{"id":88268,"date":"2013-08-28T14:50:07","date_gmt":"2013-08-28T13:50:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=88268"},"modified":"2013-08-28T14:50:07","modified_gmt":"2013-08-28T13:50:07","slug":"durchschnittsalter-bei-keuchhusten-liegt-bei-42-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/durchschnittsalter-bei-keuchhusten-liegt-bei-42-jahren-1088268\/","title":{"rendered":"Durchschnittsalter bei Keuchhusten liegt bei 42 Jahren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-88269\" title=\"Der Arzt erl\u00e4utert den Impfpass\" alt=\"Der Arzt erl\u00e4utert den Impfpass\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/0803f64bfc4751308d17d90b67ec9019.jpg\" width=\"123\" height=\"170\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/68a486a9bc5e1b8472d9db4d8d58ee00.jpg\" \/>Der eigentlich als Kinderkrankheit bekannte Keuchhusten &#8211; medizinisch: Pertussis &#8211; betrifft zunehmend Erwachsene. Das Durchschnittsalter der Betroffenen betr\u00e4gt heute 42 Jahre, im Jahr 1995 lag es &#8211; so das Robert Koch-Institut &#8211; noch bei 15 Jahren. Verantwortlich f\u00fcr diese Entwicklung ist vor allem der nicht ausreichende Impfschutz.<\/p> <p>Dabei zeigt ein Blick auf die Historie der Keuchhusten-Impfung, dass konsequente Impfung und regelm\u00e4\u00dfige Auffrischungen einen hohen Schutzeffekt haben.<\/p> <p><!--more-->Vor der Einf\u00fchrung der Impfung im Jahr 1955 starben allein jedes Jahr mehr als 20.000 Kinder an einer Keuchhusten-Infektion &#8211; heute sterben in unserem Land immer noch ein bis zwei Babys.<\/p> <p>Es gab schlie\u00dflich eine Meldepflicht, die allerdings schon 1963 in Westdeutschland wieder aufgegeben wurde, weil die Erkrankungszahlen dank der Impfung einen hohen R\u00fcckgang verzeichneten. Inzwischen hat sich das Blatt aber gewendet: Keuchhusten-Erkrankungen nehmen stetig zu und der Bundestag hat eine erneute Meldepflicht beschlossen, die jedoch noch vom Bundesrat verabschiedet werden muss.<\/p> <p>Die Impfstrategie der STIKO &#8211; St\u00e4ndige Impfkommission am Robert Koch-Institut &#8211; hat sich in den letzten Jahren Schritt f\u00fcr Schritt der neuen Entwicklung angepasst, nicht zuletzt weil deutlich wurde, dass der Schutz einer Impfung weniger lange anh\u00e4lt als erwartet und dass damit die Auffrischungen nach der Grundimmunisierung (ab dem vollendeten 2. Lebensmonat) in k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden n\u00f6tig werden. Die erste Auffrischung soll zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr erfolgen. Die zweite Auffrischung wird zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr erforderlich. Und schlie\u00dflich sollen sich &#8211; so die STIKO-Empfehlung von 2009 &#8211; auch alle Erwachsenen gegen Keuchhusten impfen lassen. F\u00fcr alle Auffrischungen kommt eine Dreifach-Kombination zum Einsatz, die gleichzeitig auch den wichtigen empfohlenen Schutz gegen Tetanus und Diphtherie beinhaltet und gut vertr\u00e4glich ist.<\/p> <p>Die Impfrate im Grundschulalter liegt heute bei rund 90 Prozent. Bei den Erwachsenen ist der Durchimpfungsgrad mit gerade einmal 34,5 Prozent (Bundesgesundheitsblatt 5\/6 2013) noch ungen\u00fcgend. So l\u00e4sst sich auch erkl\u00e4ren, dass acht von zehn an Keuchhusten Erkrankte \u00e4lter als 18 Jahre sind.