{"id":89881,"date":"2013-09-03T12:14:27","date_gmt":"2013-09-03T12:14:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=89881"},"modified":"2021-11-19T12:17:00","modified_gmt":"2021-11-19T11:17:00","slug":"arbeitsressource-psyche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/arbeitsressource-psyche-1089881\/","title":{"rendered":"Arbeitsressource Psyche"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Analyse der DAX 30 und Leitfaden f\u00fcr die Unternehmensberichterstattung\" alt=\"Analyse der DAX 30 und Leitfaden f\u00fcr die Unternehmensberichterstattung\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/d29085ed3c59d13633e5083ed6f73e7f.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/d29085ed3c59d13633e5083ed6f73e7f.jpg\" \/>Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt: ein Tabuthema?<\/p> <p>Unternehmen in Deutschland gehen mit dem Thema Mitarbeitergesundheit unterschiedlich um | Erste systematische Studie zur Qualit\u00e4t der Berichterstattung der DAX 30 bei Springer Gabler erschienen<\/p> <p>Entgrenzung von Arbeitszeit und -raum sowie zunehmender Leistungsdruck sind mitverantwortlich f\u00fcr die steigende Zahl der psychischen Erkrankungen von Erwerbst\u00e4tigen. &#8222;Die Erwartungshaltung der \u00d6ffentlichkeit, dass Unternehmen sich aktiv des Themas annehmen und hier\u00fcber informieren, steigt&#8220;, sagt Nicole Susann Roschker, Expertin f\u00fcr Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeit, im Interview mit Springer f\u00fcr Professionals. <!--more-->Allerdings belegt ihre gerade bei Springer Gabler erschienene Studie &#8222;Psychische Gesundheit als Tabuthema in der Arbeitswelt&#8220;, dass die Qualit\u00e4t der externen Berichterstattung der DAX 30-Unternehmen zur betrieblichen Gesundheitsf\u00f6rderung noch sehr unterschiedlich ausgepr\u00e4gt ist. Roschkers Fazit: Es gibt noch erheblichen Nachholbedarf.<\/p> <p>Die Ergebnisse dieser ersten systematischen Analyse zeigen eine gro\u00dfe Bandbreite, so Roschker: &#8222;Vier Unternehmen \u00e4u\u00dfern sich gar nicht \u00f6ffentlich zum Thema Gesundheit ihrer Mitarbeiter, die \u00fcbrigen 26 tun dies im Hinblick auf Umfang und Qualit\u00e4t der Informationen in sehr unterschiedlicher Weise.&#8220; Bei einigen DAX 30-Unternehmen habe die Mitarbeitergesundheit mittlerweile eine so hohe Relevanz, dass sie Erw\u00e4hnung in der Unternehmensstrategie, in \u00fcbergeordneten Leitlinien sowie dem Konzern- und Risikobericht findet. Diese Firmen seien aber in der Minderheit. Die Mehrzahl berichte \u00fcber einzelne verhaltensbezogene Programme und Ma\u00dfnahmen wie Seminare zu Stressabbau, Burnout-Pr\u00e4vention oder Work-Life-Balance, deren freiwillige Wahrnehmung bei den Mitarbeitern selbst liegt. \u00dcber organisationale, verh\u00e4ltnisorientierte Ma\u00dfnahmen seitens der Arbeitgeber informiere weniger als die H\u00e4lfte der Unternehmen. Hierzu geh\u00f6rten Ma\u00dfnahmen, die systematisch auf die Fr\u00fcherkennung, Pr\u00e4vention und den Umgang mit psychischen Erkrankungen abzielten &#8211; wie Schulungen von F\u00fchrungskr\u00e4ften und Reintegrationsprogramme.<\/p> <p>Das Thema wird laut Roschker insgesamt nicht totgeschwiegen, doch signalisierten Unternehmen, die ausschlie\u00dflich \u00fcber verhaltensbezogene Ma\u00dfnahmen berichten, nach au\u00dfen, dass sie die Verantwortung f\u00fcr die Gesundheit ihrer Mitarbeiter bei diesen selbst sehen. &#8222;Ein umfassendes Verst\u00e4ndnis von Gesundheit wird im Zusammenhang mit unternehmerischer Verantwortung noch viel zu selten artikuliert. Dass ein schonender Umgang mit Ressourcen nicht nur \u00f6kologische Aspekte beinhaltet, sondern auch die Verantwortung f\u00fcr das Wohlergehen und den Erhalt der Arbeitsf\u00e4higkeit von Menschen, muss sich erst noch durchsetzen, nicht nur in der Berichterstattung&#8220;, findet die Expertin. Denn nur Unternehmen mit gesunden Mitarbeitern seien langfristig profitabel und innnovationsf\u00e4hig, da sie abh\u00e4ngig von der Leistungsf\u00e4higkeit und der Motivation ihrer Belegschaft sind. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcsse das Thema im Rahmen der Bewertung von Unternehmen st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden: &#8222;Die Berichterstattung von Firmen folgt bestimmten inhaltlichen und formalen Vorgaben, die durch gesetzliche Vorschriften und Standards vorgeschrieben sind. Ziel ist es, die Unternehmen miteinander vergleichbar zu machen, um sie zu bewerten. Sofern also Mitarbeitergesundheit explizit als relevanter Faktor im Rahmen von Reporting-Vorgaben artikuliert wird und Informationen hierzu eingefordert werden, sollten Unternehmen diese bereitstellen.&#8220;<\/p> <p>Derzeit basiere die betriebliche Berichterstattung zu sozialen und \u00f6kologischen Belangen in Deutschland im Gegensatz zu anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern noch auf freiwilliger Basis. Die CSR-Strategie der EU sehe jedoch zuk\u00fcnftig eine verpflichtende Berichterstattung f\u00fcr Unternehmen vor. Zudem habe der Bundestag Ende Juni 2013 die Bedeutung des Themas psychische Gesundheit durch die Novellierung des Arbeitsschutzgesetzes verst\u00e4rkt. Dies stelle einen wesentlichen Treiber f\u00fcr einen umfassenderen Schutz der Gesundheit von Mitarbeitern dar.<\/p> <p>Nicole Susann Roschker ist Expertin f\u00fcr Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeit. Ihre Studie ist die Abschlussarbeit ihres Studiums zum Executive MBA Sustainability Management an der Professional School der Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg.<\/p> <p>Weitere Informationen:<\/p> <p>www.springer.com\/about+springer\/media\/pressreleases?SGWID=1-11002-6-1434543-0 | Pressemitteilung + Materialien zum Herunterladen<br \/> www.springerprofessional.de\/4642642.html | Springer f\u00fcr Professionals: Interview mit Nicole Susann Roschker<br \/> www.springer-gabler.de\/978-3-658-02129-0 | Informationen zum Buch<\/p> <p>Kontakt:<\/p> <p>Karen Ehrhardt | Manager Corporate Communications | tel +49 611 7878 394 | karen.ehrhardt@springer.com<\/p> <p>Springer Gabler ist eine Marke von Springer DE. Springer DE ist Teil von Springer Science Business Media.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Springer Gabler | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH<br \/> Karen Ehrhardt<br \/> Abraham-Lincoln-Str. 46<br \/> 65189 Wiesbaden<br \/> tel +49 611 7878 394<br \/> karen.ehrhardt@springer.com<br \/> http:\/\/www.springer-gabler.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt: ein Tabuthema? 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