{"id":670,"date":"2008-10-28T18:11:33","date_gmt":"2008-10-28T17:11:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/finanzkrise-bremst-deutsche-medienbranche-aus-10670\/"},"modified":"2010-07-26T14:21:31","modified_gmt":"2010-07-26T13:21:31","slug":"finanzkrise-bremst-deutsche-medienbranche-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/finanzkrise-bremst-deutsche-medienbranche-aus-10670\/","title":{"rendered":"Finanzkrise bremst deutsche Medienbranche aus"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main (ots) # German Entertainment and Media Outlook: Branchenumsatz in<br \/> Deutschland w\u00e4chst 2008 nur noch um 1,4 Prozent \/ Prognose bis<br \/> 2012 gesenkt \/ Internet-Werbung und Videospiele st\u00fctzen<br \/> Erl\u00f6sentwicklung<\/p> <p>Die globale Finanzkrise bremst das Wachstum der Medienbranche in<br \/> Deutschland sp\u00fcrbar. F\u00fcr das laufende Jahr prognostiziert die<br \/> Wirtschaftspr\u00fcfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers<br \/> (PwC) im &#8222;German Entertainment and Media Outlook: 2008 &#8211; 2012&#8220; nur<br \/> noch einen Erl\u00f6szuwachs von 1,4 Prozent auf gut 56,8 Milliarden Euro,<br \/> nachdem der Umsatz 2007 noch um 2,5 Prozent und im WM-Jahr 2006 sogar<br \/> um 4,1 Prozent zugelegt hatte.<!--more--> &#8222;W\u00e4hrend die Verbraucherausgaben<br \/> weiter moderat steigen, leidet die Medienbranche unter der Abk\u00fchlung<br \/> der Werbekonjunktur. F\u00fcr das laufende Jahr erwarten wir noch einen<br \/> Anstieg der Werbeeinnahmen um zwei Prozent, im kommenden Jahr d\u00fcrften<br \/> die Erl\u00f6se jedoch leicht um ein Prozent sinken&#8220;, erwartet Frank<br \/> Mackenroth, Partner und Leiter der Branchengruppe Entertainment &amp;<br \/> Media bei PwC.<\/p> <p>Auch die mittelfristigen Perspektiven der Branche sind eingetr\u00fcbt.<br \/> Bis 2012 d\u00fcrfte der Gesamterl\u00f6s in Deutschland um j\u00e4hrlich 2,0<br \/> Prozent auf rund 61,9 Milliarden Euro zulegen und damit weniger stark<br \/> wachsen als bislang prognostiziert. Dabei steigen die Werbeeinnahmen<br \/> um voraussichtlich 2,2 Prozent pro Jahr auf gut 15,6 Milliarden Euro<br \/> und die Verbraucherausgaben um 2,0 Prozent auf ann\u00e4hernd 46,3<br \/> Milliarden Euro.<\/p> <p>Internet und Videospiele st\u00fctzen Wachstum<\/p> <p>\u00dcberdurchschnittlich starke Umsatzsteigerungen sind nach wie vor<br \/> in den Branchensegmenten Internet und Videospiele zu erwarten. Bis<br \/> 2012 d\u00fcrften die Erl\u00f6se der Online-Medien vor allem dank stark<br \/> steigender Werbeeinnahmen um durchschnittlich 4,9 Prozent auf \u00fcber 11<br \/> Milliarden Euro wachsen. Die Verbraucherausgaben f\u00fcr den station\u00e4ren<br \/> Internetzugang werden demgegen\u00fcber eher moderat um 3,4 Prozent pro<br \/> Jahr auf knapp 9,5 Milliarden Euro zulegen, nachdem zwischen 2003 und<br \/> 2006 noch zweistellige Zuwachsraten die Regel waren. &#8222;Der Markt f\u00fcr<br \/> Breitband-Internetanschl\u00fcsse ist ann\u00e4hernd ges\u00e4ttigt. Neue Kunden<br \/> m\u00fcssen immer h\u00e4ufiger von der Konkurrenz abgeworben werden, wodurch<br \/> die Preise unter Druck geraten&#8220;, so Mackenroth.<\/p> <p>Wachstumspotenzial bietet vor allem das mobile Internet. Obwohl<br \/> schnelle Mobilfunkstandards wie UMTS und HSDPA zumindest in den<br \/> Ballungsgebieten mittlerweile fast fl\u00e4chendeckend zur Verf\u00fcgung<br \/> stehen, nutzen Verbraucher die neuen M\u00f6glichkeiten bislang nur sehr<br \/> z\u00f6gerlich. &#8222;Hohe Kosten, undurchschaubare Abrechnungsmodelle und<br \/> kompliziert zu bedienende Endger\u00e4te haben viele Konsumenten davor<br \/> zur\u00fcckschrecken lassen, auch unterwegs online zu sein. Erst Apple hat<br \/> mit dem iPhone demonstriert, dass es einen Massenmarkt f\u00fcr das mobile<br \/> Internet gibt, wenn das Gesamtpaket stimmt&#8220;, kommentiert Mackenroth.<br \/> Mittlerweile holt die Konkurrenz von Nokia bis Google &#8211; in Allianz<br \/> mit den Mobilfunknetzbetreibern &#8211; auf. Konkrete Prognosen lassen sich<br \/> derzeit zwar kaum abgeben, die mobile Internetnutzung d\u00fcrfte sich<br \/> aber in wenigen Jahren durchgesetzt haben.