{"id":61950,"date":"2013-04-18T14:26:55","date_gmt":"2013-04-18T13:26:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=61950"},"modified":"2013-04-18T14:26:55","modified_gmt":"2013-04-18T13:26:55","slug":"migraene-praeventiv-abwehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/migraene-praeventiv-abwehren-1061950\/","title":{"rendered":"Migr\u00e4ne pr\u00e4ventiv abwehren?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-62168\" title=\" Journal of General Internal Medicine Journal of General Internal Medicine\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/c219a3656becdfe2755a7ca78c702d3f.jpg\" width=\"101\" height=\"135\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/e9a01a2d2a0bad086100774e7aa5e4e6.jpg\" \/>Migr\u00e4neprophylaxe: \u00fcberwiegt der Nutzen den Schaden?<\/p> <p>Herk\u00f6mmliche Migr\u00e4nemittel, die vorbeugend verordnet werden, unterscheiden sich kaum in ihrer Wirkung, wohl aber in ihren Nebenwirkungen<\/p> <p>Migr\u00e4nekopfschmerz f\u00fchrt zum Unwohlsein und beeintr\u00e4chtigt die Lebensqualit\u00e4t. Einige Menschen leiden unter h\u00e4ufigen und so heftigen Migr\u00e4neanf\u00e4llen, dass sie regelm\u00e4\u00dfig Medikamente brauchen, um die Attacken pr\u00e4ventiv abzuwehren. Im Springer-Fachjournal Journal of General Internal Medicine\u00b2 erscheint ein neuer \u00dcbersichtsartikel\u00b9 dar\u00fcber, welche Art von Medikamenten bei der Vorbeugung episodischer Migr\u00e4neanf\u00e4lle helfen k\u00f6nnen. <!--more-->Die Autoren Tatyana Shamliyan von der University of Minnesota School of Public Health und ihre Kollegen vergleichen publizierte Forschungsergebnisse zu den verf\u00fcgbaren Medikamenten, um die besten Medikamente zur Migr\u00e4neprophylaxe bei gleichzeitig m\u00f6glichst geringen Nebenwirkungen zu finden.<\/p> <p>Durch vorbeugende Migr\u00e4nebehandlungen wird versucht, die Anzahl der Migr\u00e4neanf\u00e4lle um 50 Prozent zu reduzieren. Es gibt viele verschiedene Medikamente, die weit verbreitet sind \u2013 sie alle k\u00f6nnen aber Nebenwirkungen haben. Die Wissenschaftler analysierten die Ergebnisse von Studien, die untersuchten, wie gut verschiedene Arten von Medikamenten wirken und wie vertr\u00e4glich diese hinsichtlich der Begleiterscheinungen sind. In den Studien wurden meist Frauen mittleren Alters mit episodischer Migr\u00e4ne beschrieben, die durchschnittlich f\u00fcnf Migr\u00e4neanf\u00e4lle pro Monat erlitten.<\/p> <p>Die Autoren fanden heraus, dass alle zugelassenen Medikamente, die in den vorliegenden Tests herangezogen wurden, die Anzahl der monatlichen Migr\u00e4neanf\u00e4lle st\u00e4rker reduzierten als Placebos. Alle Medikamente hatten eine \u00e4hnliche Wirkung. Sie konnten die H\u00e4lfte oder mehr Migr\u00e4neanf\u00e4lle bei 200 bis 400 von 1000 behandelten Patienten verhindern. Der Einsatz von Antiepileptika und Antidepressiva als sogenannter Off-Label-Use schien die gravierendsten Nebenwirkungen auszul\u00f6sen, was im Normalfall zu einem Abbruch der Behandlung f\u00fchrte. Der Off-Label-Use von Betablockern und Angiotensin-hemmenden Medikamenten verursachte die geringsten Nebenwirkungen. Off-Label Use bedeutet den Einsatz von Medikamenten, die von der Arzneimittelzulassungsbeh\u00f6rde \u201aeigentlich\u2018 zur Behandlung einer anderen Krankheit zugelassen sind, nicht aber, wie in diesem Fall zur Behandlung von Migr\u00e4ne.<\/p> <p>Die American Academy of Neurology und die American Headache Society empfehlen zurzeit zwei Antiepileptika und zwei Betablocker zur Migr\u00e4nevorbeugung bei Erwachsenen. Bei diesen Empfehlungen wurde allerdings nicht der Zusammenhang zwischen Wirksamkeit und sch\u00e4dlichen Nebenwirkungen der Medikamente ber\u00fccksichtigt. Bei Antiepileptika ist ein erh\u00f6htes Auftreten sofortiger Nebenwirkungen zu verzeichnen und es gibt Nachweise aus anderen Studien, dass diese Medikamente bei einer Langzeitanwendung zu sexuellen Problemen wie beispielsweise Impotenz f\u00fchren k\u00f6nnen. Das w\u00fcrde ihren langfristigen Einsatz ausschlie\u00dfen.<\/p> <p>Shamliyan und ihre Kollegen empfehlen, dass zuk\u00fcnftige Studien die Auswirkungen von zugelassenen und von Off-Label-Medikamenten untersuchen sollten und dabei Demographie, Familiengeschichte der Migr\u00e4ne, andere Krankheiten und Reaktionen auf vorhergehende Behandlungen ber\u00fccksichtigt werden sollten. Au\u00dferdem schlagen sie vor, die \u00dcberwachung zu verst\u00e4rken, um sch\u00e4dliche Nebenwirkungen der aktuell verf\u00fcgbaren Medikamente zur Migr\u00e4nevorbeugung besser zu kontrollieren. Nur wenn die erforderlichen Nachweise zur Verf\u00fcgung stehen, haben Migr\u00e4nepatienten die besten Chancen auf eine Verbesserung ihrer Lebensqualit\u00e4t mithilfe einer vorbeugenden Behandlung, die mehr Vorteile als Nachteile bietet.<\/p> <p>Quellen<br \/> 1. Shamliyan, T.A., et al. (2013), Preventive pharmacologic treatments for episodic migraine in adults, Journal of General Internal Medicine. DOI 10.1007\/s11606-013-2433-1<br \/> 2. Das Journal of General Internal Medicine ist das Fachorgan der Society of General Internal Medicine.<\/p> <p>Der Volltext-Artikel ist f\u00fcr Journalisten auf Anfrage verf\u00fcgbar.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel.: +49-6221-487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Migr\u00e4neprophylaxe: \u00fcberwiegt der Nutzen den Schaden? Herk\u00f6mmliche Migr\u00e4nemittel, die vorbeugend verordnet werden, unterscheiden sich kaum in ihrer Wirkung, wohl aber in ihren Nebenwirkungen Migr\u00e4nekopfschmerz f\u00fchrt zum Unwohlsein und beeintr\u00e4chtigt die Lebensqualit\u00e4t. 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