{"id":5299,"date":"2010-04-28T22:33:22","date_gmt":"2010-04-28T21:33:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=5299"},"modified":"2012-08-23T10:18:28","modified_gmt":"2012-08-23T09:18:28","slug":"buchveroeffentlichung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/buchveroeffentlichung-105299\/","title":{"rendered":"Buchver\u00f6ffentlichung &#8222;&#8230; und die heilige Kuh nagt am Plastiksack&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine authentische Reiseerz\u00e4hlung<\/strong><\/p> <p>Eigentlich ist Ile Namtra auf der Suche nach exotischen Methoden der Entspannung und bereist daher auf eigene Faust den indischen Subkontinent.<br \/> Doch auf ihrer sechsmonatigen Reise kommt es zu einer Verkettung von au\u00dfergew\u00f6hnlichen Erlebnissen, die es der Rucksackreisenden nicht immer leicht machen, sich auf den indischen Rhythmus einzulassen.<!--more--><\/p> <p><strong>Wie<\/strong> ist ein Opium verkaufender Ayurveda-Masseur zu begreifen?<br \/> <strong>Wie<\/strong> ist eine Blutlache auf dem Boden einer Rikscha zu deuten?<br \/> <strong>Wie<\/strong> ist das Interesse eines barf\u00fc\u00dfigen indischen Stra\u00dfenkindes an der Musik einer deutschen Rockg\u00f6re zu erkl\u00e4ren?<br \/> <strong>Wie<\/strong> ist das Dasein buddhistischer Punk-M\u00f6nche zu verstehen?<\/p> <p>W\u00e4hrend Ile quer durch Indien reist, plagt sie nicht nur eine omnipr\u00e4sente Durchfallerkrankung. Auch die Tatsache, als allein reisende Frau penetranten Bel\u00e4stigungen ausgesetzt zu sein, begeistert sie wenig. Unzumutbar werden jedoch die Situationen, welche die junge Rucksacktouristin in Lebensgefahr bringen.<\/p> <p>Indien zeigt sich aber auch von einer ganz anderen Seite. Neben Momenten von gro\u00dfer Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft<br \/> beeindrucken sie die ungew\u00f6hnlichen Begegnungen und Erlebnisse, die ihre Reise zu einem bunten Abenteuer werden lassen.<\/p> <p>Und so versucht sich die Reisende zwischen zahllosen Teepausen und n\u00fcchternen Reismahlzeiten trotz ihrer kontr\u00e4ren Gef\u00fchlslage<br \/> an die Gepflogenheiten Indiens zu gew\u00f6hnen. Ungeahnte Unterst\u00fctzung findet sie dabei von beinahe Gleichgesinnten wie Miss Amerika oder Herr Bavaria, die ihren Zugang zum indischen Rhythmus ebenfalls noch nicht gefunden haben.<\/p> <p><strong>Bibliografische Angaben:<\/strong><br \/> &#8230; und die heilige Kuh nagt am Plastiksack<br \/> Autorin Ile Namtra<\/p> <ul> <li>Silvers Verlag GbR<\/li> <li>1. Auflage April 2010<\/li> <li>ISBN 978-3-9813544-0-9<\/li> <li>12,95 Euro (D) \/ 13,35 Euro (A)<\/li> <li>280 Seiten, Taschenbuch<\/li> <\/ul> <p><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Silvers Verlag GbR<br \/> Angela Hartmann<br \/> M\u00fchlgasse 30a<br \/> 36358 Herbstein-Altenschlirf<br \/> Telefon: 0049\/ 6643 799 631<br \/> presse@silvers-verlag.de<\/p> <p>Weitere Informationen, Leseproben sowie Bestellm\u00f6glichkeiten<br \/> finden Sie unter www.silvers-verlag.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbAller Anfang ist schwer.\u00ab<\/p>\n<p>Oh, der \u00bbLonely-Planet\u00ab hat gelogen! Die Pflichtlekt\u00fcre aller Rucksacktouristen versprach beim Ankommen am Flughafen von Delhi die Anwesenheit von weiteren Reisenden, mit denen man sich, br\u00fcderlich vereint, ein Taxi nehmen k\u00f6nne, um so einer sicheren Bleibe f\u00fcrs Erste n\u00e4herzukommen. Hier ist nur gerade niemand, der sich um diese mittern\u00e4chtliche Stunde nach einer gemeinsamen \u00bbVerschwisterung\u00ab sehnt.