{"id":99671,"date":"2013-10-10T13:29:17","date_gmt":"2013-10-10T13:29:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=99671"},"modified":"2014-05-23T14:26:47","modified_gmt":"2014-05-23T13:26:47","slug":"vorwurf-des-boulevard-ansatzes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/vorwurf-des-boulevard-ansatzes-1099671\/","title":{"rendered":"Vorwurf des Boulevard-Ansatzes"},"content":{"rendered":"<div> <p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-100055\" title=\"\u201eDig Deeper. Imagine More.\u201c \" alt=\"\u201eDig Deeper. Imagine More.\u201c \" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/ac1b2b1b4273e9f320f82cda258462d4.png\" width=\"200\" height=\"63\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/ac1b2b1b4273e9f320f82cda258462d4.png\" \/>Erstausgabe der deutschen Huffington Post: Den Stimmungsmacher als Chance begreifen<\/p> <p>Kommunikationsfachleute und Leser k\u00f6nnen sich freuen<\/p> <p>Kaum k\u00fcndigt sich ein US-Konzept f\u00fcr den deutschen Medienmarkt an, schon bekommen unsere nationalen Verlagsmanager, vereinzelte traditionelle Journalisten und etablierte Blogger Schnappatmung. Die ehemalige Faszination \u00fcber das amerikanische Experiment wich in dem Moment, als Arianna Huffington ank\u00fcndigte, in die Besitzst\u00e4nde der hiesigen Medienlandschaft einzudringen. Vom &#8222;Anti-Gesch\u00e4ftsmodell f\u00fcr Journalismus&#8220; \u00fcber Urheber-Debatten bis hin zum &#8222;Angebot, das man ablehnen kann&#8220; ziehen sich die Schm\u00e4hungen. <!--more-->Souver\u00e4nit\u00e4t sieht anders aus. Der Huffington Post soll die Stimmungsmache recht sein. Bevor die Seite online ging, sorgten Kritiker bereits f\u00fcr Aufmerksamkeit und weckten die Neugierde. Fraglich bleibt nun, ob der Start in Deutschland \u00fcberhaupt \u00dcberraschungen gebracht hat.<\/p> <p>Reichweite als Beweis f\u00fcr Relevanz?<\/p> <p>In einem Land, in dem die akademische Trennung von E und U in den Kulturdebatten immer noch pr\u00e4sent ist, wirkt der Vorwurf des Boulevard-Ansatzes zun\u00e4chst schwer. Reichweite oder Quoten stehen scheinbar im Widerspruch zum Qualit\u00e4tsanspruch. &#8222;Die Vorw\u00fcrfe kommen interessanterweise&#8220;, so Alfred Jansen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der PR-Agentur Cohn &amp; Wolfe (www.cohnwolfe.de), &#8222;von jenen Seiten, die den Missbrauchsskandal an Schulen und kirchlichen Einrichtungen sofort auf die hinteren Seiten ihrer Ausgaben verbannt haben, als eine evangelische Bisch\u00f6fin angetrunken durch Hannover Auto fuhr.&#8220; Relevanz hat eben auch etwas mit Auflage, sprich Reichweite, zu tun.<\/p> <p>Ist Mehrwehrt f\u00fcr den Leser kein journalistisches Thema?<\/p> <p>Journalismus ist in erster Linie dem Leser, Zuschauer oder Rezipienten verpflichtet. &#8222;Diese Maxime ist heute wahrer, als je zuvor&#8220;, urteilt Jansen. Nur tun sich vielerorts die Medien mit den aktuellen Konsequenzen schwer. In einer partizipativen Internet-Medienwelt, in der ein Tweet, ein Video oder ein Facebook-Post schneller als jede Breaking-News-Meldung traditioneller Medien sind, ist das Angebotsmonopol des professionellen Journalismus l\u00e4ngst durchbrochen. Kostenlose Beitr\u00e4ge sind bereits Realit\u00e4t und werden als Quellen oder sogenannte Leserreporter gerne zitiert. Mit der Schaffung einer Marktplattform f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Quellen auf der inhaltlichen Angebotsseite h\u00f6rt aber offensichtlich der Spa\u00df auf. Die Gefahren von unternehmensfinanzierten Experten und mit PR-kooperierenden Bloggern werden genannt. Meinungsvielfalt und -wettbewerb sind kein Thema. &#8222;Engstirnigkeit hat dem Meinungsmarkt&#8220;, so Jansen von Cohn &amp; Wolfe, &#8222;noch nie gut getan. Im Journalismus sollte die Kunden-, sprich Leserorientierung, wieder im Vordergrund stehen.