{"id":87941,"date":"2013-08-27T14:41:39","date_gmt":"2013-08-27T13:41:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=87941"},"modified":"2013-08-27T14:41:57","modified_gmt":"2013-08-27T13:41:57","slug":"der-einfluss-von-gewaltvideospielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/der-einfluss-von-gewaltvideospielen-1087941\/","title":{"rendered":"Der Einfluss von Gewaltvideospielen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-88209\" title=\"Springer-Zeitschrift Journal of Youth and Adolescence\" alt=\"Springer-Zeitschrift Journal of Youth and Adolescence\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/2cd5dd9658c85a6e1731518be365cc66.jpg\" width=\"113\" height=\"153\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/2cd5dd9658c85a6e1731518be365cc66.jpg\" \/>Machen Videospiele anf\u00e4llige Jugendliche aggressiver?<\/p> <p>Neue Studie: Gewaltvideospiele f\u00f6rdern kein antisoziales Verhalten bei psychisch auff\u00e4lligen Jugendlichen<\/p> <p>Machen gewaltverherrlichende Videospiele wie \u201aMortal Kombat\u2018, \u201aHalo\u2018 und \u201aGrand Theft Auto\u2018 Teenager mit Depressionen oder ADS-Syndrom zu aggressiven Mobbern oder Straft\u00e4tern? Nein, sagen US-amerikanische Wissenschaftler in einer Studie, die in der Springer-Zeitschrift Journal of Youth and Adolescence online erscheint. Im Gegenteil: Solche Videospiele hatten einen eher beruhigenden Effekt auf Jugendliche mit ADS und trugen zur Reduzierung von aggressivem und schikanierendem Verhalten bei.<\/p> <p><!--more-->Die Wissenschaftler Christopher Ferguson und Cheryl Olson untersuchten 377 amerikanische Kinder aus unterschiedlichen ethnischen Gruppen mit klinisch nachgewiesenen Symptomen f\u00fcr ADS oder Depressionen. Die durchschnittlich 13 Jahre alten Kinder geh\u00f6rten in ein haupts\u00e4chlich \u00f6ffentlich finanziertes Projekt, das sich mit den Auswirkungen von Gewalt in Videospielen auf Jugendliche befasst.<\/p> <p>\u00d6ffentlich wird immer wieder debattiert, ob gewaltverherrlichende Videospiele Gewalt und Aggressionen unter Jugendlichen, speziell jungen Menschen mit bereits bestehenden psychischen Problemen, f\u00f6rdern oder nicht. In diesem Kontext ist die Studie von enormer Bedeutung. Es geht um Mobbing, Gewaltanwendung, K\u00f6rperverletzung, sogar Mord. Und h\u00e4ufig stellen die Medien eine Verbindung zwischen gewaltt\u00e4tigen Videospielen und den T\u00e4tern von Schulmassakern in den USA her.<\/p> <p>Die Wissenschaftler unterst\u00fctzen nicht die allgemeine Auffassung in der Bev\u00f6lkerung, dass gewaltt\u00e4tige Videospiele Aggressionen bei psychisch anf\u00e4lligen Jugendlichen f\u00f6rdern. Sie stellten bei Kindern mit klinisch belegten Depressions- oder ADS-Symptomen keinen Zusammenhang zwischen solchen Spielen und sp\u00e4terem Mobben und Kriminalit\u00e4t fest. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung stimmen mit einem Bericht des Secret Service \u00fcberein, der k\u00fcrzlich belegte: Das Auftreten g\u00e4ngigerer Formen jugendlicher Gewalt ist eher mit Aggressivit\u00e4t und Stress als mit gewaltt\u00e4tigen Videospielen in Verbindung zu bringen. Interessanterweise stie\u00dfen die Verfasser der aktuellen Studie auf ein paar F\u00e4lle, wo die Gewalt in Videospielen sogar einen leicht positiven Effekt auf Kinder mit erheblicher ADS-Symptomatik hatte und dazu beitrug, aggressive Tendenzen und Mobbingverhalten zu reduzieren.<\/p> <p>Dass ihre Erkenntnisse nicht pauschal auf Extremf\u00e4lle wie Massenmorde \u00fcbertragbar sind, stellten Ferguson und Olson nat\u00fcrlich klar. Sie raten jedoch, die Einstellung zum Einfluss von Gewaltvideospielen neu zu \u00fcberdenken, selbst wenn es um psychisch auff\u00e4llige Kinder geht.<\/p> <p>\u201eWir fanden keinerlei Hinweise darauf, dass diese Art von Videospielen Mobbing oder kriminelles Verhalten unter anf\u00e4lligen Jugendlichen mit klinisch nachgewiesenen psychischen Auff\u00e4lligkeiten steigert\u201c, betonte Ferguson. Im Hinblick darauf, dass einige jugendliche Massenm\u00f6rder Gewaltvideospiele gespielt haben, sagt er weiter: \u201eStatistisch gesehen w\u00e4re es in der Tat mehr als ungew\u00f6hnlich, wenn jugendliche Straft\u00e4ter oder Sch\u00fctzen keine derartigen Spiele spielen w\u00fcrden \u2013 die Mehrheit der jungen Leute und speziell der jungen M\u00e4nner tut dies zumindest gelegentlich.\u201c<\/p> <p>Quelle: Ferguson C.J, Olson C. (2013). Video game violence among \u2018vulnerable\u2019 populations: the impact of violent games on delinquency and bullying among children with clinically elevated depression or attention deficit symptoms, Journal of Youth and Adolescence. DOI 10.1007\/s10964-013-9986-5<\/p> <p>Der Volltext-Artikel ist f\u00fcr Journalisten auf Anfrage verf\u00fcgbar.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel. +49 6221 487 8130, joan.robinson@springer.com<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Machen Videospiele anf\u00e4llige Jugendliche aggressiver? Neue Studie: Gewaltvideospiele f\u00f6rdern kein antisoziales Verhalten bei psychisch auff\u00e4lligen Jugendlichen Machen gewaltverherrlichende Videospiele wie \u201aMortal Kombat\u2018, \u201aHalo\u2018 und \u201aGrand Theft Auto\u2018 Teenager mit Depressionen oder ADS-Syndrom zu aggressiven Mobbern oder Straft\u00e4tern? 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