<br \/>\n\u2003So nehme ich all meinen Mut zusammen und spreche zwei Reisegruppen zwecks gemeinsamer Fahrt zu einem Schlafplatz an. Leider bleibt mir der Erfolg versagt, denn beide Gemeinschaften sind vorbildlich organisiert und werden termingetreu zu ihren bereits reservierten Unterk\u00fcnften abgeholt. Ich werde den deprimierenden Eindruck nicht los, dass die eine Reiseleiterin in ihrem \u00bbNein, danke\u00ab ein \u00bbGott, wie ungeplant\u00ab durchscheinen lie\u00df.<br \/>\n\u2003Um 2 Uhr nachts, mitten im Dezember, befinde ich mich also in Delhi auf dem nun fast menschenleeren Flughafen. Nur die uniformierten Wachleute, deren Gewehre mindestens zweimal so gro\u00df wie ihre Tr\u00e4ger sind, leisten mir noch Gesellschaft.<br \/>\n\u2003Mir geistert die Warnung der bereits erw\u00e4hnten Reiselekt\u00fcre durch den Kopf, mich beim Verlassen dieses Geb\u00e4udes niemals in ein nicht autorisiertes Flughafentaxi zu setzen. Massivster Geldverlust und ein Ankommen im indischen Niemandsland w\u00e4ren die unausweichlichen Folgen.<br \/>\n\u2003Die letzte brandneue Information, die mich ebenfalls noch kurz vor meiner Abreise erreicht hatte, war die \u00fcber einen nun leider nicht mehr unter uns verweilenden Australier, der einfach keine Lust hatte, seinen Geldbeutel auf diese Art und Weise erleichtert zu wissen. \u00bbHerrje!\u00ab<br \/>\n\u2003Dann habe ich noch eine kleine Zusatzanmerkung, die mir leichte Magenschmerzen bereitet und latent stets gegenw\u00e4rtig ist. Daf\u00fcr muss ich ein bisschen ausholen.<\/p>\n<p>Eine Sp\u00f6kenkiekerin kreuzte einst meinen Weg und hat mich anfangs magisch in ihren Bann ziehen k\u00f6nnen, weil es bemerkenswerte Dinge gab, welche sie meinen Augen, H\u00e4nden und den Tarotkarten entlockte. Ich hielt den Kontakt zu dieser Frau lose aufrecht.<br \/>\n\u2003Doch als ich ihr kurz vor meinem Abflug von meiner geplanten Indienreise erz\u00e4hlte, warnte sie mich eindringlich vor einer mir drohenden Todesgefahr. Ihrer Meinung nach sollte ich eine gut \u00fcberlegte Entscheidung treffen. Ich wollte ihre Worte nicht geh\u00f6rt haben, doch flugs setzten sich diese ganz tief in diversen Hirnerinnerungswindungen fest und blieben dort vorerst verankert.<\/p>\n<p>Ich setze mich auf eine Bank im Wartesaal und suche nach Hilfe in meinem kleinen magischen Antwortenbuch. Nach mehrmaligem Durchbl\u00e4ttern stoppt mein Daumen genau bei diesem Ratschlag: \u00bbMache eine kurze Pause, aber warte nicht.\u00ab Gem\u00e4\u00df den Umst\u00e4nden, die mich derzeit umgeben, verwerfe ich allerdings den Fingerzeig und entscheide mich daf\u00fcr, noch ein wenig l\u00e4nger auf eventuell vorbeikommende Rucksacktouristen zu warten.<br \/>\n\u2003So verharre ich weiterhin auf der unbequemen Bank in der Wartehalle. Mein Reisegep\u00e4ck sicher zwischen meinen F\u00fc\u00dfen eingeklemmt, f\u00fchle ich mich im Schein des kalten Neonlichts gerade sehr kl\u00e4glich und komme mir einsam und verlassen vor. Eine kleine Tr\u00e4ne der Verzweiflung rollt mir die Wange herunter und signalisiert den beginnenden Spannungsabbau.<br \/>\n\u2003Als Facharbeiterin f\u00fcr K\u00f6rperert\u00fcchtigung und freiwillig Sinnsuchende bin ich nat\u00fcrlich in verschiedene Relaxationsmethoden eingeweiht, dennoch ist die f\u00fcr mich immer noch hilfreichste Strategie in just solchen Momenten die des Tagebuchschreibens. Folglich greife ich flugs zu Stift und Papier und fange an, mir die Spannung aus dem Leib zu schreiben. Ich klammere mich f\u00f6rmlich an meinen kleinen Notizblock und schreibe, was das Zeug h\u00e4lt. Die ersten tiefen Atemz\u00fcge stellen sich ein.