{"id":6730,"date":"2010-06-30T13:35:17","date_gmt":"2010-06-30T12:35:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=6730"},"modified":"2014-04-04T13:18:48","modified_gmt":"2014-04-04T12:18:48","slug":"gut-hoeren-medikamente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/gut-hoeren-medikamente-106730\/","title":{"rendered":"m\u00f6gliche Behandlung bei l\u00e4rmbedingtem H\u00f6rverlust"},"content":{"rendered":"<p>Studie belegt m\u00f6gliche medikament\u00f6se Behandlung bei l\u00e4rmbedingtem<br \/> H\u00f6rverlust<\/p> <p>Heidelberg\/New York, 30. Juni 2010<\/p> <p>Wissenschaftler von der University of Auckland in Neuseeland haben herausgefunden, dass das H\u00f6rverm\u00f6gen bei Ratten nach l\u00e4rmbedingtem H\u00f6rverlust mit einem wirksamen, neuen Medikament wieder hergestellt werden kann. Bei der bahnbrechenden Entdeckung wurde festgestellt, das durch die Injektion des sogenannten Wirkstoffs \u201eADAC\u201c Adenosinrezeptoren im kochle\u00e4ren Gewebe aktiviert werden, die zu einer Wiederherstellung des H\u00f6rverm\u00f6gens f\u00fchren.<!--more--> Die Untersuchungsergebnisse bereiten den Weg f\u00fcr effektive, nicht-operative Behandlungsmethoden zur Wiederherstellung des H\u00f6rverm\u00f6gens nach l\u00e4rmbe-dingtem H\u00f6rverlust. Die Arbeit von Dr. Srdjan Vlajkovic und seinem Team1 erscheint in der Sonderaus-gabe zum Thema Innenohr des Fachjournals Purinergic Signalling von Springer.<\/p> <p>L\u00e4rmbedingter H\u00f6rverlust ist eine der h\u00e4ufigsten Berufskrankheiten, von der bis zu f\u00fcnf Prozent der Welt-bev\u00f6lkerung bedroht sind. Besonders verbreitet ist die Krankheit im Milit\u00e4r und in der Industrie (Bauwe-sen, Bergbau, Forstwirtschaft und Luftfahrtindustrie). Zurzeit sind H\u00f6rger\u00e4te und Cochlea-Implantate die einzigen Behandlungsmethoden bei H\u00f6rverlust. Erst in letzter Zeit wurden medikament\u00f6se Therapiekon-zepte f\u00fcr l\u00e4rmbedingten H\u00f6rverlust vorgeschlagen, denn bis heute gibt es praktisch keine Behandlungs-methoden, mit denen Sch\u00e4den am Innenohr behoben und die Einfl\u00fcsse von H\u00f6rverlusten reduziert werden k\u00f6nnen.<\/p> <p>In der Studie von Dr. Vlajkovic und seinem Team wird das Behandlungspotential des Adenosin-Amin-Kongenerens (ADAC) &#8211; einem selektiven A1-Adenosin-Rezeptoragonisten &#8211; bei l\u00e4rmbedingtem H\u00f6rverlust untersucht. Dabei wurden Wistar-Ratten in einer akustischen Kammer f\u00fcr 2 \u2013 24 Stunden Schmalbandge-r\u00e4uschen ausgesetzt, um Cochlea-Sch\u00e4digungen und einen dauerhaften H\u00f6rverlust herbeizuf\u00fchren. \u00dcber eine Injektion in den Bauch wurde den Tieren ADAC oder eine Placeboformulierung verabreicht, entweder als Einzelinjektion nach sechs Stunden oder mehrere Injektionen am Tag. Mithilfe der sogenannten geh\u00f6rspezifischen Reaktion des Gehirnstamms (ABR) untersuchen die Wissenschaftler das H\u00f6rverm\u00f6gen der Ratten vor und nach den Behandlungen. Dar\u00fcber hinaus setzten sie histologische Techniken ein, um die Anzahl der fehlenden Haarsinneszellen nach der L\u00e4rmbelastung sowie die l\u00e4rmbedingte Produktion freier Radikale zu ermitteln.<\/p> <p>Ihre Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Cochlea-Sch\u00e4digungen und H\u00f6rverluste bei Ratten, die Schmalbandger\u00e4uschen ausgesetzt wurden, durch die Verabreichung von ADAC deutlich reduziert werden k\u00f6nnen. Die besten Ergebnisse wurden bei einer fr\u00fchzeitigen Verabreichung von ADAC sechs Stunden nach der L\u00e4rmbelastung erzielt, im Vergleich zu einem sp\u00e4teren Behandlungsbeginn nach 24 Stunden. Die nachhaltigste Behandlungsstrategie war die mehrfache Injektion von ADAC f\u00fcr die Dauer von f\u00fcnf Tagen nach der L\u00e4rmbelastung. Durch diese Behandlungsmethode wurde der H\u00f6rverlust wesentlich reduziert und der Erhalt von Haarsinneszellen deutlich verbessert.<\/p> <p>Die Autoren kommen zur Schlussfolgerung: \u201eDiese wissenschaftliche Studie unterstreicht die wichtige Rolle der Adenosin-Signal\u00fcbertragung bei der Linderung von Cochlea-Sch\u00e4digungen, die durch oxidativen Stress verursacht wurden. Insbesondere das ADAC hat sich als attraktiver pharmakologischer Wirkstoff zur Behandlung von l\u00e4rmbedingten Cochlea-Sch\u00e4digungen sowohl bei akuter als auch bei l\u00e4ngerer L\u00e4rmbelastung herausgestellt.\u201c<\/p> <p>Quellenangabe<br \/> 1. Vlajkovic SM et al (2010). Adenosine amine congener mitigates noise-induced cochlear injury. Puri-nergic Signalling; DOI 10.1007\/s11302-010-9188-5<\/p> <p>Der Volltext-Artikel ist f\u00fcr Journalisten als PDF-Datei verf\u00fcgbar.<\/p> <p>Kontakt: Joan Robinson, Springer, Tel: +49-6221-487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/about+springer\/media\/springer+select?SGWID=1-11001-6-965122-0\"  >http:\/\/www.springer.com\/about+springer\/media\/springer+select?SGWID=1-11001-6-965122-0<\/a><\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Studie belegt m\u00f6gliche medikament\u00f6se Behandlung bei l\u00e4rmbedingtem H\u00f6rverlust Heidelberg\/New York, 30. 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