-Artikel ist f\u00fcr Journalisten auf Anfrage verf\u00fcgbar.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, Springer, Tel.: +49-6221-487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Woher wei\u00df ein Fisch, wie gro\u00df er ist? Chemische Signalsubstanzen helfen Fischen beim Finden gleichgro\u00dfer Artgenossen Haben Sie sich jemals gefragt, weshalb Fischschw\u00e4rme aus Fischen der gleichen Gr\u00f6\u00dfe bestehen? Fische verwenden unterschiedliche sensorische Signale, um Schwarmgef\u00e4hrten auszumachen. Aber chemische Signalsubstanzen helfen ihnen dabei, gleichgro\u00dfe Artgenossen zu identifizieren. 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