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E-Book

CATIA V5

Baugruppen, Zeichnungen

AutorDieter R. Ziethen
VerlagCarl Hanser Fachbuchverlag
Erscheinungsjahr2006
Seitenanzahl202 Seiten
ISBN9783446410800
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis15,99 EUR

Dieses Grundlagenwerk bietet einen kompakten Einstieg in die Modellierung von Baugruppen und deren Zeichnungsableitung in CATIA V5 Release 16. Das Buch gibt einen detaillierten Einblick in die Arbeitsumgebung des "Assembly Designs" sowie die Besonderheiten der Zeichnungserstellung von Baugruppen. Sämtliche Funktionen werden aus Sicht eines Einsteigers Schritt für Schritt erklärt.

Alle Funktionen und Schritte sind ausführlich mit Bildern unterstützt. Sämtliche Fenster und Schaltflächen der behandelten Befehle sind erläutert und aufgeführt. Zielgruppe sind alle CATIA-Anwender sowie Studenten und Dozenten technischer Fachrichtungen, die in das "Assembly Design" einsteigen möchten und einen Überblick über die grundlegenden Funktionen und deren Anwendung suchen. Das Buch beschreibt systematisch sämtliche Funktionen, mit denen Baugruppenstrukturen aufgebaut oder Untersuchungen durchgeführt werden können.

Alle wichtigen Themen wie das Speichermanagement, die Handhabung und Verwendung von Szenen sowie der Umgang mit großen oder flexiblen Baugruppen werden behandelt. Die Betrachtung von Bedingungen sowie das Arbeiten im Kontext einer Baugruppe assoziativ zu anderen Bauteilen runden das Spektrum ab. Alle Funktionen sind anhand von plastischen Beispielen erklärt. Baugruppen zum Üben und Nachvollziehen der Funktionen sind im Internet abrufbar.

Der Autor
Diether R. Ziethen ist CAD-Systemingenieur bei der MAN Nutzfahrzeuge AG und unterrichtet CATIA V5 an der "Munich University of Applied Sciences".

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Leseprobe

15 Arbeiten im Kontext (S. 164)

Arbeiten im Kontext ist das Konstruieren eines Bauteils innerhalb einer Baugruppe unter Bezug seiner Anschlussgeometrien. