{"id":82100,"date":"2013-07-25T16:46:50","date_gmt":"2013-07-25T16:46:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=82100"},"modified":"2013-07-26T12:19:50","modified_gmt":"2013-07-26T11:19:50","slug":"kein-platz-fuer-egoistische-kleinstaaterei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/kein-platz-fuer-egoistische-kleinstaaterei-1082100\/","title":{"rendered":"Kein Platz f\u00fcr egoistische Kleinstaaterei"},"content":{"rendered":"<div> <p>Ansturm aus dem Osten?<\/p> <p>Deutschland muss Zielland f\u00fcr Hochqualifizierte bleiben<\/p> <p>&#8222;Osteurop\u00e4er sitzen auf gepackten Koffern&#8220;. Unter dieser \u00dcberschrift berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) http:\/\/www.faz.net \u00fcber die volle Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit, die in allen L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union von Januar 2014 an gilt. Droht nun ein Ansturm aus dem Osten oder Armutszuwanderung in unsere Sozialsysteme? Zu Beginn dieses Jahres hatte ja der Deutsche St\u00e4dtetag http:\/\/www.staedtetag.de eine Diskussion speziell \u00fcber die Zuwanderung aus Bulgarien und Rum\u00e4nien losgetreten.<\/p> <p><!--more-->Die Wissenschaft gibt Entwarnung. Die Deutschen m\u00fcssen sich nicht davor f\u00fcrchten, dass in wenigen Monaten alle EU-B\u00fcrger dort arbeiten k\u00f6nnen, wo sie wollen, so die Meinung von Experten. &#8222;Im Gegenteil: Die Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit in der EU ist eine gro\u00dfe Errungenschaft. Unsere Arbeitswelt wird immer internationaler. Da ist kein Platz f\u00fcr egoistische Kleinstaaterei. Um im globalen Wettbewerb mit Amerika und Asien bestehen zu k\u00f6nnen, brauchen wir diesen Austausch von Wissen und Arbeitskraft sogar&#8220;, kommentiert der Personalexperte Michael Zondler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Beratungsunternehmens centomo <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.centomo.de\" title=\"recruitment und interim\" >http:\/\/www.centomo.de<\/a> mit Sitzen in Ludwigsburg, Sindelfingen und London.<\/p> <p>Der \u00d6konom Herbert Br\u00fccker, der sich am Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit Migrationsforschung besch\u00e4ftigt, erwartet in den kommenden zwei bis drei Jahren jeweils eine Nettoauswanderung von rund 260.000 Personen aus Bulgarien und Rum\u00e4nien in andere EU-Staaten. Gegen\u00fcber der FAZ weist der Forscher aber darauf hin, dass diese Personengruppen bisher deutlich besser als viele andere Migranten in den deutschen Arbeitsmarkt integriert worden seien. &#8222;Die Arbeitslosenquote bewegt sich zwischen acht und zehn Prozent und ist damit deutlich niedriger als im Durchschnitt der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung mit 16 Prozent&#8220;, erl\u00e4utert Br\u00fccker. Sie sei auch niedriger als bei den S\u00fcdeurop\u00e4ern. Damit helfe Zuwanderung im Saldo auch dem deutschen Sozialstaat, vor allem der Rentenkasse.<\/p> <p>&#8222;Die Kernfrage der kommenden Jahre wird sein, ob Deutschland auch das Zielland von Hochqualifizierten bzw. Menschen mit einer fundierten Berufsausbildung bleiben wird. F\u00fcr Niedrigqualifizierte aus dem osteurop\u00e4ischen Raum wird es auf dem deutschen Arbeitsmarkt &#8211; bis auf wenige Segmente &#8211; eng werden. Entgegen manch populistischer Verk\u00fcrzung durch Medien und Politik ist es gut, dass die FAZ auf einen wichtigen Punkt hinweist: Die Qualifikation der Zuwanderer aus Bulgarien und Rum\u00e4nien war in den letzten Jahren sehr hoch. Im Jahr 2005 waren 64 Prozent dieser Migranten Hochschulabsolventen. Doch f\u00fcr Sch\u00f6nf\u00e4rberei ist auch kein Platz. Zuwanderung ist Fluch und Segen zugleich, hat Vor- und Nachteile. Allerdings ist ganz klar zu erkennen, dass das alternde Deutschland Zuwanderung braucht und wir von der Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit profitieren. Was w\u00e4re es denn f\u00fcr ein Europa, wenn sich zum Beispiel nur wir Deutsche aussuchen d\u00fcrften, wo wir arbeiten m\u00f6chten?&#8220;, fragt Zondler.<\/p> <p>Auch das Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge h\u00e4lt \u00c4ngste vor einer unkontrollierten Massenzuwanderung f\u00fcr objektiv nicht berechtigt. Laut dem Freiz\u00fcgigkeitsmonitor der Beh\u00f6rde ist es trotz leicht gestiegener Zahl der Nettozuz\u00fcge nicht zu einer Massenzuwanderung gekommen.<\/p> <p>Das Redaktionsb\u00fcro Andreas Schultheis bietet Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. f\u00fcr Unternehmen, Verb\u00e4nde, Politiker.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Andreas Schultheis, Text &amp; Redaktion<br \/> Andreas Schultheis<br \/> Heisterstra\u00dfe 44<br \/> 57537 Wissen<br \/> 01714941647<br \/> schultheisoffice@aol.com<br \/> http:\/\/www.xing.com\/profile\/Andreas_Schultheis2<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ansturm aus dem Osten? Deutschland muss Zielland f\u00fcr Hochqualifizierte bleiben &#8222;Osteurop\u00e4er sitzen auf gepackten Koffern&#8220;. 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