<\/p> <p>F\u00fcr die Video- und Computerspielindustrie prognostiziert PwC ein<br \/> Umsatzwachstum von durchschnittlich 7,1 Prozent auf gut 2,2<br \/> Milliarden Euro im Jahr 2012. Besonders dynamisch d\u00fcrften sich die<br \/> Einnahmen aus Online-Spielen (plus 14,6 Prozent auf 227 Millionen<br \/> Euro) und mobilen Spielen (plus 12,1 Prozent auf 159 Millionen Euro)<br \/> entwickeln. Im laufenden Jahr 2008 geben die Deutschen<br \/> voraussichtlich erstmals mehr Geld f\u00fcr Videospiele (gut 1,8<br \/> Milliarden Euro) als f\u00fcr CDs und Musikdownloads aus.<\/p> <p>Online-Werbung gewinnt Marktanteile<\/p> <p>Die Werbeeinnahmen wachsen in den kommenden f\u00fcnf Jahren zwar<br \/> voraussichtlich stabil um durchschnittlich 2,2 Prozent, doch sind die<br \/> Mediensegmente in stark unterschiedlichem Ma\u00dfe an dieser Entwicklung<br \/> beteiligt. W\u00e4hrend die Werbeeinnahmen der Online-Medien bis 2012 um<br \/> j\u00e4hrlich 17,6 Prozent auf ann\u00e4hernd 1,6 Milliarden Euro steigen<br \/> d\u00fcrften, prognostiziert PwC f\u00fcr die Zeitungswerbung lediglich ein<br \/> Plus von 0,7 Prozent auf gut f\u00fcnf Milliarden Euro, die Werbeeinnahmen<br \/> der Fernsehsender werden um j\u00e4hrlich 1,2 Prozent auf gut 4,4<br \/> Milliarden Euro zulegen.<\/p> <p>Damit steigt der Marktanteil der Online-Medien an den gesamten<br \/> Werbeerl\u00f6sen bis 2012 von derzeit gut sechs auf ann\u00e4hernd zehn<br \/> Prozent, w\u00e4hrend mit Ausnahme der Au\u00dfenwerbung alle anderen Medien<br \/> leichte Einbu\u00dfen am Marktanteil verzeichnen.<\/p> <p>B\u00fccher bleiben vorn<\/p> <p>Gemessen an den Verbraucherausgaben bleiben B\u00fccher in Deutschland<br \/> das wichtigste Medium. Mit einem Umsatz von gesch\u00e4tzt knapp 10,1<br \/> Milliarden Euro liegt die Buchbranche 2012 noch vor dem Internet<br \/> (knapp 9,5 Milliarden Euro) und dem Fernsehen (gut 9,1 Milliarden<br \/> Euro).<\/p> <p>Die Ausgaben der Konsumenten f\u00fcr den TV-Empfang steigen in den<br \/> kommenden f\u00fcnf Jahren voraussichtlich um durchschnittlich 3,6 Prozent<br \/> auf fast 4,4 Milliarden Euro (ohne \u00f6ffentlich-rechtliche<br \/> Rundfunkgeb\u00fchren). Ein Gro\u00dfteil dieser Summe entf\u00e4llt auf den<br \/> Kabelempfang, der 2012 in sch\u00e4tzungsweise 16,8 Millionen Haushalten<br \/> vorhanden sein wird. Demgegen\u00fcber spielt das Internet-Fernsehen<br \/> (IPTV) mit voraussichtlich rund zwei Millionen Nutzerhaushalten im<br \/> Jahr 2012 auch k\u00fcnftig eine untergeordnete Rolle. Die Zahl der<br \/> Haushalte mit einem TV-Abonnement d\u00fcrfte bis 2012 um durchschnittlich<br \/> 1,1 Prozent auf 19,9 Millionen steigen.<\/p> <p>Die Musikindustrie ist die einzige Branche, die in den kommenden<br \/> f\u00fcnf Jahren mit sinkenden Erl\u00f6sen rechnen muss. Der Umsatz wird von<br \/> derzeit gut 1,6 Milliarden Euro knapp unter diese Marke fallen. Die<br \/> Talsohle d\u00fcrfte die Branche allerdings im Jahr 2010 mit einem Umsatz<br \/> von 1,57 Milliarden Euro erreichen, bevor die Erl\u00f6se wieder leicht<br \/> ansteigen.<\/p> <p>Hinweis f\u00fcr die Redaktion:<\/p> <p>Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft ist<br \/> in Deutschland mit 8.870 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von<br \/> rund 1,47 Milliarden Euro eine der f\u00fchrenden Wirtschaftspr\u00fcfungs- und<br \/> Beratungsgesellschaften. An 28 Standorten arbeiten Experten f\u00fcr<br \/> nationale und internationale Mandanten jeder Gr\u00f6\u00dfe. PwC bietet<br \/> Dienstleistungen an in den Bereichen Wirtschaftspr\u00fcfung und<br \/> pr\u00fcfungsnahe Dienstleistungen (Assurance), Steuerberatung (Tax) sowie<br \/> in den Bereichen Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung<br \/> (Advisory).<\/p> <p>Originaltext:         PwC PriceWaterhouseCoopers<br \/> Pressekontakt:<br \/> Karim Sch\u00e4fer<br \/> PricewaterhouseCoopers AG WPG<br \/> Corporate Communications \/ Presse<br \/> Tel.: (069) 95 85 &#8211; 54 35<br \/> E-mail: karim.schaefer@de.pwc.com<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main (ots) # German Entertainment and Media Outlook: Branchenumsatz in Deutschland w\u00e4chst 2008 nur noch um 1,4 Prozent \/ Prognose bis 2012 gesenkt \/ Internet-Werbung und Videospiele st\u00fctzen Erl\u00f6sentwicklung Die globale Finanzkrise bremst das Wachstum der Medienbranche in Deutschland sp\u00fcrbar. 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