{"id":66933,"date":"2013-05-13T15:20:48","date_gmt":"2013-05-13T14:20:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=66933"},"modified":"2013-05-13T15:21:34","modified_gmt":"2013-05-13T14:21:34","slug":"milchmaedchenrechnung-fuer-solarspeicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/milchmaedchenrechnung-fuer-solarspeicher-1066933\/","title":{"rendered":"Milchm\u00e4dchenrechnung f\u00fcr Solarspeicher?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-66934\" title=\"Verein f\u00fcr Stromverbraucherschutz\" alt=\"Verein f\u00fcr Stromverbraucherschutz\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/a42112bf7bc0c0200299a7044e28c0aa.jpg\" width=\"162\" height=\"96\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/a42112bf7bc0c0200299a7044e28c0aa.jpg\" \/>Am 19. April 2013 warb eine Solar-Firma per E-Mail: &#8218;Eilmeldung: Stromspeicher-F\u00f6rderung f\u00fcr PV-Anlagen beschlossen &#8211; Jetzt ist es sicher: Die Bundesregierung hat die F\u00f6rderung von Stromspeichern f\u00fcr Photovoltaikanlagen am 17. April beschlossen. Das F\u00f6rderprogramm startet zum 1. Mai. 2.800,- Euro F\u00f6rdergeld erhalten Sie f\u00fcr unsere intelligente Stromspeicher-L\u00f6sung. Vorausgesetzt, Sie handeln schnell. Denn die F\u00f6rdermittel sind zun\u00e4chst auf insgesamt 25 Mio. gedeckelt. Fachleute erwarten deshalb einen Run auf die F\u00f6rdert\u00f6pfe. Auch unsere Lagerbest\u00e4nde sind begrenzt. Wir rechnen mit einem schnellen Ausverkauf.&#8216;<\/p> <p><!--more-->Finanzielle Belastung der Stromkunden<br \/> Der Vorsitzende der Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB e.V. Heinrich Duepmann, erreichbar \u00fcber www.naeb.de , stellt hierzu fest: &#8218;Dies ist ein weiterer Schritt zu Lasten der Stromverbraucher, um die gescheiterte Energiewende mit Hilfe des unsozialen EEG Erneuerbaren Energien Gesetzes zu vertuschen.&#8216; Warum will die Bundesregierung Stromspeicher f\u00fcr Solarstromanlagen f\u00f6rdern? Sie hat endlich erkannt, dass die gro\u00dfen Solarstrommengen, die an sonnigen Tagen um die Mittagszeit produziert werden, das Stromnetz destabilisieren. Um dies zu vermeiden, sollen nun die Besitzer von Solarstromanlagen den Strom selbst verbrauchen und den \u00fcbersch\u00fcssigen Strom in aufladbaren Batterien f\u00fcr die Nacht speichern. Mit Hilfe des staatlichen F\u00f6rdergeldes aus Steuermitteln soll dann die Stromeigenversorgung aus Solarzellen g\u00fcnstiger sein als der Strom aus dem Netz. Denn der Selbstversorger ist von der immer weiter steigenden EEG-Umlage befreit. Wenn zus\u00e4tzlich noch Strom aus den Batterien zu Spitzenlastzeiten in das Netz eingespeist wird, k\u00f6nnten solche Anlagen nach Regierungsberechnungen angeblich in 30 Jahren bis zu 50.000 Euro einsparen.<\/p> <p>Kann man tats\u00e4chlich mit Solaranlagen nach den Pl\u00e4nen der Bundesregierung Geld sparen oder liegt hier eine Milchm\u00e4dchenrechnung vor? Wesentliche Kosten sind bei den Berechnungen nicht beachtet worden.<\/p> <p>Teurer Strom im Winter<br \/> Im vergangenen Winter, einem der k\u00e4ltesten und dunkelsten der letzten 40 Jahre in Europa, gab es vier Monate lang nahezu keinen solaren Ertrag. Der Besitzer einer Speicher-Solar-Anlage h\u00e4tte also mindestens vier Monate lang konventionellen Strom einschlie\u00dflich EEG-Umlage kaufen m\u00fcssen, dessen Preis bei Fortschreiten der &#8218;Energiewende&#8216; immer schneller steigt. Eine Strompreisbremse wurde ja k\u00fcrzlich abgelehnt, insbesondere von den Gr\u00fcnen. Der Winterstrom muss aus konventionellen Kraftwerken kommen, die ganzj\u00e4hrig in Bereitschaft stehen und entsprechend Geld kosten. Die Bereitschaftskosten verteuern den Winterstrom zus\u00e4tzlich. Sie werden als Bereitstellungskosten nach der abgenommenen Spitzenleistung berechnet. Der Winterstrompreis wird so wesentlich \u00fcber dem Netzpreis liegen.