{"id":88591,"date":"2013-08-29T08:11:51","date_gmt":"2013-08-29T08:11:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=88591"},"modified":"2013-08-29T12:59:15","modified_gmt":"2013-08-29T11:59:15","slug":"getrennter-wechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/getrennter-wechsel-1088591\/","title":{"rendered":"Getrennter Wechsel"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Das Wechselmodell wird beleuchtet\" alt=\"Das Wechselmodell wird beleuchtet\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/a1d0169595f1a537a756af5284e945a0.jpg\" width=\"134\" height=\"134\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/2b43781ac9afe4a494bbb6ee91f83bd9.jpg\" \/>Kinderbetreuung: Das Wechselmodell boomt<\/p> <p>Parit\u00e4tische Doppelresidenz bei der Betreuung von Kindern getrennt lebender Eltern nimmt zu | Hildegund S\u00fcnderhauf beschreibt Voraussetzungen und Folgen aus psychologischer sowie juristischer Sicht und gibt praktische Empfehlungen f\u00fcr erfolgreiche Wechselmodellvereinbarungen<\/p> <p>Wenn Eltern sich trennen, gibt es unterschiedliche Wege, die Kinderbetreuung zu regeln. <!--more-->Dabei zeichnet sich in den letzten Jahren ein klarer Trend weg vom sogenannten Residenzmodell ab &#8211; also der \u00fcberwiegend praktizierten Regelung, in der Kinder von einem Elternteil, im Allgemeinen von der Mutter, an einem Lebensmittelpunkt betreut werden und den anderen Elternteil nur noch besuchen. &#8222;Wie es scheint, ist &#8222;die Zeit reif&#8220; f\u00fcr geteilte elterliche Verantwortung und f\u00fcr gleichberechtigte Kinderbetreuung &#8211; auch nach Trennung und Scheidung&#8220;, stellt Hildegund S\u00fcnderhauf fest. Schon allein deshalb, weil sich die abwechselnde Kinderbetreuung auch in bestehenden Elternbeziehungen immer mehr etabliert. Wie das Wechselmodell funktionieren kann, beschreibt die Professorin f\u00fcr Familienrecht in ihrem neuen gerade bei Springer VS erschienenen Fachbuch &#8222;Wechselmodell: Psychologie &#8211; Recht &#8211; Praxis&#8220;.<\/p> <p>Der Bedarf an Betreuungsalternativen steigt, denn es gibt zunehmend getrennt lebende Eltern &#8211; im Jahr 2010 waren es in Deutschland bereits 19,4 Prozent. Immer mehr M\u00fctter und V\u00e4ter entscheiden sich auch in der Bundesrepublik f\u00fcr das Wechselmodell, so S\u00fcnderhauf. Ihr internationaler Vergleich zeigt, dass dieser Trend kein deutsches Ph\u00e4nomen ist: &#8222;In manchen L\u00e4ndern hat die Betreuung im Wechselmodell die &#8222;klassische&#8220; alleinerziehende Mutter mit Besuchskontakten zum Vater als h\u00e4ufigste Betreuungsform bereits abgel\u00f6st.&#8220; Verst\u00e4rkt werde diese Entwicklung unter anderem durch zunehmend ver\u00e4nderte Betreuungsverh\u00e4ltnisse in Beziehungen: &#8222;Wenn Eltern ihre Kinder in der Partnerschaft abwechselnd betreuen, ist es konsequent, dies auch nach einer Trennung weiter zu praktizieren. Hiervon k\u00f6nnen Kinder, M\u00fctter und V\u00e4ter gleicherma\u00dfen profitieren&#8220;, erkl\u00e4rt die Professorin.<\/p> <p>Auch die empirischen Forschungserkenntnisse \u00fcber Scheidungsfolgen f\u00fcr Kinder beg\u00fcnstigen die zunehmende Verbreitung des Wechselmodells, so die Expertin: &#8222;Der kontinuierliche, enge Kontakt zu beiden Elternteilen durch die abwechselnde Betreuung wird als vorteilhaft f\u00fcr die kindliche Bindung und Entwicklung angesehen. Die Eltern-Kind-Bindung zu Mutter und Vater ist im Wechselmodell gleich intensiv wie in sogenannten intakten Familien &#8211; das ist eigentlich ein unschlagbares Argument f\u00fcr die Doppelresidenz.&#8220; Au\u00dferdem habe ein normativer Wertewandel stattgefunden, der die gesellschaftliche Rolle der Familie ver\u00e4ndert hat: Frauen wollen und m\u00fcssen auch als M\u00fctter erwerbst\u00e4tig sein, M\u00e4nner wollen und sollen sich als V\u00e4ter an der Kindererziehung gleichberechtigt und -verpflichtet beteiligen. Dar\u00fcber hinaus wollen und m\u00fcssen beide Elternteile nach Kindererziehungszeiten wieder in die Arbeitswelt zur\u00fcckkehren. &#8222;Im Wechselmodell gibt es keine Alleinerziehenden mehr&#8220;, so S\u00fcnderhauf. &#8222;Wenn man das hohe Armutsrisiko von Alleinerziehenden mit Kindern betrachtet, ist das von beachtlicher gesamtgesellschaftlicher Bedeutung.