Gütersloher Verlagshaus-Verlagsgruppe Random House GmbH

Dieser Verlag veröffentlicht folgende Fachzeitschriften:

Der Kindergottesdienst

Der Kindergottesdienst

  Über »Der Kindergottesdienst«   Orientiert am dreijährigen „Plan für den Kindergottesdienst“ bietet die Zeitschrift „Der Kindergottesdienst“ klar strukturierte thematische Erschließungen, inhaltliche Impulse sowie liturgische und kreative Bausteine für lebendige Kindergottesdienste an den Sonntagen des Jahres ...

Evangelische Theologie

Evangelische Theologie

 Über »Evangelische Theologie« In interdisziplinären Themenheften gibt die Evangelische Theologie entscheidende Impulse, die komplexe Einheit der Theologie wahrzunehmen. Neben den Themenheften widmen sich offene, thematisch nicht gebundene Hefte speziell einer theologischen Disziplin. Die Hefte der EvTh führen nicht nur ...

Praktische Theologie

Praktische Theologie

Über »Praktische Theologie« Die Praktische Theologie ist eine Zeitschrift für Leserinnen und Leser aus der Praxis, die ihren Arbeitsbereich - das Pfarramt, die Ausbildung, die Schule, die Erwachsenenbildung, den sozialen Bereich und andere - wissenschaftlich reflektieren wollen. Sie behandelt aktuelle Themen aus den Feldern Religion und ...

Sonntagsgruß

Sonntagsgruß

  Über »Sonntagsgruß - gestern.heute.morgen«   Seit vielen Jahren begleitet diese Zeitschrift im großen Druck ältere Menschen, Gemeinden und Seniorenkreise durch das Kirchenjahr.   Die Zeitschrift bietet mit Andacht, Wochenspruch, Psalm und einer Übersicht über die tägliche Bibellese viel "geistliche ...

Verkündigung und Forschung

Verkündigung und Forschung

  Über »Verkündigung und Forschung«   Die Rezensionszeitschrift Verkündigung und Forschung bringt Sammelbesprechungen aus den einzelnen theologischen Disziplinen. Jedes Heft hat einen eigenen thematischen Schwerpunkt, der aus der jeweiligen Disziplin konzipiert ist. Zusätzlich gibt es Themarezensionen, die aus dem ...

was + wie?

was + wie?

Über »was+wie« Erzieherinnen und Erziehern in konfessionellen Kindertageseinrichtungen und allen, die für die religionspädagogische Begleitung von Kindern in Schule und Gemeinde Verantwortung tragen, bietet die Zeitschrift was+wie: • leicht umsetzbare Praxisideen mit religionspädagogischer Tiefe bei • schneller ...

Zeitschrift für Evangelische Ethik

Zeitschrift für Evangelische Ethik

Über »Zeitschrift für Evangelische Ethik« Die Zeitschrift für Evangelische Ethik ... ... erscheint seit 1957 und versteht sich als Forum für Fachdiskussionen auf dem Gebiet der protestantischen Ethik. Sie ist in ihrem Bereich die führende Zeitschrift im deutschsprachigen Gebiet und findet darüber hinaus auch Leser v.a. in ...

Verlags-Vita Gütersloher Verlagshaus-Verlagsgruppe Random House GmbH

Wie alles begann



Der 1791 in Gütersloh geborene Carl Bertelsmann gründete 1835 einen Verlag mit dem Ziel, der Minden-Ravensberger Erweckungsbewegung ein verlegerisches Zuhause zu geben. Seine innere Verbundenheit mit Pastor Johann Hinrich Volkening, einem der Initiatoren dieser evangelischen Erneuerungsbewegung in Ostwestfalen, war von Ausschlag gebender Bedeutung und ein wesentlicher Impuls für die Gründung des theologischen Verlages C. Bertelsmann. Zunächst verlegte man Schulbücher und kirchenmusikalische Werke. 1836 erschien die erste Auflage der Kleinen Missionsharfe, herausgegeben von eben diesem Johann Hinrich Volkening, die im Laufe der Jahrzehnte eine Gesamtauflage von über 2 Millionen Exemplare erreichte und damit zu einem der bekanntesten und meist gekauften Bücher aus dem Hause Bertelsmann wurde.



