{"id":74805,"date":"2013-06-20T14:50:43","date_gmt":"2013-06-20T13:50:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=74805"},"modified":"2013-06-20T14:50:43","modified_gmt":"2013-06-20T13:50:43","slug":"auswirkungen-des-bevoelkerungswachstums-auf-bedrohte-tierarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/auswirkungen-des-bevoelkerungswachstums-auf-bedrohte-tierarten-1074805\/","title":{"rendered":"Auswirkungen des Bev\u00f6lkerungswachstums auf bedrohte Tierarten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-75061\" title=\"Springer-Fachzeitschrift Human Ecology.\" alt=\"Springer-Fachzeitschrift Human Ecology.\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/0556c42849ded627865276163bed508c.jpg\" width=\"119\" height=\"162\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/f679b22e45af7024b66609e6d52e8aff.jpg\" \/>Verdr\u00e4ngt der Mensch die Tiere?<\/p> <p>Bev\u00f6lkerungswachstum bedroht das \u00dcberleben von S\u00e4ugetier- und Vogelarten<\/p> <p>Aufgrund der zunehmenden Bev\u00f6lkerungsdichte der Menschen sind S\u00e4ugetier- und Vogelarten von der Ausrottung bedroht. Das ist das Ergebnis einer Studie von Jeffrey McKee und seinen Kollegen von der Ohio State University in den USA. Es ist die erste Arbeit, die zeigt, dass das exponentielle Wachstum der menschlichen Bev\u00f6lkerung anhaltend andere Arten bedroht. Mit anderen Worten: Es gibt anscheinend keinen Schwellenwert, \u00fcber dem sich die zunehmend negativen Auswirkungen des Bev\u00f6lkerungswachstums weniger stark auswirken w\u00fcrden. <!--more-->Die Ergebnisse der Studie erscheinen online in der Springer-Fachzeitschrift Human Ecology.<\/p> <p>Schon seit langem geht man davon aus, dass die Anzahl der bedrohten Arten heutzutage mit der Gr\u00f6\u00dfe, Dichte und dem Wachstum der menschlichen Bev\u00f6lkerung in Zusammenhang steht. McKee und sein Team haben sich zum Ziel gesetzt, die kausale Verbindung zwischen der menschlichen Bev\u00f6lkerungsdichte und den Bedrohungen f\u00fcr S\u00e4ugetiere und Vogelarten zu beweisen. Diese Verbindung soll nicht nur f\u00fcr die heutige Situation bestimmt werden, sondern auch im Hinblick auf das zuk\u00fcnftige Bev\u00f6lkerungswachstum untersucht werden.<\/p> <p>Um Ihre Hypothese zu validieren und Vorhersagen \u00fcber die zuk\u00fcnftigen Auswirkungen des Bev\u00f6lkerungswachstums auf bedrohte Tierarten zu treffen, pr\u00fcften die Wissenschaftler Daten der US-amerikanischen Statistikbeh\u00f6rde (US Census Bureau) aus den Jahren 2000 und 2010 sowie Daten \u00fcber die vorhergesagten Bev\u00f6lkerungsgr\u00f6\u00dfen f\u00fcr die Jahre 2020 und 2050 f\u00fcr 114 L\u00e4nder. Gleichzeitig sammelten sie Daten \u00fcber bedrohte S\u00e4ugetier- und Vogelarten, die in der internationalen Roten Liste gef\u00e4hrdeter Arten der IUCN* aufgef\u00fchrt sind.<\/p> <p>Die Wissenschaftler fanden heraus, dass \u00c4nderungen der menschlichen Bev\u00f6lkerungsdichte messbare Auswirkungen auf die Ver\u00e4nderung der Anzahl bedrohter Arten pro Land haben. Ein durchschnittliches Land mit einer wachsenden Bev\u00f6lkerung muss damit rechnen, dass die Anzahl bedrohter S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel um 3,3 Prozent innerhalb des n\u00e4chsten Jahrzehnts zunimmt \u2013 bis 2050 betr\u00e4gt die Zunahme 10,8 Prozent \u2013 allein auf der Basis der wachsenden Bev\u00f6lkerung.<\/p> <p>Die Forscher fanden keinen ersichtlichen Schwelleneffekt, der die weiteren Risiken f\u00fcr die Artenvielfalt reduziert. Das legt nahe, dass zuk\u00fcnftige Bem\u00fchungen um den Erhalt der biologischen Vielfalt die menschliche Bev\u00f6lkerungsdichte von Anfang an ber\u00fccksichtigen sollten. Die Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnten auf L\u00e4nder konzentriert werden, in denen die menschliche Bev\u00f6lkerung abnimmt. Solche Gebiete k\u00f6nnten Ziel sein f\u00fcr die Wiedergewinnung unber\u00fchrter Natur und die Wiederansiedlung anderer einheimischer Arten, die bedroht bleiben.<\/p> <p>Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung: \u201eOhne Zweifel tragen viele verschiedene Faktoren dazu bei, dass die Verf\u00fcgbarkeit von Ressourcen zur\u00fcckgeht, die S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel f\u00fcr ihr \u00dcberleben als lebensf\u00e4hige Arten brauchen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die menschliche Bev\u00f6lkerungsdichte einer der Hauptfaktoren ist, durch den S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel vom Aussterben bedroht sind.\u201c<\/p> <p>* Die IUCN Red List of Threatened Species\u2122 ist ein umfassender, objektiver globaler Ansatz zur Bewertung des Erhaltungszustands von Pflanzen- und Tierarten.<\/p> <p>Quelle<br \/> McKee J et al (2013). Human Population Density and Growth Validated as Extinction Threats to Mammal and Bird Species. Human Ecology; DOI 10.1007\/s10745-013-9586-8<\/p> <p>Der Volltext-Artikel ist f\u00fcr Journalisten auf Anfrage verf\u00fcgbar.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel.: +49-6221-487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verdr\u00e4ngt der Mensch die Tiere? Bev\u00f6lkerungswachstum bedroht das \u00dcberleben von S\u00e4ugetier- und Vogelarten Aufgrund der zunehmenden Bev\u00f6lkerungsdichte der Menschen sind S\u00e4ugetier- und Vogelarten von der Ausrottung bedroht. Das ist das Ergebnis einer Studie von Jeffrey McKee und seinen Kollegen von der Ohio State University in den USA. 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