{"id":64102,"date":"2013-04-29T11:45:13","date_gmt":"2013-04-29T10:45:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=64102"},"modified":"2013-04-29T11:45:13","modified_gmt":"2013-04-29T10:45:13","slug":"technische-umsetzbarkeit-von-100-oekostrom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/technische-umsetzbarkeit-von-100-oekostrom-1064102\/","title":{"rendered":"Technische Umsetzbarkeit von 100% \u00d6kostrom"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-64103\" title=\"Stromverbrauch in Baden-W\u00fcrttemberg\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/a47604f7840863d0ee46b489be452921.jpg\" width=\"200\" height=\"118\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/13353db618ba9cc1b57716dcee8d0946.jpg\" \/>Auch wenn in Deutschland mit immer mehr Windgeneratoren und Solaranlagen die summarisch ben\u00f6tigte Jahresstrommenge produziert wird, kann damit zu keinem Zeitpunkt der tats\u00e4chliche Stromdedarf gedeckt werden. Der Strombedarf \u00e4ndert sich von Sekunde zu Sekunde und ist niemals gleichm\u00e4\u00dfig hoch. Nur Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke liefern rund um die Uhr ben\u00f6tigten Strom, der ben\u00f6tigt und verbraucht wird. Windkraftwerke liefern bei Flaute und Solarkraftwerke nachts \u00fcberhaupt keinen Strom, obwohl Strom ben\u00f6tigt wird. Starkwind und Sonne erzeugen oft viel mehr Strom als abgenommen werden kann. <!--more-->Dann werden \u00d6kostromanlagen automatisiert abgeschaltet, um das Verbundnetz stabil zu halten. Stromspeicher gibt es nicht. Ein stabiles Stromnetz, das nicht laufend von Frequenzschwankungen, Spannungsschwankungen und Stromausf\u00e4llen heimgesucht wird, kann weder heute noch irgendwann k\u00fcnftig mit Windstrom, Solarstrom oder mit Biostrom erreicht werden.<\/p> <p>Die Fiktion einer Stromversorgung ohne Steinkohle und Braunkohle, ohne Gas und ohne Kernenergie ist die Jahrhundertl\u00fcge der EEG-Profiteure auf Kosten aller Stromkunden. Idealerweise wird jeder Strom dort erzeugt, wo er verbraucht wird. Als Faustregel wird aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden eine maximale Entfernung von 200 Kilometern toleriert. Der elektrische Widerstand der Transformatoren und Kabel bedeutet mit wachsender Entfernung eine zunehmende Verlustleistung. In der Sahara Strom zu erzeugen und nach Europa zu transportieren, ist eine tragische Mi\u00dfgeburt kollektiver Gehirnerweichung. Das Perpetuum Mobile Desertec ist ein Synonym f\u00fcr Dummheit und EU-Mania. [2] [3] [4] Auch Gleichstrom ist dem elektrischen Widerstand unterworfen.<\/p> <p>Zu viel \u00d6kostrom<br \/> Schon heute wird bei kr\u00e4ftigen Wind und Sonnenschein in Deutschland mehr regenerativer Strom erzeugt, als gebraucht wird. \u00d6kostromanlagen m\u00fcssen dann abgeschaltet werden, um das Netz nicht zu \u00fcberlasten. Die Anlagenbetreiber st\u00f6rt das nicht. Ihnen wird sogar nicht gelieferter Strom verg\u00fctet. Doch die Energiewende-Aktivisten streben weiterhin eine vollst\u00e4ndige Stromversorgung aus regenerativen Energien an. Ist das \u00fcberhaupt technisch m\u00f6glich?<\/p> <p>Diplom-Physiker Karl Linnenfelser hat zusammen mit Ralf Schuster Daten der \u00dcbertragungsnetzbetreiber ausgewertet, um zu ermitteln, welchen Anteil der \u00d6kostrom an der Stromversorgung in Deutschland erreichen kann. Ver\u00f6ffentlicht wurde die Studie unter <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.eike-klima-energie.eu\" title=\"EIKE - Europ\u00e4isches Institut f\u00fcr Klima und Energie\" >www.eike-klima-energie.eu<\/a> . [1] Es handelt sich hier nicht um Prognosen nach Computermodellen mit unzureichenden Annahmen, sondern um eine Zusammenfassung echter aktueller Messdaten.