{"id":73614,"date":"2013-06-13T14:25:43","date_gmt":"2013-06-13T13:25:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=73614"},"modified":"2013-06-13T14:25:43","modified_gmt":"2013-06-13T13:25:43","slug":"krebsfrueherkennungsgesetz-drei-jahre-sind-zu-lang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/krebsfrueherkennungsgesetz-drei-jahre-sind-zu-lang-1073614\/","title":{"rendered":"Krebsfr\u00fcherkennungsgesetz: Drei Jahre sind zu lang"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-73615\" title=\"Teilnehmer der Paneldiskussion &quot;Vom Gesetz zur Blaupause&quot; v.l.n.r.: Sophie Schwab, Vertragschefin DAK-Gesundheit; Marianne Koch, Moderatorin; Dr. Wolfgang Aubke, ehem. Vorsitzender des Beirats der Kooperationsgemeinschaft Mammographie-Screening; Christian Bredl, Leiter TK Landesvertretung Bayern; Ursula B\u00f6hmer, Allgemein\u00e4rztin; Simone Widhalm, Widhalm Gesundheitskommunikation.\" alt=\"Fachsymposium\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/1575b8bd32b08aa0e17e82d537d02973.jpg\" width=\"200\" height=\"128\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/668ed5435852ceaac81a574359e94102.jpg\" \/>Rund 100 Mediziner, Wissenschaftler, Krankenkassen, Pharmavertreter, Apotheker und Fachjournalisten folgten der Einladung des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. zum gestrigen Fachsymposium \u201eZukunft ohne Darmkrebs?\u201c in M\u00fcnchen. Die Umsetzung des neuen Krebsfr\u00fcherkennungs- und Registergesetzes z\u00e4hlte zu den meistdiskutierten Themen.<\/p> <p>Einstimmige Begeisterung \u00fcber das im April in Kraft getretene Krebsfr\u00fcherkennungsgesetz traf auf Unverst\u00e4ndnis \u00fcber die Dauer der Umsetzung. In einer Paneldiskussion gab Dr. Wolfgang Aubke, ehem. Vorsitzender des Beirats der Kooperationsgemeinschaft Mammographie-Screening, zu bedenken, dass all die Schritte die zur Umsetzung des im Gesetz enthaltenen Einladungsverfahren zum Darmkrebsscreening n\u00f6tig seien, bereits im Rahmen der Umsetzung des Einladungsverfahrens zum Mammographiescreening entwickelt, erprobt und optimiert wurden. <!--more-->Eine Blaupause sei damit bereits vorhanden, so Dr. Aubke.<\/p> <p>Dies veranlasste auch Dr. Gerhard Brenner, Vorstandsmitglied der Stiftung LebensBlicke, eine raschere Umsetzung des Gesetzes zu fordern. \u201eDie vom G-BA veranschlagten drei Jahre sind eindeutig zu lang!\u201c, so Brenner, der zudem darauf hinwies, dass die Dokumentation der Vorsorgekoloskopie in diesem Jahr ausl\u00e4uft und hier dringend f\u00fcr eine Fortf\u00fchrung pl\u00e4dierte.<\/p> <p>Neben den systemischen Voraussetzungen, sorgte auch die Kommunikationspsychologie f\u00fcr Gespr\u00e4chsstoff. Wie sollen die Versicherten angesprochen werden und wer \u00fcbernimmt diese Aufgabe? Hier solle das am vergangenen Freitag gestartete Pilot-Projekt der TK Bayern aufschlussreiche Daten liefern, so Christian Bredl, Leiter der TK Landesvertretung Bayern. 100.000 Versicherte im Alter von 50 und 55 Jahren werden von der TK mit unterschiedlichen Anschreiben und Informationsbrosch\u00fcren beschickt und zu einem Beratungsgespr\u00e4ch \u00fcber die Darmkrebsvorsorge eingeladen. Eine verg\u00fctete Evaluation durch die behandelnden Haus\u00e4rzte soll im Anschluss aufzeigen, welche Kommunikationsmittel und Ansprachen zu einer hohen Inanspruchnahme gef\u00fchrt haben und welche Materialien von den Versicherten am besten angenommen und verstanden wurden. Mit den Daten dieses bundesweit einzigartigen Modellprojekts will die TK Bayern dem G-BA fundierte Entscheidungshilfen an die Hand geben, um ein wirkungsvolles Einladungsverfahren in ganz Deutschland auszurollen.