<\/p> <p>Betroffene sind jedoch f\u00fcr nicht geimpfte S\u00e4uglinge und Kleinkinder ein hohes Risiko, denn bei ihnen kann eine Pertussis-Infektion zu lebensbedrohlichem Atemstillstand f\u00fchren. Bei Erwachsenen aber fehlen die typischen Keuchhusten-Symptome und so wird meist nur<br \/> eine Bronchitis oder ein hartn\u00e4ckiger Husten diagnostiziert. Sie kommen vergleichsweise glimpflich davon, weil bei ihnen die Erkrankung meist milder verl\u00e4uft. Allerdings wird die Pertussis auch bei ihnen von einer ganzen Reihe unangenehmer und belastender Symptome und Beschwerden begleitet: heftige Hustenattacken, Atemaussetzer, aber auch Gewichtsverlust, Erbrechen bis hin zu Schlafst\u00f6rungen oder gar Rippenbr\u00fcchen und Blaseninkontinenz. Mittelohr- und Lungenentz\u00fcndungen werden als Komplikationen und Folge von Keuchhusten ebenfalls beschrieben.<\/p> <p>Keuchhusten ist hoch ansteckend. 70 bis 80 Prozent derer, die mit dem Bakterium Bordetella pertussis &#8211; so der Name des Erregers &#8211; in Kontakt kommen, erkranken auch. Feine Tr\u00f6pfchen werden beim Sprechen, Niesen und Husten von Mensch zu Mensch \u00fcbertragen. Die Erreger nisten sich in den Schleimh\u00e4uten der Atemwege ein. Dort vermehren sie sich und setzen das Pertussis-Toxin frei. Dieses &#8222;Keuchhusten-Gift&#8220; sch\u00e4digt umliegendes Gewebe und setzt die k\u00f6rpereigene Abwehr schachmatt.<\/p> <p>Und: Keuchhusten kann sich sehr gut tarnen und kommt anfangs \u00e4hnlich harmlos daher wie eine Erk\u00e4ltung &#8211; mit leichtem Husten, Niesen und Heiserkeit. Gerade in dieser Zeit aber ist er besonders ansteckend. F\u00fcr ungeimpfte Babys kann das fatale Folgen haben, denn sie haben keinen &#8211; wie bei einigen anderen Infektionskrankheiten &#8211; Nestschutz gegen Keuchhusten, d.h. sie nehmen weder im Mutterleib noch mit der Muttermilch sch\u00fctzende Antik\u00f6rper auf.<\/p> <p>Um in jedem Alter dem Keuchhusten zu entgehen und gleichzeitig auch andere vor Ansteckung zu sch\u00fctzen, ist die Impfung der wirksamste Schutz. Je mehr Menschen geimpft sind, desto h\u00f6her ist die Herdenimmunit\u00e4t, der Schutz aller.<\/p> <p>Ausf\u00fchrliche Informationen \u00fcber Keuchhusten sowie die aktuellen Impfkalender f\u00fcr Kinder und Erwachsene gibt es im Internet unter www.gesundes-kind.de oder <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.kinderaerzte-im-netz.de\" title=\"Die Gesundheitsplattform f\u00fcr die ganze Familie\" >www.kinderaerzte-im-netz.de<\/a>.<\/p> <p>Die Website www.gesundes-kind.de bietet au\u00dferdem den praktischen &#8222;Vergissmeinnicht-Service&#8220;. Einmal eingerichtet erinnert er rechtzeitig an alle wichtigen Impftermine der ganzen Familie per SMS aufs Handy oder per Mail auf den Computer. Sogar f\u00fcrs iPhone gibt es eine App zum Download auf der Startseite.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> WEDOpress<br \/> Angelika Lemp<br \/> Sossenheimer Weg 50<\/p> <p>65824 Schwalbach<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: Angelika.Lemp@wedopress.de<br \/> Homepage: http:\/\/www.wedopress.de<br \/> Telefon: 06196 9519968<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> WEDOpress<br \/> Angelika Lemp<br \/> Sossenheimer Weg 50<\/p> <p>65824 Schwalbach<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: Angelika.Lemp@wedopress.de<br \/> Homepage: http:\/\/www.wedopress.de<br \/> Telefon: 06196 9519968<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der eigentlich als Kinderkrankheit bekannte Keuchhusten &#8211; medizinisch: Pertussis &#8211; betrifft zunehmend Erwachsene. Das Durchschnittsalter der Betroffenen betr\u00e4gt heute 42 Jahre, im Jahr 1995 lag es &#8211; so das Robert Koch-Institut &#8211; noch bei 15 Jahren. Verantwortlich f\u00fcr diese Entwicklung ist vor allem der nicht ausreichende Impfschutz. 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