{"id":59238,"date":"2013-04-05T14:50:07","date_gmt":"2013-04-05T13:50:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=59238"},"modified":"2013-04-05T14:50:07","modified_gmt":"2013-04-05T13:50:07","slug":"gleichheit-der-geschlechter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/gleichheit-der-geschlechter-1059238\/","title":{"rendered":"Gleichheit der Geschlechter?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-59484\" title=\"Springer-Fachzeitschrift Sex Roles\" alt=\"Screenshot_6\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/dfb40315a5df87d70b27a029f0d8a15d.jpg\" width=\"127\" height=\"172\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/dfb40315a5df87d70b27a029f0d8a15d.jpg\" \/>K\u00f6nnten Spiele f\u00fcr Jungs M\u00e4dchen in Mathe und den Naturwissenschaften helfen?<\/p> <p>M\u00e4nner k\u00f6nnen nach wie vor besser r\u00e4umlich denken als Frauen \u2013 das k\u00f6nnte an individuellen Unterschieden bei der Identifikation mit Geschlechterrollen liegen<\/p> <p>In einigen wissenschaftlichen Bereichen scheinen M\u00e4nner den Frauen \u00fcberlegen zu sein. Ob dies angeboren ist oder mit der Erziehung zusammenh\u00e4ngt \u2013 dieser Frage versuchten zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen auf den Grund zu gehen. Obwohl zwischen den Geschlechtern keine Intelligenzunterschiede bestehen, haben Studien der letzten 35 Jahre immer wieder gezeigt, dass M\u00e4nner in Tests zum r\u00e4umlichen Denken besser abschneiden als Frauen. <!--more-->Dies erkl\u00e4rt m\u00f6glicherweise, warum immer noch weniger Frauen Naturwissenschaften, Technik und Mathematik studieren \u2013 alles F\u00e4cher, in denen gutes r\u00e4umliches Denkverm\u00f6gen von Vorteil ist.<\/p> <p>Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass diese Einsch\u00e4tzung zu vereinfacht sein k\u00f6nnte. Ein neuer \u00dcbersichtsartikel in der Springer Fachzeitschrift Sex Roles von David Reilly und David Neumann von der Griffith University in Queensland, Australien, beleuchtet einen der Faktoren, der f\u00fcr die Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim r\u00e4umlichen Denken verantwortlich sein k\u00f6nnte: die Geschlechterrolle. Das Geschlecht an sich ist zwar festgelegt, in welchem Ma\u00df sich ein Mensch aber damit identifiziert und wie sehr er die Geschlechterrolle akzeptiert, ist ganz individuell.<\/p> <p>Beim Studium fr\u00fcherer Untersuchungen haben Reilly und Neumann herausgefunden, dass sich zwischen Menschen des gleichen Geschlechts gr\u00f6\u00dfere Unterschiede im r\u00e4umlichen Vorstellungsverm\u00f6gen feststellen lie\u00dfen als zwischen den Geschlechtern. Sie befassten sich daraufhin genauer mit den Daten zu bestimmten Variablen bei M\u00e4nnern und Frauen, die dies m\u00f6glicherweise erkl\u00e4ren k\u00f6nnten.<\/p> <p>Sie untersuchten zw\u00f6lf Studien, die sich speziell mit einem Aspekt des r\u00e4umlichen Denkens befasst hatten: der Mentalen Rotation. Alle diese Studien \u2013 Teilnehmer waren Sch\u00fcler, Studenten und junge Erwachsene \u2013 hatten bei M\u00e4nnern und Frauen eine signifikante Verbindung ergeben zwischen Maskulinit\u00e4t und der F\u00e4higkeit zur Mentalen Rotation. Mit anderen Worten: Sowohl M\u00e4nner als auch Frauen kamen mit den Aufgaben zur Mentalen Rotation besser zurecht, wenn sie eine starke maskuline oder aber androgyne Geschlechtsidentit\u00e4t hatten.<\/p> <p>Kinder desselben Geschlechts entwickeln unterschiedliche Auspr\u00e4gungen typisch maskuliner und femininer Charakteristika und Verhaltensweisen. Nach Meinung der Autoren macht genau das die Unterschiede beim r\u00e4umlichen Denken innerhalb einer Geschlechtsgruppe aus. Maskuline Identifikation f\u00fchrt zur St\u00e4rkung mathematischer und naturwissenschaftlicher F\u00e4higkeiten, w\u00e4hrend feminine Identifikation sprachliche F\u00e4higkeiten f\u00f6rdert. Diese Geschlechterrollen schlie\u00dfen sich nicht gegenseitig aus: Manche Kinder, ob Junge oder M\u00e4dchen, k\u00f6nnen beide Rollen sehr gut miteinander verbinden.<\/p> <p>Die Entwicklung des r\u00e4umlichen Denkens wird durch Spielen und Freizeitaktivit\u00e4ten gef\u00f6rdert; traditionell m\u00e4nnliche Aktivit\u00e4ten tragen besonders dazu bei. Um die Leistung von M\u00e4dchen in den F\u00e4chern zu verbessern, die gutes r\u00e4umliches Denken erfordern, sollte man sie vielleicht ganz bewusst in die \u201etypisch m\u00e4nnlichen\u201c Spiele mit einbeziehen, anstatt die Geschlechtertrennung bei den Freizeitaktivit\u00e4ten zu f\u00f6rdern.<\/p> <p>Die Autoren erkl\u00e4ren: \u201eSeit Sharon Nash 1979 ihre Hypothese vom Einfluss der Geschlechterrollen-Mediation auf die intellektuelle Entwicklung aufgestellt hat, haben sich die Vorstellungen von der Gleichheit der Geschlechter stark gewandelt. Zumindest was das r\u00e4umliche Denken betrifft, scheint diese Theorie allerdings heute noch so relevant wie damals.\u201c<\/p> <p>Quelle: Reilly, D. and Neumann, DL. (2013), Gender-role differences in spatial ability: a meta-analytic review, Sex Roles. DOI 10.1007\/s11199-013-0269-0<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel.: +49 6221 487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6nnten Spiele f\u00fcr Jungs M\u00e4dchen in Mathe und den Naturwissenschaften helfen? M\u00e4nner k\u00f6nnen nach wie vor besser r\u00e4umlich denken als Frauen \u2013 das k\u00f6nnte an individuellen Unterschieden bei der Identifikation mit Geschlechterrollen liegen In einigen wissenschaftlichen Bereichen scheinen M\u00e4nner den Frauen \u00fcberlegen zu sein. 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