&#8220; Schlie\u00dflich f\u00fchre die Rechtsprechung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs f\u00fcr Menschenrechte (EGMR) nach der Europ\u00e4ischen Menschenrechtskonvention zu einer zunehmenden St\u00e4rkung von Familienrechten &#8211; insbesondere auch der &#8222;V\u00e4terrechte&#8220;.<\/p> <p>In der ersten Monografie zum Thema leitet Hildegund S\u00fcnderhauf aus dem \u00dcberblick von 45 psychologischen Studien die Konsequenzen f\u00fcr den Gesetzgeber ab und macht Vorschl\u00e4ge f\u00fcr notwendige Gesetzes\u00e4nderungen. Sie analysiert die uneinheitliche und widerspr\u00fcchliche Argumentation der Rechtsprechung seit dem ersten Urteil zum Wechselmodell im Jahr 2000 und macht deutlich, dass diese vielfach auf \u00fcberholten, wissenschaftlich nicht fundierten Annahmen basiert und damit dem Wohl der Kinder nicht gerecht wird. In einem ausf\u00fchrlichen Praxisteil gibt die Wissenschaftlerin unter anderem mit 30 Fragen und Antworten zum Wechselmodell Hilfestellungen f\u00fcr die individuelle Entscheidung f\u00fcr oder gegen diese Betreuungsvariante. Formularvereinbarungen zu Kinderbetreuung und -unterhalt mit vielen Beispielen erleichtern es Eltern, einvernehmliche Regelungen verbindlich festzulegen. Den Abschluss bildet ein Vergleich des Entwicklungsstandes in den USA, Australien, Gro\u00dfbritannien sowie Belgien, Frankreich, Schweden, Norwegen und \u00d6sterreich.<\/p> <p>Professorin Dr. Hildegund S\u00fcnderhauf war Anw\u00e4ltin f\u00fcr Familienrecht und ist seit 2000 Professorin f\u00fcr Familienrecht und Kinder- und Jugendhilferecht an der Evangelischen Hochschule N\u00fcrnberg.<\/p> <p>Weitere Informationen:<br \/> www.springer.com\/about+springer\/media\/pressreleases?SGWID=1-11002-6-1434446-0 | Pressemitteilung + Materialien zum Herunterladen<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer-vs.de\/978-3-531-18340-4\" title=\"Abwechselnde Kinderbetreuung durch Eltern nach Trennung und Scheidung\" >www.springer-vs.de\/978-3-531-18340-4<\/a> | Informationen zum Buch &#8222;Wechselmodell: Psychologie &#8211; Recht &#8211; Praxis&#8220;<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Markus Fertig | Teamleiter PR | tel +49 611 7878 181 | markus.fertig@springer.com<\/p> <p>Springer VS ist eine Marke von Springer DE. Springer DE ist Teil von Springer Science Business Media.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Springer VS | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH<br \/> Markus Fertig<br \/> Abraham-Lincoln-Stra\u00dfe 46<br \/> 65189 Wiesbaden<br \/> tel 49 611 7878 181<br \/> markus.fertig@springer.com<br \/> http:\/\/www.springer-vs.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kinderbetreuung: Das Wechselmodell boomt Parit\u00e4tische Doppelresidenz bei der Betreuung von Kindern getrennt lebender Eltern nimmt zu | Hildegund S\u00fcnderhauf beschreibt Voraussetzungen und Folgen aus psychologischer sowie juristischer Sicht und gibt praktische Empfehlungen f\u00fcr erfolgreiche Wechselmodellvereinbarungen Wenn Eltern sich trennen, gibt es unterschiedliche Wege, die Kinderbetreuung zu regeln.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":196988,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[1734],"class_list":["post-88591","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-familie-jugend-familie","tag-default"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88591"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88591\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/196988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}