{"id":6761,"date":"2010-07-04T18:14:45","date_gmt":"2010-07-04T17:14:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=6761"},"modified":"2020-09-22T11:49:12","modified_gmt":"2020-09-22T10:49:12","slug":"leichtbau-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/leichtbau-zukunft-106761\/","title":{"rendered":"Leichtbau mit Zukunft"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6764\" title=\"2010-06-ccev-automotive-forum02-02.jpg\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/6761\/2010-06-ccev-automotive-forum02-02.jpg\" alt=\"\" width=\"114\" height=\"86\" \/><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Neckarsulm. Am 24. Juni 2010 fand im Audi Forum in Neckarsulm das erste \u201eCCeV Automotive Forum\u201c statt. Rund 250 Fachbesucher nutzten die Gelegenheit, um sich von hochkar\u00e4tigen Rednern aus erster Hand \u00fcber den Fortschritt des Leichtbaus mit CFK informieren zu lassen und sich in Gespr\u00e4chen mit Kollegen aus anderen Unternehmen oder Instituten auszutauschen.<!--more--><br \/> Bereits am Vorabend der Veranstaltung hatten die G\u00e4ste Gelegenheit, am Standort Neckarsulm der Audi AG die automatisierte Fertigung des A8 sowie die R8-Manufaktur zu besichtigen. \u201eFaserverbundwerkstoffe im Automobil-Leichtbau\u201c, \u201eFertigung und Prozesstechnik\u201c sowie \u201eBauweisen und Engineering\u201c waren die Schwerpunkte des Kongresses, die mit Fachvortr\u00e4gen von Referenten aus der Automobilindustrie, der Wissenschaft sowie der Zulieferbranche ausgef\u00fcllt wurden. Die Automobilindustrie war mit Vortr\u00e4gen von Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW vertreten.<br \/> Auch in Zukunft wird das Bed\u00fcrfnis nach individueller Mobilit\u00e4t nicht nachlassen, so die Einsch\u00e4tzung von Dr. Hans-Wolfgang Schr\u00f6der, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des CCeV. Doch die ressourcenschonende Herstellung von Fahrzeugen, der Einsatz neuer Antriebstechnologien und die Durchdringung neuer, riesiger M\u00e4rkte wie China oder Indien verlangen nach neuen, leichteren Materialien in der Fertigung. Zwei Herausforderungen wurden von nahezu allen Rednern des CCeV Automotive Forums genannt: Die Kosten f\u00fcr Carbonfaser-Bauteile m\u00fcssen sinken, die Taktzeiten drastisch geringer werden \u2013 erst dann kann man die neuen Werkstoffe in Gro\u00dfserienanwendungen einsetzen.<br \/> Bei der Manufaktur des Audi R8, beim Porsche Carrera GT oder auch bei Nutzfahrzeugen werden schon jetzt Faserverbundwerkstoffe eingesetzt. Immer dann, wenn der Preis eine geringere Rolle spielt und die St\u00fcckzahlen niedrig sind, zeigen sich die Vorteile des extrem leichten, festen und steifen Materials. Michael Dick, Vorstand Technische Entwicklung der Audi AG, verwies stolz auf die Erfolge der Audi-Boliden beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. \u201eUnser Sieg war auch ein CFK-Triumph\u201c, so Dick. Bei Audi setzt man auf die sukzessive Steigerung von CFK-Anteilen in der Produktion von Premiumfahrzeugen. Leidenschaftlich pl\u00e4dierte Heinrich Timm, der Leiter des Audi Leichtbauzentrums in Neckarsulm und Gastgeber des CCeV Automotive Forums, f\u00fcr einen radikalen Umschwung im Denken der Automobilbauer: \u201eDie Konzepte m\u00fcssen anders werden, wenn wir in Zukunft CFK sinnvoll einsetzen wollen.