{"id":88949,"date":"2013-08-30T12:26:07","date_gmt":"2013-08-30T11:26:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=88949"},"modified":"2025-03-28T14:58:59","modified_gmt":"2025-03-28T13:58:59","slug":"neue-impfempfehlung-fuer-rotaviren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/neue-impfempfehlung-fuer-rotaviren-1088949\/","title":{"rendered":"Neue Impfempfehlung f\u00fcr Rotaviren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-88950\" title=\"Es war ein langer, intensiver Prozess. Doch nun hat sich die STIKO entschieden. Und empfiehlt ab August 2013 die Rotavirus-Impfung f\u00fcr alle S\u00e4uglinge vor dem sechsten Lebensmonat. \" alt=\"Es war ein langer, intensiver Prozess. Doch nun hat sich die STIKO entschieden. Und empfiehlt ab August 2013 die Rotavirus-Impfung f\u00fcr alle S\u00e4uglinge vor dem sechsten Lebensmonat. \" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/a6bbf1003dcfa668ab4c52355bf8d595.jpg\" width=\"173\" height=\"115\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/023c957bbdc6b0ec729321c8ee90141b.jpg\" \/>Die St\u00e4ndige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hat die Rotavirus-Impfung von S\u00e4uglingen im Alter unter sechs Monaten in ihre Empfehlungen aufgenommen.(1) Das prim\u00e4re Ziel der Impfempfehlung ist, schwere Verl\u00e4ufe und damit die Notwendigkeit einer Behandlung im Krankenhaus zu verhindern. Zus\u00e4tzlich wird dringend empfohlen, die Impfserie m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig im Alter von sechs bis 12 Wochen zu beginnen und rechtzeitig abzuschlie\u00dfen.<\/p> <p><!--more-->M\u00fcnchen, August 2013 &#8211; Die Rotavirus-Infektion steht hierzulande nicht mit dem Risiko von Folgesch\u00e4den und Sterblichkeit in Zusammenhang, was meist entscheidend f\u00fcr eine Impfempfehlung der STIKO ist. Kritisch ist jedoch die hohe Hospitalisierungsrate: Fast f\u00fcnf von zehn der unter 5-J\u00e4hrigen, die an einer Rotavirusinfektion erkranken, m\u00fcssen in Deutschland station\u00e4r behandelt werden.(2) Durch die Impfung wird eine Hospitalisierung in neun von zehn F\u00e4llen vermieden. Dies ist ein ausschlaggebender Grund f\u00fcr die Empfehlung.(1) Den Kleinsten wird also ein schwerer Verlauf der Krankheit erspart, der eine gro\u00dfe Belastung f\u00fcr das Kind und die gesamte Familie darstellt. Besonders deutlich ist der Hinweis der STIKO, die Impfserie fr\u00fchzeitig zu beginnen und rechtzeitig abzuschlie\u00dfen.(1) Eine ausf\u00fchrliche wissenschaftliche Begr\u00fcndung der Impfempfehlung wird im Epidemiologischen Bulletin 35\/2013 ver\u00f6ffentlicht werden.(1)<\/p> <p>Bis zum f\u00fcnften Lebensjahr erkrankt statistisch gesehen jedes Kind unabh\u00e4ngig von seinen Lebensbedingungen mindestens einmal an einer Rotavirus-Infektion. Infiziert sich ein Kind an Rotaviren, kann sich dies in bis zu 20 Brech-Durchfall-Attacken am Tag manifestieren. Dadurch ist eine rasche Dehydrierung, vor allem bei S\u00e4uglingen, m\u00f6glich. In diesem Fall ist die intraven\u00f6se Zufuhr einer Elektrolytl\u00f6sung und daher ein station\u00e4rer Aufenthalt unabdingbar. Da Rotaviren \u00e4u\u00dferst resistent sind, kann eine Infektion, beispielsweise durch Hygienema\u00dfnahmen, nicht verhindert werden. Eine Impfung ist die einzige effektive M\u00f6glichkeit, einem schweren Verlauf vorzubeugen.