<\/p> <p>Das dieses Prozedere der erneuten umfangreichen Datengewinnung im Prinzip nicht notwendig w\u00e4re, machte Kommunikationsberaterin Simone Widhalm deutlich. Es l\u00e4gen bereits umfassende Untersuchungen \u00fcber die Ansprache von Versicherten vor. Leider werde seitens der Krankenkassen auf psychologisch notwendige Unterscheidung in der Ansprache von M\u00e4nnern und Frauen bisher noch keine R\u00fccksicht genommen &#8211; es werde zu viel Undifferenziertes verschickt, das insbesondere bei den M\u00e4nnern ungelesen im M\u00fcll lande. Insbesondere die vom IQWIG herausgegebene Brosch\u00fcre zur Fr\u00fcherkennung von Darmkrebs sei als Instrumentarium zur Aufkl\u00e4rung und Motivation von Laien aus kommunikativer Sicht ungeeignet.<\/p> <p>Sophie Schwab, Vertragschefin der DAK-Gesundheit in Bayern, gab den Einw\u00e4nden insofern recht, als dass sie die Krankenkassen &#8211; auch systembedingt &#8211; als eher der Ratio zugetan beschrieb. Man wisse, dass man auch hinsichtlich der emotionalen Ansprache von Versicherten noch einiges lernen m\u00fcsse.<\/p> <p>Einig waren sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde \u00fcber das \u201eWer?\u201c &#8211; die Einladungen an Versicherte sollten bundesweit kassen\u00fcbergreifend von zentraler Stelle erfolgen.<\/p> <p>Zu den weiteren Referenten z\u00e4hlten Pr\u00e4sidentin Dr. Christa Maar, Generalsekret\u00e4r Dr. Georg Ralle, Prof. Dr. Dr. J. R\u00fcdiger Siewert, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Netzwerk gegen Darmkrebs, Hanspeter Quodt, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von MSD, Prof. Dr. Thomas Seufferlein, \u00c4rztl. Direktor am Uniklinikum Ulm, Prof. Dr. Ulrich Mansmann, Leiter des Instituts f\u00fcr Med. Informationsverarbeitung, Biometrie u. Epidemiologie (IBE) der LMU M\u00fcnchen und Prof. Dr. Volker Heinemann, Oberarzt am Klinikum Gro\u00dfhadern der LMU.<\/p> <p>Die Vortr\u00e4ge der Referenten stehen den Mitgliedern des Netzwerk gegen Darmkrebs im Downloadcenter der Website www.netzwerk-gegen-darmkrebs.de zur Verf\u00fcgung. Das Fachsymposium wurde mit freundlicher Unterst\u00fctzung von Amgen, Norgine und Preventis durchgef\u00fchrt.<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.<br \/> Kathrin Schmid-Bodynek<br \/> Arabellastra\u00dfe 27<\/p> <p>81925 M\u00fcnchen<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: Kathrin.schmid-bodynek@netzwerk-gegen-darmkrebs.de<br \/> Homepage: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.netzwerk-gegen-darmkrebs.de\" title=\"Das bundesweit aktive \u201eNetzwerk gegen Darmkrebs\u201c ist die wichtigste gemeinn\u00fctzige, unabh\u00e4ngige Vereinigung zum Thema Darmkrebsvorsorge in Deutschland \" >http:\/\/www.netzwerk-gegen-darmkrebs.de<\/a><br \/> Telefon: 089-9250 1748<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.<br \/> Kathrin Schmid-Bodynek<br \/> Arabellastra\u00dfe 27<\/p> <p>81925 M\u00fcnchen<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: Kathrin.schmid-bodynek@netzwerk-gegen-darmkrebs.de<br \/> Homepage: http:\/\/<br \/> Telefon: 089-9250 1748<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 100 Mediziner, Wissenschaftler, Krankenkassen, Pharmavertreter, Apotheker und Fachjournalisten folgten der Einladung des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. zum gestrigen Fachsymposium \u201eZukunft ohne Darmkrebs?\u201c in M\u00fcnchen. Die Umsetzung des neuen Krebsfr\u00fcherkennungs- und Registergesetzes z\u00e4hlte zu den meistdiskutierten Themen. Einstimmige Begeisterung \u00fcber das im April in Kraft getretene Krebsfr\u00fcherkennungsgesetz traf auf Unverst\u00e4ndnis \u00fcber die Dauer der Umsetzung.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":73615,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-73614","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medizin-gesundheit-pflege-soziales"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73614","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=73614"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73614\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/73615"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=73614"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=73614"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=73614"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}