<\/p> <p>100 Prozent \u00d6kostrom sind geplant<br \/> Die Vertreter der &#8218;100-Prozent-Regenerative-Option&#8216; wollen die gesamte Strommenge, die heute in Deutschland gebraucht wird, aus Windstrom und Solarstrom erzeugen. Dazu sollen Windenergie-Anlagen im Onshore-Bereich von 200.000 Megawatt (MW = 1000 kW) Nennleistung, im Offshore-Bereich von 85.000 MW Nennleistung und Fotovoltaik-Anlagen von 250.000 MW Nennleistung installiert werden, also in der Summe 535.000 MW Nennleistung. Heute sind 62.000 MW Windstromanlagen und Solarstromanlagen installiert. Es sollen also zu jedem Windrad noch sieben dazukommen und die Fotovoltaikfl\u00e4chen sollen acht Mal so gro\u00df werden. Zum Vergleich: Zur sicheren Versorgung von Deutschland reichen Dampfkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 90.000 MW, die auch heute noch zur Verf\u00fcgung stehen, weil die Stromversorgung gesichert werden muss, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.<\/p> <p>Die mittlere Jahresleistung der Onshore-Windanlagen liegt bei weniger als 20 Prozent der installierten Leistung. Offshore-Anlagen erreichen etwa das Doppelte. Solarstromanlagen liegen nur bei zehn Prozent ihrer installierten Leistung. Die mittleren Jahresleistungen der geplanten regenerativen Anlagen kommen zusammen auch auf etwa 90.000 MW. Die Investitionskosten f\u00fcr 1 MW Nennleistung liegen bei einer Million Euro. Dies gilt als Faustformel sowohl f\u00fcr regenerative Anlagen wie f\u00fcr Dampfkraftwerke. Nur die Offshore Windgeneratoren machen eine Ausnahme. Sie sind mehr als doppelt so teuer wie Landanlagen. Die geplanten regenerativen Anlagen kosten also f\u00fcnf bis sechs Mal mehr als Dampfkraftwerke gleicher Jahresleistung. Die \u00d6kostromanlagen werden \u00fcber 20 Jahre abgeschrieben, w\u00e4hrend die Finanzierungszeit f\u00fcr Dampfkraftwerke 30 Jahre und mehr betr\u00e4gt. Die hohen Abschreibungen verteuern \u00d6kostrom kr\u00e4ftig.<\/p> <p>Leistung und Energie<br \/> Nach den Pl\u00e4nen der \u00d6kostromaktivisten w\u00fcrde Deutschland mit den geplanten Anlagen zwar die ben\u00f6tigte Jahresstrommenge (Energie) produzieren, die jedoch zu keiner Zeit bedarfsgerecht aufgrund der Leistungsschwankungen zur Verf\u00fcgung steht. Entweder liefern die Anlagen zu wenig Strom (Leistung), dann werden Dampfkraftwerke zugeschaltet, oder sie produzieren \u00fcber dem Bedarf, dann m\u00fcssen \u00d6kostromanlagen abgeschaltet werden. Denn Strom muss zum Zeitpunkt seiner Erzeugung auch verbraucht werden, weil es keine Stromspeicher gibt. Pumpspeicherwerke sind Wasserspeicher und keine Stromspeicher. Alle deutschen Pumpspeicherwerke zusammen k\u00f6nnen maximal sechs Stunden lang 10 Prozent der ben\u00f6tigten Strommenge liefern. Dann sind die Wasserbecken leer. Und der so erzeugte Strom ist wegen seiner hohen Verluste und hohen Kosten f\u00fcr Wasserspeicher extrem teuer. Einziger Zweck dieser Kraftwerke ist, kurzfristig Strombedarf im Verbundnetz zu decken und bei Strom\u00fcberschu\u00df Wasser zur\u00fcck in die Speicherbecken zu pumpen. Windkraft und Wasserkraft dienen seit Jahrhunderten f\u00fcr die lokale Versorgung mit mechanischer Energie, neuerdings auch mit Strom, aber beide sind ungeeignet f\u00fcr eine Einspeisung ins Stromnetz.<\/p> <p>Linnenfelser hat zu jedem Zeitpunkt des Jahres die vom Verbraucher verlangte Leistung mit der Leistung der Windstrom- und der Solarstromanlagen verglichen. Um m\u00f6glichst reale Werte zu bekommen, hat er das Leistungsdiagramm von Baden-W\u00fcrttemberg mit dem Leistungsdiagramm aller Windstrom- und Solarstromanlagen in Deutschland \u00fcberlagert. Baden W\u00fcrttemberg wurde gew\u00e4hlt, weil die gesamte Wind- und Solarstromerzeugung von 73,7 Milliarden kWh (Energie) im Jahr 2012 nahezu dem Stromverbrauch im Musterl\u00e4ndle von 80 Milliarden kWh entspricht.