{"id":6798,"date":"2010-07-06T18:10:26","date_gmt":"2010-07-06T17:10:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=6798"},"modified":"2010-07-26T14:18:52","modified_gmt":"2010-07-26T13:18:52","slug":"maedchen-teenager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/maedchen-teenager-106798\/","title":{"rendered":"Konkurrenzkampf: Fluch und Segen"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/images.springer.com\/cda\/content\/image\/cda_displayimage.jpg?SGWID=0-0-16-684316-0\" alt=\"\" width=\"95\" height=\"126\" \/><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Neue Studie vergleicht Sieges- und Leistungswille bei Jugendlichen<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 6. Juli 2010<\/p> <p>Ist Konkurrenzverhalten im Teenager-Alter eine gute oder schlechte Eigenschaft? Wie sich herausstellte ein bisschen von beidem: St\u00e4ndig gewinnen zu wollen ist f\u00fcr die sozialen Beziehungen von M\u00e4dchen eher von Nachteil und kann unter Umst\u00e4nden zu einer Depression f\u00fchren. Bei Jungen hingegen ist dies viel seltener der Fall. Sich Wettbewerbssituationen zu stellen, um sich durch hervorragende Leistungen auszuzeichnen, tut hingegen der seelischen Gesundheit beider Geschlechter gut.<!--more--> Eine neue Studie von Dr. David Hibbard von der California State University und Dr. Duane Buhrmester von der University of Texas in den Vereinigten Staaten untersucht den Einfluss von Wettbewerbsst\u00e4rke auf die seelische Gesundheit von Jugendlichen und findet heraus, dass dabei sowohl die Art des Wettbewerbsverhaltens als auch das Geschlecht der Jugendlichen eine gro\u00dfe Rolle spielt. Die Ergebnisse erschienen gerade in der Springer-Fachzeitschrift Sex Roles.<\/p> <p>Konkurrenzkampf kann Fluch und Segen zugleich sein. Der Sieg des einen kann die Niederlage eines anderen bedeuten und das Bestreben, besser sein zu wollen als andere, kann, wenn es zu weit getrie-ben wird, r\u00fccksichtslos und selbsts\u00fcchtig wirken. Dementsprechend kann ein starker Siegeswille soziale und emotionale Nachteile mit sich bringen, was sich allerdings bei M\u00e4nnern und Frauen unterschiedlich stark auswirkt. Die Studie zeigt, dass ein starker Siegeswille als typisch m\u00e4nnlich und damit auch als erstrebenswerter f\u00fcr M\u00e4nner betrachtet wird.<\/p> <p>Eine solche Untersuchung ist gerade im sp\u00e4ten Jugendalter interessant, da Schulabg\u00e4nger sich bei der Jobsuche durch Ehrgeiz und Konkurrenzf\u00e4higkeit gegen\u00fcber anderen behaupten m\u00fcssen, gleichzeitig aber in diesem Alter auch enge Freundschaften und Liebesbeziehungen entstehen.<\/p> <p>Hibbards und Buhrmeisters Studie untersucht, wie sich zwei Arten von Konkurrenzverhalten auf die seelische Gesundheit und soziale Kompetenz bei M\u00e4dchen und Jungen im Jugendalter auswirken: auf der einen Seite einen starken Siegeswillen, d.h. besser sein zu wollen als andere und auf der anderen Seite den Wunsch hervorragende Leistungen zu erbringen und pers\u00f6nliche Ziele zu erreichen. Insgesamt 110 Highschool-Sch\u00fcler der Richardson Independent School District in Dallas, Texas, die kurz vor dem Abschluss stehen sowie ihre besten Freunde gleichen Geschlechts und ihre Eltern wurden dazu aufgefordert einen Fragebogen auszuf\u00fcllen, der nach Wettbewerbsverhalten, der Einstellung zu Ge-schlechterrollen, Selbstwertgef\u00fchl, Anzeichen einer depressiven Verstimmung, Einsamkeit, Aggression, Mitgef\u00fchl, der F\u00e4higkeit enge Freundschaften einzugehen und Schulnoten der Teilnehmer fragte.<\/p> <p>Die Autoren fanden heraus, dass mehr Jungen als M\u00e4dchen einen starken Siegeswillen angaben. Ging es um den Wunsch, sich durch hervorragende Leistungen auszuzeichnen, konnten keine Unterschiede zwischen beiden Geschlechtern festgestellt werden. F\u00fcr M\u00e4dchen war ein starker Siegeswille mit Ein-samkeit und Depression sowie weniger engen Freundschaften verkn\u00fcpft. Der Wille hervorragende Leis-tungen zu erzielen, stand hingegen f\u00fcr beide Geschlechter in engem Zusammenhang mit einem h\u00f6heren Selbstwertgef\u00fchl und weniger depressiver Verstimmung ohne dabei die soziale Kompetenz zu belasten.<\/p> <p>Die Autoren kommen zu folgender Schlussfolgerung: Die Studie ging der \u00fcbergeordneten Frage nach, ob ein starker Siegeswille als Motivation gut oder schlecht f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen ist. Die Ergebnisse erkl\u00e4ren bis zu einem bestimmten Punkt die ambivalente Einstellung westlicher Kulturen bez\u00fcglich Wettbewerbsverhalten. Konkurrenzverhalten kann nur dann der Schl\u00fcssel zu seelischer Gesundheit sein, wenn nicht der Siegeswille antreibt, sondern der Wunsch durch hervorragende Leistungen zu brillieren. Wenn Frauen einen starken Siegeswillen und Dominanz gegen\u00fcber anderen zeigen, scheinen sie daf\u00fcr einen emotionalen Preis in ihrem sozialen Umfeld zahlen zu m\u00fcssen.<\/p> <p>Quelle:<br \/> 1.\tHibbard DR &amp; Buhrmester D (2010). Competitiveness, gender, and adjustment among adolescents.<br \/> Sex Roles DOI 10.1007\/s11199-010-9809-z<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten als PDF-Dokument zur Verf\u00fcgung.<\/p> <p>Kontakt: Corinna Schaefer, Springer, Tel. +49 6221 487 8414, corinna.schaefer@springer.com<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/about+springer\/media\/springer+select?SGWID=1-11001-6-967922-0\"  >http:\/\/www.springer.com\/about+springer\/media\/springer+select?SGWID=1-11001-6-967922-0<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Studie vergleicht Sieges- und Leistungswille bei Jugendlichen New York \/ Heidelberg, 6. 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