&#8220; Das sei in der Vergangenheit oft vernachl\u00e4ssigt worden und so h\u00e4tten nur noch wenige Medien ein klares Profil, das den Menschen Mehrwert verspricht. &#8222;Mehrwert in Form von Differenzierung hat im bezahlten Journalismus weiterhin Zukunft. Das kann inhaltlicher Mehrwert &#8211; Beispiel Der Spiegel, oder emotionaler Mehrwert &#8211; Beispiel PRO7, sein. Man muss den Mehrwert aber auch konsequent leben. Die Bild oder Modezeitungen haben diese &#8222;kunden-&#8222;orientierte Haltung im Sinne von Relevanz bereits verinnerlicht, und sprechen damit die Bed\u00fcrfnisse der Menschen viel direkter und vor allem sehr erfolgreich an.<\/p> <p>Der Realit\u00e4tscheck ern\u00fcchtert<\/p> <p>Die Reaktion der deutschen Medienszene auf die Huffington Post irritiert. In den USA gab es f\u00fcr die Huffington Post andere Voraussetzungen. Vielerorts gibt es St\u00e4dte, die ohne eigene Tageszeitung auskommen und traditionell ist das Fernsehen die bevorzugte landesweite Informationsquelle. Leserloyalit\u00e4t oder eine nachhaltige Identifikation mit einer Zeitung ist sehr selten vorhanden. Dagegen erscheinen die Medien- und Auflagenvielfalt in Deutschland \u00fcberw\u00e4ltigend. Der Erfolg oder Misserfolg der deutschen Huffington Post wird von der nachhaltigen Glaubw\u00fcrdigkeit, dem jeweiligen Profil abh\u00e4ngen. Beliebigkeit und Austauschbarkeit in Form einer Online-Plattform birgt keine Gefahr. Wenn die Huffington Post lediglich eine weiterere Arena f\u00fcr jene \u00f6ffentlichkeitssuchenden Personen, die man schon aus den TV-Talk-Formaten kennen, darstellt, wird die Reichweitendebatte f\u00fcr Ern\u00fcchterung sorgen. &#8222;Und die&#8220;, so PR-Mann Jansen, &#8222;entscheidet \u00fcber die Markt-&#8222;Relevanz&#8220; bei Lesern und Unternehmen. Die Promi-Blogger-Beitr\u00e4ge in der Erstausgabe sind jedoch vielmehr aufgew\u00e4rmte Archivstatements und kein publizistisches Innovationsstatement. Bleibt zu hoffen, dass Sebastian Matthes daraus mehr als einen diskursiven Digitalkanal der Focus-Printausgabe entwickeln kann.&#8220;<\/p> <p>Diesen Artikel finden Sie auch hier: http:\/\/www.cohnwolfe.com\/de\/wolfetracking\/huffington-post<\/p> <p>Cohn &amp; Wolfe Public Relations GmbH &amp; Co. KG &#8211; Frankfurt am Main &#8211; Amtsgericht Frankfurt am Main &#8211; HRA 29840 &#8211; Pers\u00f6nlich haftende Gesellschafterin: Cohn &amp; Wolfe Verwaltungs GmbH &#8211; Frankfurt am Main &#8211; Amtsgericht Frankfurt am Main &#8211; HRB 51991 &#8211; Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer: Alfred Jansen<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Cohn &amp; Wolfe Public Relations GmbH &amp; Co. KG<br \/> Susan H\u00f6lling<br \/> Am Sandtorkai 76<br \/> 20457 Hamburg<br \/> 040-808016-117<br \/> susan.hoelling@cohnwolfe.com<br \/> http:\/\/www.cohnwolfe.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstausgabe der deutschen Huffington Post: Den Stimmungsmacher als Chance begreifen Kommunikationsfachleute und Leser k\u00f6nnen sich freuen Kaum k\u00fcndigt sich ein US-Konzept f\u00fcr den deutschen Medienmarkt an, schon bekommen unsere nationalen Verlagsmanager, vereinzelte traditionelle Journalisten und etablierte Blogger Schnappatmung. 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