<\/p>\n<p>Tja, warum bin ich eigentlich nach Indien gereist? Relativ fr\u00fch habe ich ein ausgepr\u00e4gtes Faible f\u00fcr das Thema Gesundheit entwickelt. Meine Oma hat mich einmal als Zw\u00f6lfj\u00e4hrige, in ein Kr\u00e4uterbuch vertieft, vorgefunden und daraufhin mein Leseverhalten als nicht altersgerecht beurteilt.<br \/>\n\u2003Als ich offiziell alt genug war, alles M\u00f6gliche in meinem Leben zu t\u00e4tigen, bin ich in den heimischen Gefilden meinem besonderen Interesse an der Gesundung des Menschen auf k\u00f6rperlicher und geistiger Ebene nachgegangen und habe einige Jahre sp\u00e4ter eine mittlere Anzahl golden umrahmter Zertifikate mein Eigen genannt.<br \/>\n\u2003Nun m\u00f6chte ich im Mutterland des Yoga und Ayurveda herausfinden, wie hier weitere Methoden der heilsamen Entspannung und vielleicht auch ein bisschen die der Verj\u00fcngung zelebriert werden.<br \/>\n\u2003Bez\u00fcglich eindeutiger Ja oder Nein Antworten k\u00f6nnte diese Reise eine mittelschwere Herausforderung f\u00fcr mich darstellen. Wenn ich den g\u00e4ngigen Meinungen Glauben schenken darf, sollte man sich als Alleinreisende der eigenen Sache und seiner Selbst sehr sicher und bewusst sein. Weil es an Letztgenanntem noch etwas hapert, setze ich mich freiwillig dieser erzieherischen Ma\u00dfnahme aus und hoffe, so meinem Seelenheil ein St\u00fcck n\u00e4herzukommen.<br \/>\n\u2003Und weil ich auch nur ein Mensch bin, m\u00f6chte ich unbedingt Urlaub machen und mich um nichts in der Welt k\u00fcmmern m\u00fcssen. Am allerliebsten w\u00e4re mir eine einsame H\u00fctte direkt am Meer. Letztendlich haben die \u00e4u\u00dferst niedrigen Lebenshaltungskosten meine Entscheidung, nach Indien zu reisen, sicherlich auch beg\u00fcnstigt, denn mein Reiseetat f\u00fcr die folgenden sechs Monate ist knapp bemessen.<\/p>\n<p>Ich blicke auf die Uhr im Wartesaal und errechne, eine ganze Stunde schreibend ausgeharrt zu haben. Die Morgend\u00e4mmerung will sich aber noch nicht einstellen. Da ich jetzt unbedingt aufbrechen m\u00f6chte, beende ich mein unfreiwilliges Nachtlager und versuche, mich zu erinnern, wie der Ortsteil hei\u00dft, in dem Rucksackreisende erst einmal sicher und preiswert unterkommen k\u00f6nnen. Ich erhebe mich, schnalle mir meinen gro\u00dfen Rucksack auf den R\u00fccken, klemme mir den kleinen unter den Arm und marschiere gen Ausgang.<br \/>\n\u2003Alle Taxifahrer, vor denen man mich so eindringlich gewarnt hatte, stehen wedelnd und schreiend da. Schnurstracks laufe ich der scheinbaren Ausgangst\u00fcr entgegen und werde dort sehr bestimmt von den Uniformierten zur\u00fcckgehalten \u2026<\/p>\n","protected":false},"author":291,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[818,1455,1456,1457],"class_list":["post-5299","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kunst-kultur-literatur-theater","tag-abenteuer","tag-indien","tag-reiseerzaehlung","tag-ruchsacktourist"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5299","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/291"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5299"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5299\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5299"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5299"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5299"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}