{"id":69861,"date":"2013-05-28T07:02:25","date_gmt":"2013-05-28T07:02:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=69861"},"modified":"2020-12-02T11:51:49","modified_gmt":"2020-12-02T10:51:49","slug":"momentaufnahme-von-einem-der-meistdiskutierten-orte-deutschlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/momentaufnahme-von-einem-der-meistdiskutierten-orte-deutschlands-1069861\/","title":{"rendered":"Momentaufnahme von einem der meistdiskutierten Orte Deutschlands"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Ramon Schacks &quot;Neuk\u00f6lln ist Niergendwo&quot;\" alt=\"Ramon Schacks &quot;Neuk\u00f6lln ist Niergendwo&quot;\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/4ab079dced0044d391ab0545382af0d5.jpg\" width=\"124\" height=\"124\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/e0ab2fd4a4204615529e6ef15916db88.jpg\" \/>Neuk\u00f6lln ist nirgendwo &#8211; eine pers\u00f6nliche Betrachtung<\/p> <p>Ramon Schack \u00fcber den wohl bekanntesten Ort Deutschlands<\/p> <p>Neuk\u00f6lln, Berlins schillernder Bezirk, fungierte schon vor dem Buch des Bezirksb\u00fcrgermeisters Heinz Buschkowsky als Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr die \u00c4ngste und Albtr\u00e4ume der Republik.<\/p> <p><!--more-->Gescheiterte Integration, \u00dcberfremdung, Islamisierung, Harz 4, Kriminalit\u00e4t, sozialer Verfall, all diese Ph\u00e4nomene, vor denen Deutschland sich f\u00fcrchtet, werden in den \u00f6ffentlichen Debatten gerne als &#8222;Neuk\u00f6llner Verh\u00e4ltnisse&#8220; subsumiert, vor denen man warnt.<\/p> <p>&#8222;Neuk\u00f6lln ist \u00fcberall&#8220;, behauptet Buschkowsky in seinem Buch, welches ihn reich, seinen Bezirk noch &#8222;ber\u00fchmter&#8220; gemacht hat.<\/p> <p>Wenn Neuk\u00f6lln wirklich &#8222;\u00fcberall&#8220; w\u00e4re, dann m\u00fcssten wir nicht weiter \u00fcber diesen Bezirk im S\u00fcdosten Berlins diskutieren, dann h\u00e4tte dieser sein Alleinstellungsmerkmal verloren.<\/p> <p>Dem ist aber nicht so.<\/p> <p>In der Abgeschiedenheit seines Amtssitzes, im Rathaus von Neuk\u00f6lln, hat Heinz Buschkowsky die aktuelle Entwicklung Neuk\u00f6llns zu einem der aufregendsten Orte der Republik \u00fcbersehen oder ignoriert.<\/p> <p>&#8222;Neuk\u00f6lln ist nirgendwo&#8220;, behauptet der Journalist Ramon Schack (<a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.ramon-schack.de\/\" title=\"Ramon Schack ist Diplom-Politologe, Journalist und Publizist.\" >http:\/\/www.ramon-schack.de\/<\/a>) . In seiner kritischen Gegen\u00fcberstellung zu Buschkowskys Buch stellt er fest: &#8222;Neuk\u00f6lln heute, das ist der aufregendste Ort der Republik.&#8220;<\/p> <p>Ein explosiver und stimulierender demographischer Mix aus Schwaben und Salafisten, Hipstern und Harz-4-Empf\u00e4ngern, Malochern und Modedesignerinnen, kleinb\u00fcrgerlich bis bettelarm, neureich und neurotisch, von hektischen unternehmerischen Aktivit\u00e4ten erfasst, wobei Lebenslust, Vitalit\u00e4t und Frust ein einzigartiges Gef\u00fchl ergeben, welches durch den Begriff &#8222;urban&#8220; nur sehr unzureichend erkl\u00e4rt wird.<\/p> <p>Schack, der seit zweieinhalb Jahren in Neuk\u00f6lln lebt &#8211; freiwillig, wie er betont &#8211; nimmt die Leser mit auf seine Streifz\u00fcge durch den Kiez, einen Schmelztiegel, in dem aus dem allt\u00e4glichen Zusammenprall der Lebenswelten etwas Neues hervorgeht.<\/p> <p>Zum Beispiel die jungen S\u00fcdeurop\u00e4er, die auf der Flucht vor der Arbeits- und Perspektivlosigkeit in ihren Heimatl\u00e4ndern als Bedienung in den alten Eck- und Stammkneipen arbeiten, wo die Alteingesessenen verkehren, die ihren Lebensraum zunehmend als bedroht und schrumpfend wahrnehmen. Andere, die auf der Schattenseite des Lebens gelandet sind und nicht mehr zur\u00fcckkehrten, f\u00fcr die Neuk\u00f6lln zu einem Boulevard der zerbrochenen Tr\u00e4ume wurde. Dann die jungen Hungrigen, die es in den Bezirk dr\u00e4ngt, weil es jetzt hip ist, in Neuk\u00f6lln zu wohnen, einem Erfahrungs- und Erlebnisraum, in dem jeder unter tausend M\u00f6glichkeiten w\u00e4hlen und mit ein wenig Gl\u00fcck sein Leben neu erfinden kann, wenn es nicht an Leidenschaft und Energie fehlt.