{"id":976,"date":"2009-04-30T11:11:26","date_gmt":"2009-04-30T10:11:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/zweite-chance-fur-frankreichs-raubkopie-gesetz-10976\/"},"modified":"2022-05-24T11:49:49","modified_gmt":"2022-05-24T10:49:49","slug":"zweite-chance-fur-frankreichs-raubkopie-gesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/zweite-chance-fur-frankreichs-raubkopie-gesetz-10976\/","title":{"rendered":"Zweite Chance f\u00fcr Frankreichs Raubkopie-Gesetz"},"content":{"rendered":"<p>Entwurf f\u00fcr &#8222;Hadopi&#8220; steht in versch\u00e4rfter Version erneut zur Debatte<\/p> <table style=\"float: right; width: 168px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ededed\"> <table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"3\" width=\"168\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p><!--PTE:ORT-->Paris (pte\/30.04.2009\/11:55) &#8211; Noch vor wenigen Wochen hat das franz\u00f6sische Parlament den umstrittenen Gesetzesvorschlag der Konservativen gegen Raubkopierer im Internet \u00fcberraschend abgelehnt. Nun steht dieser sogar in einer versch\u00e4rften Version erneut zur Debatte. Dabei k\u00f6nnten der Entwurf &#8222;zur Verbreitung und zum Schutz kreativer Inhalte im Internet&#8220; bzw. die gleichnamige Beh\u00f6rde &#8222;Hadopi&#8220; (Haute Autorit\u00e9 pour la Diffusion des oeuvres et la Protection des Droits sur Internet) als Vorbilder f\u00fcr die gesamte EU dienen. <!--more-->Nachdem der von Pr\u00e4sident Nicolas Sarkozy gest\u00fctzte Vorschlag Anfang April zur\u00fcckgewiesen wurde, sieht der neuerliche Antrag sogar vor, Online-Piraten nach ihrer Netzsperre weiterhin f\u00fcr ihr Internet-Abonnement bezahlen zu lassen. Vor der ersten Abstimmung war lediglich geplant, die Datendiebe nach dreimaligem Versto\u00df vor\u00fcbergehend vom Netz zu trennen.<\/p> <p>&#8222;Die Abstimmung in Frankreich vom 9. April stellt nur eine Verz\u00f6gerung des Gesetzgebungsverfahrens dar und darf getrost unter &#8218;technischer Betriebsunfall&#8216; verbucht werden. Die GVU begr\u00fc\u00dft die franz\u00f6sische Initiative ausdr\u00fccklich. Frankreich nimmt damit eine Vorreiterrolle beim effektiven Urheberrechtsschutz im digitalen Zeitalter ein&#8220;, meint Christine Ehlers, Sprecherin der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) http:\/\/www.gvu.de , auf Anfrage von pressetext. Ein Kooperationsmodell mit Internet Service Providern auf technischer Ebene sei als sinnvolle Erg\u00e4nzung zum bestehenden Instrumentarium zu bewerten. &#8222;Bislang bleibt den Kreativwirtschaften keine andere Wahl, als ihre Produkte durch straf- oder zivilrechtliche Verfolgung zu sch\u00fctzen. Zudem w\u00fcrden im Rahmen eines solchen Modells auch jene Internetnutzer erst einmal aufgekl\u00e4rt, ohne gleich strafrechtlich sanktioniert zu werden, die aus Unwissenheit illegal getauscht haben oder deren Anschluss von Dritten f\u00fcr illegale Aktivit\u00e4ten genutzt wurde&#8220;, betont Ehlers gegen\u00fcber pressetext.<\/p> <p>Den Pl\u00e4nen der regierenden Konservativen nach sollen Raubkopierer in einem dreistufigen Prozedere von der Beh\u00f6rde vorerst mehrfach verwarnt werden. Dazu werden zun\u00e4chst zwei Ermahnungen per E-Mail, anschlie\u00dfend als Einschreiben versandt. Werden die Piraten erneut auff\u00e4llig, droht ihnen dem Gesetzesentwurf zufolge eine Internet-Sperre von zwei Monaten bis zu einem Jahr. Dabei soll es sich um eine &#8222;p\u00e4dagogische Ma\u00dfnahme&#8220; handeln. In ihrem ersten Anlauf wurde Hadopi jedoch abgelehnt, da sich zur Abstimmung nur 15 konservative Abgeordnete im Parlament einfanden und eine Mehrheit verfehlten. Die oppositionellen Sozialisten bezeichnen den Vorschlag hingegen als &#8222;gef\u00e4hrlich, nutzlos, ineffizient und \u00e4u\u00dferst riskant f\u00fcr die B\u00fcrger&#8220;.<\/p> <p>Vonseiten der EU wurde der Weg zu unabh\u00e4ngigen Agenturen nach Vorbild der Hadopi bereits gestern, Mittwoch, freigemacht. Demnach k\u00f6nnen die Mitgliedsstaaten nach eigenem Ermessen \u00fcber die Einrichtung von Beh\u00f6rden zur Internet-Zugangssperre entscheiden, sobald die Zustimmung des Ministerrats erfolgt ist. Diese wird nur mehr als Formsache betrachtet, nachdem sich das Europ\u00e4ische Parlament schon im Vorfeld mit den st\u00e4ndigen Vertretern der Mitgliedsstaaten und dem Ministerrat verst\u00e4ndigt hat. Durch das Antipiraterie-Gesetz sollen illegale Downloads von Musik und Filmen einged\u00e4mmt werden. Die rasante Verbreitung von Raubkopien f\u00fchrt zu drastisch sinkenden Einnahmen bei den Urhebern. W\u00e4hrend vonseiten der Musikindustrie bereits der urspr\u00fcngliche Gesetzesvorschlag begr\u00fc\u00dft wurde &#8211; so etwa vom Manager der bekannten irischen Rockband U2 (pressetext berichtete: http:\/\/pressetext.com\/news\/090409019\/) -, warnen Konsumentensch\u00fctzer davor, dass Unschuldige durch Hadopi Schaden nehmen k\u00f6nnten. (Ende)<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/\"  target=\"_new\" rel=\"noopener\"><\/a><br \/> Aussender: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/\"  target=\"_new\" rel=\"noopener\">pressetext.deutschland<\/a><br \/> Redakteur:                        Manuel Haglm\u00fcller<br \/> email: <a href=\"mailto:haglmueller%40pressetext.com\">haglmueller@pressetext.com<\/a><br \/> Tel. +43-1-811-40-315<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwurf f\u00fcr &#8222;Hadopi&#8220; steht in versch\u00e4rfter Version erneut zur Debatte Paris (pte\/30.04.2009\/11:55) &#8211; Noch vor wenigen Wochen hat das franz\u00f6sische Parlament den umstrittenen Gesetzesvorschlag der Konservativen gegen Raubkopierer im Internet \u00fcberraschend abgelehnt. Nun steht dieser sogar in einer versch\u00e4rften Version erneut zur Debatte. 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