{"id":966,"date":"2009-04-25T09:54:32","date_gmt":"2009-04-25T08:54:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/verlage-brauchen-neue-strategie-gegen-die-umsonstkultur-im-internet-10966\/"},"modified":"2010-07-26T14:20:49","modified_gmt":"2010-07-26T13:20:49","slug":"verlage-brauchen-neue-strategie-gegen-die-umsonstkultur-im-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/verlage-brauchen-neue-strategie-gegen-die-umsonstkultur-im-internet-10966\/","title":{"rendered":"Verlage brauchen neue Strategie gegen die Umsonstkultur im Internet"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; <strong>Die deutschen Verlage stehen vor der Herausforderung, neue und<br \/> <\/strong><strong>kreative Erl\u00f6smodelle f\u00fcr ihre Inhalte im Netz zu etablieren.<\/strong> So<br \/> lautet ein Fazit des gestrigen media coffees der dpa-Tochter news<br \/> aktuell. Mehr als 350 Kommunikationsfachleute und Journalisten waren<br \/> gestern zu Gast in der Hamburger Bucerius Law School und diskutierten<br \/> \u00fcber das Thema &#8222;Gewinner und Auslaufmodelle &#8211; Wer profitiert von der<br \/> Medienkrise?&#8220; Moderiert wurde die Veranstaltung von Meinolf Ellers,<br \/> Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von dpa-infocom.<!--more--><\/p> <p>Fried von Bismarck vom SPIEGEL mahnte an, dass die Verlage endlich<br \/> ein Modell erfinden m\u00fcssen, das gerechte Erl\u00f6se f\u00fcr ihre<br \/> journalistische Arbeit erwirtschaften kann. Dieses Modell w\u00fcrde sich<br \/> irgendwo zwischen Paid Content, Flatrate oder GEMA bewegen, so der<br \/> Verlagsleiter. Von Bismarck merkte aber an, dass sich die Verleger<br \/> trotz eventueller neuer Einnahmequellen im Web darauf einstellen<br \/> m\u00fcssen, in Zukunft mit geringeren Einnahmen zu operieren. &#8222;Der<br \/> Wettbewerb f\u00e4ngt erst jetzt richtig an. Wir Verleger werden ein St\u00fcck<br \/> weit Verlierer sein. Wir werden nicht mehr solche Werbeerl\u00f6se wie<br \/> fr\u00fcher haben.&#8220;<\/p> <p>Unterst\u00fctzung erhielt von Bismarck von Christoph Keese, der beim<br \/> Axel Springer Verlag als Konzerngesch\u00e4ftsf\u00fchrer Public Affairs t\u00e4tig<br \/> ist. Er wies mit Nachdruck darauf hin, dass die Medienh\u00e4user sich<br \/> wandeln und sich dem Internet anpassen m\u00fcssen. &#8222;Wir m\u00fcssen kreativ<br \/> und zerst\u00f6rerisch denken. Das Internet hat seine ganz eigenen Regeln.<br \/> Es ist in seinen wichtigsten Teilen Netzwerk und Community. Wer das<br \/> nicht versteht, kann nicht erfolgreich sein&#8220;, so Keese und verwies<br \/> damit auf das k\u00fcrzlich bekannt gegebene Kooperationsmodell zwischen<br \/> bild.de und Facebook. Au\u00dferdem kritisierte Keese die eigene Zunft, in<br \/> der es mittlerweile als unumst\u00f6\u00dflich gelte, dass Inhalte im Netz<br \/> kostenfrei zur Verf\u00fcgung stehen. &#8222;Wir haben das Selbstvertrauen<br \/> verloren, f\u00fcr eine gute Leistung auch einen guten Preis zu verlangen.<br \/> Uns f\u00e4llt immer nur Null ein. Irgendwo haben wir etwas verlernt in<br \/> den letzten 20 Jahren.&#8220;<\/p> <p>Statt auf Konfrontation mit den klassischen Medienh\u00e4usern setzt<br \/> Google auf eine enge Zusammenarbeit mit den Verlagen, so<br \/> Unternehmenssprecher Kay Oberbeck. &#8222;Auch wenn wir kein<br \/> Medienunternehmen im eigentlichen Sinn sind, sehen wir uns in der<br \/> Pflicht, gemeinsam mit den Verlegern Wege aus dieser Krise zu<br \/> erarbeiten. Wir schielen nicht nur aufs eigene Wohl. Wir wollen den<br \/> Qualit\u00e4tsjournalismus unterst\u00fctzen, denn unsere Nutzer wollen diesen<br \/> ja schlie\u00dflich auch \u00fcber uns finden.