<\/p> <p>Fr\u00fchzeitig Impfen<\/p> <p>Da sich bereits die Kleinsten anstecken k\u00f6nnen, sollte m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig geimpft werden. Je j\u00fcnger die Kinder bei der Infektion sind, desto schwerer ist der Verlauf, also die Anzahl an Brech-Durchf\u00e4llen. Die Impfung muss je nach verwendetem Impfstoff (zwei oder drei Dosen) bis zur 24. bzw. 32. Lebenswoche abgeschlossen sein. Im Falle der Verabreichung des 2-Dosen-Impfstoffs kann die Impfserie bereits in der 10. Lebenswoche abgeschlossen werden.<\/p> <p>Die Impfung kann problemlos mit anderen Routine-Impfungen kombiniert werden, best\u00e4tigt Dr. Gerhard Hofmann, Lehrbeauftragter der Uni W\u00fcrzburg f\u00fcr vorbeugende Medizin im S\u00e4uglings- und Kindesalter. Ich setze die Impfung gegen Rotaviren schon seit Jahren in meiner Praxis ein und habe bisher nur positive R\u00fcckmeldungen seitens der Eltern erhalten.<\/p> <p>Bei der Impfung werden den Kindern abgeschw\u00e4chte Erreger in Form einer Schluckimpfung verabreicht. Hierdurch wird eine nat\u00fcrliche Infektion nachgeahmt, ohne dass es zu einem Ausbruch der Krankheit kommt. Der Impfschutz h\u00e4lt etwa zwei bis drei Jahre an und deckt somit die kritische Phase ab.(3) Auch ungeimpfte Personen anderer Altersgruppen k\u00f6nnen vermutlich indirekt durch Herdeneffekte von der Impfung profitieren.(1)<\/p> <p>Empfehlung Auf Allen Ebenen<\/p> <p>Schon seit 2006 sind zwei Rotavirus-Impfstoffe auf dem europ\u00e4ischen Markt erh\u00e4ltlich. Diese werden als Schluckimpfung in zwei oder drei Dosen &#8211; je nach verwendetem Impfstoff &#8211; verabreicht. Die Impfung wurde bereits vor der offiziellen STIKO-Empfehlung von den meisten Kinder\u00e4rzten und vielen Institutionen empfohlen: weltweit und auch in der Bundesrepublik. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise WHO (World Health Organisation), SIKO (S\u00e4chsische Impfkommission), DAKJ (Deutsche Akademie f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin), GPGE (deutsche Gesellschaft f\u00fcr p\u00e4diatrische Gastroenterologie und Ern\u00e4hrung) und DGPI (Deutsche Gesellschaft f\u00fcr P\u00e4diatrische Infektiologie). Auch die meisten Krankenkassen haben sich entschieden, die Kosten f\u00fcr die Impfung zu \u00fcbernehmen. Eine Liste dieser Krankenkassen ist auf www.gesundes-kind.de zu finden. Viele Eltern haben sich daher schon vor der Empfehlung dazu entschlossen, ihre Babys gegen Rotaviren impfen zu lassen.<\/p> <p>Literatur<\/p> <p>(1) Bundesgesundheitsblatt (2013, 56:955-956)<br \/> (2) http:\/\/www.springermedizin.de\/rotavirus-impfung-fuer-alle-saeuglinge-ab-august-2013\/4390310.html (Stand: 4.5.2013)<br \/> (3) http:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/Infekt\/EpidBull\/Merkblaetter\/Ratgeber_Rotaviren.html (Stand: 4.7.2013)<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> GlaxoSmithKline GmbH &amp; Co. KG<br \/> Anke Helten<br \/> Prinzregentenplatz 9<\/p> <p>81675 M\u00fcnchen<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: anke.a.helten@gsk.com<br \/> Homepage: http:\/\/shortpr.com\/dvoxtw<br \/> Telefon: 089-36044 8102<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> GlaxoSmithKline GmbH &amp; Co. KG<br \/> Anke Helten<br \/> Prinzregentenplatz 9<\/p> <p>81675 M\u00fcnchen<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: anke.a.helten@gsk.com<br \/> Homepage: http:\/\/<br \/> Telefon: 089-36044 8102<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die St\u00e4ndige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hat die Rotavirus-Impfung von S\u00e4uglingen im Alter unter sechs Monaten in ihre Empfehlungen aufgenommen.(1) Das prim\u00e4re Ziel der Impfempfehlung ist, schwere Verl\u00e4ufe und damit die Notwendigkeit einer Behandlung im Krankenhaus zu verhindern. 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