<br \/> In deren Schlepptau die Makler und Immobilienbesitzer, die ein gutes Gesch\u00e4ft wittern, sanieren und investieren.<br \/> Daneben Menschen wie David, der junge Journalist aus der Schweiz, Neuk\u00f6llner aus \u00dcberzeugung, st\u00e4ndig auf Reisen zwischen Sydney und LA, der ein herzliches Verh\u00e4ltnis zu seiner Nachbarin pflegt, die Berlin noch nie verlassen hat und mit 40 zum ersten Mal in den Grunewald kam. Oder Rudi, der in Neuk\u00f6lln aufwuchs, auch einmal Sch\u00fcler der R\u00fctli-Schule war, und der sich durch sein Hobby Breakdance zu einem erfolgreichen Gesch\u00e4ftsmann entwickelte.<\/p> <p>Ramon Schack hat ein Buch geschrieben, welches das \u00f6ffentliche Image Neuk\u00f6llns ins Wanken bringt. Eine faszinierende Momentaufnahme von einem der dynamischsten und meistdiskutierten Orte Deutschlands.<br \/> &#8222;Neuk\u00f6lln ist nirgendwo&#8220; &#8211; zumindest momentan; der Bezirk befindet sich auf einer Reise, deren Geschwindigkeit permanent zunimmt, mit unbekanntem Ziel.<\/p> <p>Bereits f\u00fcr viel mediale Aufmerksamkeit sorgte dabei im Vorfeld die Geschichte von Anka, der polnischen Putzfrau, der durch einen auf dem K\u00fcchentisch hinterlassenen Brief gek\u00fcndigt wurde, weil sie sich weigerte, von ihrem bescheidenen Lohn auch noch das vegane und entsprechend teure Putzmittel zu kaufen. Die NZZ schrieb dazu: &#8222;Der Grund f\u00fcr die angeregte Diskussion ist die politische Komponente der Geschichte. So bezeichnet Schack die Verfasser des Briefes als &#8222;linkes Lehrer-Ehepaar aus Neuk\u00f6lln&#8220;. Die Zeitschrift &#8222;Stern&#8220; spricht von &#8222;\u00d6kospie\u00dfern&#8220;. So stammen denn auch viele der Kritiker vom linken Fl\u00fcgel. Die Diskussion dreht sich schlie\u00dflich darum, wie rechts eigentlich Linke seien oder wie rechts die \u00d6kologie&#8220;.<\/p> <p>Diese und andere Geschichten verwebt Ramon Schack in seinem Buch &#8222;Neuk\u00f6lln ist nirgendwo&#8220;, das in der zweiten Juni H\u00e4lfte beim Verlag 3.0 Zsolt Majsai erscheinen wird, geschickt zu einem faszinierenden Mosaikbild seines ganz pers\u00f6nlichen Erlebens dieses Bezirks und seiner Bewohner. Illustriert ist das Buch samt Cover mit Bildern des Fotografen Robin Schimko (http:\/\/www.robinschimko.de) , der Schack durch den Kiez begleitet und die Charakteristika dieses Ortes eindrucksvoll mit seiner Kamera eingefangen hat.<\/p> <p>Vorbestellungen zum verg\u00fcnstigten Subskriptionspreis von 10 Euro sind bis zum Erscheinungstermin Ende Juni 2013 im Verlagsshop (http:\/\/verlag-shop.com\/57-neukoelln-ist-nirgendwo-9783944343747.html) m\u00f6glich.<\/p> <p>Bildrechte: Robin Schimko<\/p> <p>Verlag 3.0 Zsolt Majsai geht neue Wege. Nach dem Motto Buch Ist Mehr, will er das Erfahren und Erleben von B\u00fcchern zu einem besonderen Erlebnis machen.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Verlag 3.0 Zsolt Majsai<br \/> Zsolt Majsai<br \/> Neusser Str. 23<br \/> 50181 Bedburg<br \/> 022728079606<br \/> info@verlag30.de<br \/> http:\/\/verlag-shop.com<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuk\u00f6lln ist nirgendwo &#8211; eine pers\u00f6nliche Betrachtung Ramon Schack \u00fcber den wohl bekanntesten Ort Deutschlands Neuk\u00f6lln, Berlins schillernder Bezirk, fungierte schon vor dem Buch des Bezirksb\u00fcrgermeisters Heinz Buschkowsky als Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr die \u00c4ngste und Albtr\u00e4ume der Republik.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":197192,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[1734],"class_list":["post-69861","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-gesellschaft","tag-default"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69861","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69861"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69861\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":272425,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69861\/revisions\/272425"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/197192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69861"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69861"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69861"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}