&#8220; Au\u00dferdem erteilte Oberbeck<br \/> Spekulationen eine Absage, Google wolle irgendwann selber zum<br \/> Inhalteproduzent werden. &#8222;Wir sind kein Medienunternehmen. Google hat<br \/> auch in den letzten Monaten keine Redakteure eingestellt.&#8220;<\/p> <p>ZEIT-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Rainer Esser wies darauf hin, dass es<br \/> nicht allein auf die Internetstrategie ankomme, um mit einem Blatt<br \/> gute Ums\u00e4tze zu machen. Die Wochenzeitung aus Hamburg geh\u00f6rt momentan<br \/> zu den wenigen Erfolgsgeschichten unter den Printmedien. Esser<br \/> unterstrich die Bedeutung der journalistischen Tugenden. &#8222;Ordentlich<br \/> Gas geben. Immer den Leser und den Anzeigenkunden im Blick haben&#8220;,<br \/> empfahl er und gab gleichzeitig aber auch zu, dass sein Unternehmen<br \/> das vor einiger Zeit noch vers\u00e4umt habe. \u00c4hnlich argumentierte<br \/> Verlagsgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Julia J\u00e4kel von G+J Exclusive &amp; Living. &#8222;Wir<br \/> sind nicht in einer fundamentalen Produktkrise&#8220;, konstatierte J\u00e4kel,<br \/> die unter anderem f\u00fcr Titel wie Brigitte verantwortlich ist. Statt<br \/> immer nur die momentane Wirtschaftskrise f\u00fcr die schlechte Situation<br \/> vieler Zeitungen und Zeitschriften verantwortlich zu machen, m\u00fcssen<br \/> sich die Verlage kritischer mit der eigenen Arbeit auseinandersetzen<br \/> und handwerkliche Probleme beheben. &#8222;Es gibt schlie\u00dflich noch viele<br \/> funktionierende Printtitel wie NEON oder auch die ZEIT. Eine schlecht<br \/> gemachte Regionalzeitung dagegen, die hat nat\u00fcrlich ein Problem.&#8220;<\/p> <p>Weitere Termine der Veranstaltungsreihe &#8222;Gewinner und<br \/> Auslaufmodelle &#8211; Wer profitiert von der Medienkrise?&#8220; (jeweils<br \/> wechselndes Panel):<\/p> <p>FRANKFURT, Dienstag, 12.05.2009, 18:30 Uhr, Museum f\u00fcr<br \/> Kommunikation Frankfurt, Schaumainkai 53 (Museumsufer), 60596<br \/> Frankfurt am Main<\/p> <p>M\u00dcNCHEN, Montag, 15.06.2009, 18:30 Uhr, hbw &#8211; Haus der Bayerischen<br \/> Wirtschaft, Max-Joseph-Stra\u00dfe 5, 80333 M\u00fcnchen<\/p> <p>D\u00dcSSELDORF, Mittwoch, 26.08.2009, 18:30 Uhr, Haus der<br \/> Verlagsgruppe Handelsblatt, Kasernenstra\u00dfe 67, 40213 D\u00fcsseldorf<\/p> <p>BERLIN, Mittwoch, 07.10.2009, 18:30 Uhr, Stiftungshaus der<br \/> Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung e.V., Schumannstr. 8, 10117 Berlin<\/p> <p>Blog und weitere Informationen: www.mediacoffee.de<\/p> <p>Twitter-Beitr\u00e4ge: http:\/\/search.twitter.com\/search?q=mediacoffee<\/p> <p>Originaltext:         news aktuell<\/p> <p>Pressekontakt:<br \/> news aktuell<br \/> Leiter Unternehmenskommunikation<br \/> Jens Petersen<br \/> Telefon: 040\/4113 &#8211; 2843<br \/> Fax: 040\/4113 &#8211; 2855<br \/> petersen@newsaktuell.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg (ots) &#8211; Die deutschen Verlage stehen vor der Herausforderung, neue und kreative Erl\u00f6smodelle f\u00fcr ihre Inhalte im Netz zu etablieren. 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