Carl Bertelsmann verstarb früh, im Alter von nur 59 Jahren. Sein Sohn Heinrich übernahm 1850 den Verlag und baute die Verlagsgebiete nach und nach aus. In den Jahren 1861 – 1869 übernahm er die Verlage S.G. Liesching, Stuttgart, und Wilhelm Löhe, Nürnberg, und gewann dadurch neue Bereiche hinzu: Bücher der Philologie und der Geschichte sowie Jugendbücher. Bereits in dieser Zeit erfolgten mehrere Gründungen im Zeitschriften- und Fortsetzungsbereich.



1869 wurde das erste Kirchliche Jahrbuch herausgegeben, das heute mittlerweile im 131. Jahrgang erscheint.



1881 heiratete Johannes Mohn die einzige Tochter Heinrich Bertelsmanns, Friederike. Er hatte sie 1874 als Buchhandelslehrling in der Firma kennen und lieben gelernt. Johannes Mohn baute vor allem den theologischen Verlagsbereich sehr erfolgreich aus, aber auch eine Reihe von Klassikerausgaben. Sein „Lieblingskind“ war jedoch die Herausgabe der Parallelbibel (Luthertext mit nebenstehender wörtlicher Urtextübersetzung).



Etwa ab 1919 intensivierte er die Herausgabe von Literatur für die praktische Gemeindearbeit und 1921, bereits unter der Geschäftsführung seines Sohnes Heinrich, begann der Ausbau des theologisch-wissenschaftlichen Verlages mit Reihen und Einzeltiteln. Johannes Mohn starb 1930. Der evangelische Buchhandel verlor mit ihm eine wichtige Persönlichkeit, war er doch einer der Gründer und über lange Zeit Vorsitzender des Christlichen Verlagsvereins, des Vorläufers der seit 1925 bestehenden Vereinigung Evangelischer Buchhändler.



Heinrich Mohn setzte dann die Verlagstradition fort, baute die wissenschaftliche Theologie weiter aus und förderte das evangelische Schrifttum. In dieser Zeit entstand sozusagen eine zweite Abteilung, die sich in erster Linie um ein belletristisches Verlagsprogramm kümmerte. Die Ära Heinrich Mohns führte den Verlag durch wirtschaftlich und politisch schwere Zeiten, von den Nachkriegsjahren des Ersten Weltkrieges bis zu denen des Zweiten. Aufgrund seiner durch Krankheit bedingten häufigen Abwesenheitszeiten wandte er mit Erfolg ein später selbstverständliches Prinzip an: die Delegation von Verantwortung an fähige Mitarbeiter.



1938 erging ein Erlass der Reichsschrifttumskammer, der Verlagen das Publizieren auf verschiedenen Gebieten untersagte. Heinrich Mohn wollte sich nicht für Belletristik oder Theologie entscheiden. Er übernahm den evangelischen Verlag „Der Rufer“ und veröffentlichte das religiöse Schrifttum und die theologische Wissenschaft ab dieser Zeit unter dem Namen „Rufer Verlag“. Die belletristische Abteilung verblieb unter dem Namen Carl Bertelsmann. 1944 wurde der Verlag behördlich geschlossen und im März 1945 fielen die Verlagsgebäude einem Bombenangriff zum Opfer. Ende 1946 bekam der Verlag die Lizenz zur Wiedereröffnung. Unter großem Einsatz, vor allem ehemaliger Mitarbeiter, gelang der Neuanfang. 1949 übertrug Heinrich Mohn die Geschäfte des C. Bertelsmann Verlages seinem Sohn Reinhard und zwei Jahre später die Leitung des theologischen Rufer Verlages seinem Sohn Gerd.