<\/p> <p>Teure Batterien<br \/> Die Solar-Firma hat auf Anfrage, welche Batterie-Technik verwendet wird, nicht geantwortet. Bei der angegebenen Lebensdauer der Anlage ist davon auszugehen, dass Lithium-Ionen-Batterien eingesetzt werden. Solche Batterien werden durch jeden Ladevorgang und w\u00e4hrend der Nutzungsdauer immer schw\u00e4cher. Die reale Lebensdauer einer solchen Batterie ist bei starker Belastung auf etwa 5 Jahre begrenzt. In einer von Focus-online [1] k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Beispielrechnung wird bei einer 5 kWp-Solaranlage und 40 bis 50 Quadratmetern Solarfl\u00e4che von einer 11.500 Euro teuren Speicherbatterie mit Lithium-Ionen-Technologie ausgegangen. Basierend auf dem gegenw\u00e4rtigen Stand der Technik speichert diese Batterie 10 bis 15 kWh elektrische Energie. Der erste Batteriesatz wird basierend auf den aktuellen Preisen mit etwa 25 Prozent staatlich gef\u00f6rdert. Doch etwa alle f\u00fcnf Jahre sind neue Batterien f\u00e4llig, f\u00fcr die es keine F\u00f6rderung mehr gibt. Focus dr\u00fcckt dies milde aus: &#8218;Hinweis: Je nach Nutzung (Zahl der Entladezyklen) kann im Laufe des F\u00f6rderzeitraums der Solaranlage ein Austausch des Speichers erforderlich werden.&#8216; So verteuern die Batterien den angeblich g\u00fcnstigen Eigenstrom um bis zu 2.000 Euro j\u00e4hrlich, w\u00e4hrend der Netzstrom nur etwa 1.200 Euro j\u00e4hrlich kostet. In den f\u00fcr die Rechnungen angenommenen 30 Betriebsjahren fallen im Extremfall also Batteriekosten von bis zu 60.000 Euro an. Zwar darf man davon ausgehen, dass sich die Batterien in den kommenden 30 Jahren weiterentwickeln. Aber stark fallende Preise sind bei dem weltweit wachsenden Rohstoffhunger nicht unbedingt zu erwarten.<\/p> <p>Gef\u00e4hrliche Anlage<br \/> Erinnert sei an das Beinahe-Desaster einer Boeing 787 Dreamliner. [2] Zur Effizienzsteigerung werden in diesem Flugzeug Lithium-Ionen-Batterien eingesetzt. W\u00e4hrend des Flugs kam es zu einer \u00dcberlastung der Batterie, die durch einen thermischen &#8218;Runaway&#8216; immer hei\u00dfer wurde und schlie\u00dflich zu brennen begann. Der chemische Energieinhalt einer Lithium-Ionen-Batterie \u00e4hnelt dem von Sprengstoffen. Solche Batterien enthalten Kohlenstoff und brennbare L\u00f6semittel. Jede Lithium-Ionen-Batterie ist daher grunds\u00e4tzlich brennbar. Diese k\u00f6nnen leicht \u00fcberlastet werden, wenn gleichzeitig gro\u00dfe Stromverbraucher, wie Herd, Backofen, Waschmaschine und Trockner eingeschaltet werden. Boeing hat die Leistung der kritischen Batterien gedrosselt und sie st\u00e4rker gek\u00fchlt. Ob Boeing die Probleme im Griff hat, werden die n\u00e4chsten Monate und Jahre zeigen.<\/p> <p>Die NAEB empfiehlt daher: Wer trotz der finanziellen und technischen Risiken eine solche Anlage betreiben will, soll unbedingt mit seiner Versicherung das Brandrisiko kl\u00e4ren und den Vertrag anpassen. Das unbeaufsichtigte Laden von Lithium-Ionen-Batterien jeder Bauart wird von den meisten Versicherungen heute als grobe Fahrl\u00e4ssigkeit eingestuft. Solche Speicherbatterien sollten niemals in bewohnten Bereichen installiert werden. Bei einem m\u00f6glichen Brand entstehen sehr giftige Substanzen wie Flusss\u00e4ure Kohlenmonoxid und krebserregende Cobaltverbindungen. Auf jeden Fall sollten immer Rauchmelder, Feuermelder und Kohlenmonoxidmelder installiert sein.<\/p> <p>Prof. Dr. Frank Endres<br \/> Stellvertretender Beiratsvorsitzender der NAEB e.V.<\/p> <p>Quelle:<br \/> [1] www.focus.de\/immobilien\/energiesparen\/solarenergie\/tid-30925\/neuer-batterie-zuschuss-von-der-kfw-solarstrom-im-keller-speichern-lohnt-sich-das-preise-zwischen-6000-und-20-000-euro_aid_976864.html<br \/> [2] http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Boeing_787<\/p> <p>Dieser Pressetext ist frei verwendbar. Es werden keine Lizenzbetr\u00e4ge beansprucht.<br \/> http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leistungsschutzrecht_f\u00fcr_Presseverleger<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> NAEB Nationale anti-EEG Bewegung e.V.<br \/> Heinrich Duepmann<br \/> Waldseeweg 28<\/p> <p>13467 Berlin<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: Heinrich.Duepmann@NAEB.info<br \/> Homepage: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.NAEB.info\" title=\"Besser ein Ende mit Schrecken f\u00fcr die gesch\u00e4tzten 500.000 Energiewende-Arbeitspl\u00e4tze als ein Schrecken ohne Ende\" >http:\/\/www.NAEB.info<\/a><br \/> Telefon: 05241 740 4728<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> NAEB Nationale anti-EEG Bewegung e.V.<br \/> Hans Kolpak<br \/> Waldseeweg 28<\/p> <p>13467 Berlin<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: Hans.Kolpak@NAEB-EEG.de<br \/> Homepage: http:\/\/www.NAEB-EEG.de<br \/> Telefon: 05241 740 4728<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19. 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