<\/p> <p>Das Diagramm f\u00fcr die Monate vom Dezember 2012 bis Februar 2013 zeigt in dunkelgr\u00fcn den nutzbaren \u00d6kostrom (Energie) und in hellgr\u00fcn den \u00fcberfl\u00fcssigen \u00d6kostrom. Die orangefarbenen Bereiche geben den Strom aus konventionellen Kraftwerken an. Grob gesch\u00e4tzt trug in den drei Referenzmonaten der \u00d6kostrom nur zu 50 Prozent zur Stromversorgung bei. Gut 20 Prozent des m\u00f6glichen \u00d6kostroms wurden nicht gebraucht. Jede weitere Erh\u00f6hung der \u00d6kostromleistung l\u00e4sst den Anteil des unbrauchbaren \u00d6kostroms immer st\u00e4rker ansteigen ohne Aussicht, je eine bedarfsgerechte Versorgung zu erreichen. Die Dampfkraftwerke m\u00fcssen immer betriebsbereit sein, sie werden gezwungen, unwirtschaftlich zu arbeiten, weil sie nur einen Bruchteil ihres Stromes erzeugen und verkaufen d\u00fcrfen. Trotz der Computernetzwerke wird es immer schwieriger, das Verbundnetz stabil zu halten. Auch das st\u00e4ndig erforderliche Nachregeln verursacht zus\u00e4tzliche versteckte Kosten.<\/p> <p>Die Denkfehler rund um das EEG<br \/> Selbst mit den Zahlen von Diplom-Physiker Karl Linnenfelser wird die Fehlannahme gen\u00e4hrt, \u00d6kostrom sei grunds\u00e4tzlich zur Einspeisung geeignet. \u00d6kostrom ist komplett nutzlos au\u00dfer f\u00fcr einen lokalen Verbrauch, aber niemals zur Einspeisung ins Stromnetz geeignet. Die Stromkosten steigen allerdings durch die Verwirklichung der Pl\u00e4ne der \u00d6kostromaktivisten in astronomische H\u00f6hen. Die Kosten f\u00fcr das Erzeugen einer Kilowattstunde liegen dann deutlich \u00fcber einem Euro. Fazit: Ziel verfehlt auf Kosten der Stromkunden.<\/p> <p>Kommentar von Heinrich Duepmann, dem Vorsitzenden der Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB e.V., erreichbar \u00fcber <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.naeb.de\"  >www.naeb.de<\/a> : &#8218;Ist die derzeitige Energiepolitik Dummheit oder Methode zur Umverteilung von unten nach oben mit Hilfe des unsozialen EEG Erneuerbaren Energien Gesetzes? Wir fordern, das planwirtschaftlichen EEG au\u00dfer Kraft zu setzen, das die Strompreise in unerschwingliche H\u00f6hen treibt, Arbeitspl\u00e4tze vernichtet und die Umwelt mit Windkraftanlagen, Biostromanlagen und Solaranlagen verw\u00fcstet.&#8216;<\/p> <p>Prof. Dr.-Ing. Hans-G\u00fcnter Appel<br \/> Vorsitzender des Beirats NAEB e.V.<\/p> <p>Quellen:<br \/> [1] www.eike-klima-energie.eu\/news-cache\/windenergieeinspeisung-im-april-ein-teures-trauerspiel<br \/> [2] www.stupidedia.org\/stupi\/Erich_Mielke<br \/> [3] http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Desertec<br \/> [4] www.glodis.de\/business-services.html<\/p> <p>Dieser Pressetext ist frei verwendbar. Es werden keine Lizenzbetr\u00e4ge beansprucht.<br \/> http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leistungsschutzrecht_f\u00fcr_Presseverleger<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> NAEB Nationale anti-EEG Bewegung e.V.<br \/> Heinrich Duepmann<br \/> Waldseeweg 28<\/p> <p>13467 Berlin<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: Heinrich.Duepmann@NAEB.info<br \/> Homepage: http:\/\/www.NAEB.info<br \/> Telefon: 05241 740 4728<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> NAEB Nationale anti-EEG Bewegung e.V.<br \/> Hans Kolpak<br \/> Waldseeweg 28<\/p> <p>13467 Berlin<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: Hans.Kolpak@NAEB-EEG.de<br \/> Homepage: http:\/\/www.NAEB-EEG.de<br \/> Telefon: 05241 740 4728<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn in Deutschland mit immer mehr Windgeneratoren und Solaranlagen die summarisch ben\u00f6tigte Jahresstrommenge produziert wird, kann damit zu keinem Zeitpunkt der tats\u00e4chliche Stromdedarf gedeckt werden. 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