Gerd Mohn führte den Verlag in den kommenden Jahren und Jahrzehnten aus seiner engen pietistischen Orientierung heraus. Er machte den Rufer Verlag, der 1959 in Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn umbenannt wurde, zu einem modernen publizistischen Unternehmen, das sich neuen Zeitfragen öffnete und eine umfassende geistige und gesellschaftspolitische Neuorientierung erfuhr. Schwerpunkte der Arbeit lagen bei Forschung und Lehre der Theologie und der Gemeindepraxis.



Ab 1976 eröffneten sich weitere Möglichkeiten durch die Herausgabe der Taschenbuchreihe GTB Siebenstern. Bedeutende Lizenzausgaben z.B. von Dietrich Bonhoeffer, Ernesto Cardenal oder Elisabeth Kübler-Ross und Originalausgaben z.B. von Pinchas Lapide, Reinmar Tschirch oder Elisabeth Moltmann-Wendel erzielten Höchstauflagen.

Unter der Leitung von Gerd Mohn wurden alte Verlagsbereiche ausgebaut und neue hinzugewonnen. Die wissenschaftliche Literatur erhielt wesentliche Impulse durch bedeutende Theologen wie Kurt Aland, Georg Fohrer, Joachim Jeremias, Otto Kaiser, Willi Marxen, Hans-Georg Pöhlmann, Carl Heinz Ratschow, Trutz Rendtorff, Robert Stupperich und viele andere.



Aber auch den verschiedenen Arbeitsfeldern der kirchlichen Praxis wurde ein besonderer Stellenwert eingeräumt, galt es doch den vielfältigen neuen Fragen und Anforderungen der Gemeindepraxis Antworten und Orientierung zu geben.



1986 ging Gerd Mohn in den Ruhestand. Die Geschäftsführung des Verlages lag nun in den Händen von Hansjürgen Meurer. 1988 wurde der Kiefel Verlag, Wuppertal übernommen. Damit wurde dem Verlag ein weiteres Programm-Segment hinzugefügt: Geschenkbuch und Kalender. Die Übernahme des Chr. Kaiser Verlages, München, im Jahre 1993 stellte einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Verlages dar. Das wissenschaftliche Programm des Chr. Kaiser Verlages eröffnete außerhalb des engeren theologischen und kirchlichen Bereichs, bedingt durch politische, gesellschaftliche, soziale und existentielle Bezüge einen breiten Leserkreis. Zu den HauptautorInnen gehörten: Dietrich Bonhoeffer, Helmut Gollwitzer, Wolfgang Huber, Hans Joachim Iwand, Manfred Josuttis, Eberhard Jüngel, Jürgen Moltmann, Elisabeth Moltmann-Wendel, Luise und Willy Schottroff, Gerd Theißen und viele andere mehr.



1998 konnte nach insgesamt 18 Jahren die 16-bändige Edition „Dietrich Bonhoeffer Werke“ zum Abschluss gebracht werden. Aus diesem Anlass verleiht der Verlag erstmalig den mit 10.000 DM dotierten Dietrich Bonhoeffer-Preis, mit dem praktizierte Zivilcourage und christliche Verantwortung im Geiste Bonhoeffers gewürdigt wird.



Am 1. Januar 1999 übernimmt das Gütersloher Verlagshaus die deutschsprachigen Rechte am Gesamtwerk Martin Bubers vom Lambert Schneider Verlag, Gerlingen. Die Hauptaufgabe sieht der Verlag darin, Martin Buber wieder den Platz einzuräumen, der ihm in der Literatur wie auch im religiösen und kulturellen Dialog gebührt. Geplant wird die Herausgabe der Martin Buber Werkausgabe mit insgesamt 22 Bänden.



Zum 1. Juli 1999 erwirbt das Gütersloher Verlagshaus den Quell Verlag, Stuttgart.



Ab 1. Juli 2003 übernimmt Ralf Markmeier die Geschäftsführung dieses traditionsreichen Verlages.



Ab 1. Januar 2008 übernimmt Klaus Altepost die Geschäftsführung des Gütersloher Verlagshauses.