\u201c Seine Kriterien f\u00fcr den serienm\u00e4\u00dfigen Einsatz von CFK sind die Wirtschaftlichkeit, die Produktionstauglichkeit, die CO2-Bilanz, die Fahrfunktionen und der Kundennutzen. Timm will die Zukunft des Werkstoffs Carbon f\u00fcr den Automobilbau entscheidend mitgestalten: \u201e90 Prozent des Aufwands bei der Herstellung von CFK-Bauteilen muss weg.\u201c<br \/> Dass es bis dahin noch ein weiter und sicherlich steiniger Weg ist, dies zeigten die Vortr\u00e4ge von Dr. Lars Herbeck, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Voith Materials GmbH, und etlichen anderen Rednern aus der Praxis. \u201eCFK kommt im normalen Auto nicht vor,\u201c stellt Herbeck fest, und sieht auch f\u00fcr die mittelfristige Zukunft keinen Durchbruch auf diesem Gebiet. Aber: \u201eWir glauben daran, dass in der Zusammenarbeit von Herstellern, Verarbeitern und OEMs der n\u00e4chste Entwicklungsschritt f\u00fcr den Gro\u00dfserieneinsatz von CFK liegt.\u201c In diese Richtung gingen auch die Vortr\u00e4ge von Sebastian Grasser, Benteler-SGL Automotive Components, und Prof. Dr. Werner Hufenbach, Direktor des Instituts f\u00fcr Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden. Grasser kann sich in drei bis vier Jahren die Automatisierung bei der Fertigung mit CFK-Bauteilen in der Automobilherstellung vorstellen und ist damit einer der Optimisten in der Runde.<br \/> Aufbruchsstimmung vermittelte das CCeV Automotive Forum allemal. Gerade der neue Trend zum E-Mobil, der vom baden-w\u00fcrttembergischen Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg in seinem Vortrag noch einmal skizziert wurde, verlangt neue, leichte Werkstoffe \u2013 da kommt CFK zur rechten Zeit. Wolfgang Kriegler von der Magna Steyr Fahrzeugtechnik und Gast des Forums, brachte es auf den Punkt: \u201eWir haben hier einen Blumenstrau\u00df an M\u00f6glichkeiten erhalten, die mit CFK in der Zukunft des Automobilbaus stecken. Wir werden uns auf jeden Fall weiter informieren und den n\u00e4chsten Schritt in Richtung Serienreife gehen.\u201c<br \/> Die Vortr\u00e4ge des CCeV Automotive Forums sind unter www.carbon-composites.eu\/ccev-automotive-forum einsehbar. Dort ist auch eine Video-Zusammenfassung der Veranstaltung eingestellt.<br \/> \u00dcber CCeV:<br \/> Carbon Composites e.V. (CCeV) ist ein Verband von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. CCeV vernetzt Forschung und Wirtschaft im S\u00fcden des deutschsprachigen Raums (S\u00fcddeutschland, \u00d6sterreich, Schweiz). Sitz des Vereins ist Augsburg.<br \/> CCeV versteht sich als Kompetenznetzwerk zur F\u00f6rderung der Anwendung von Faserverbundtechnologien. Die Aktivit\u00e4ten von CCeV sind auf die Produktgruppe \u201eMarktf\u00e4hige Hochleistungs-Faserverbundstrukturen\u201c ausgerichtet. Der Fokus liegt auf Faserverbundstrukturen mit Kunststoffmatrices, wie sie aus vielen Anwendungen auch einer breiteren \u00d6ffentlichkeit bekannt sind, sowie auf Faserverbundstrukturen mit Keramikmatrices mit ihren h\u00f6heren Temperatur- und Verschlei\u00dfbest\u00e4ndigkeiten.<br \/> Kontakt:<br \/> Carbon Composites e.V.<br \/> Stettenstra\u00dfe 1+ 3<br \/> D-86150 Augsburg<br \/> Tel.:  0821-3162-286<br \/> Fax   0821-3162-342<br \/> info@carbon-composites.eu<br \/> www.carbon-composites.eu<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neckarsulm. Am 24. Juni 2010 fand im Audi Forum in Neckarsulm das erste \u201eCCeV Automotive Forum\u201c statt. 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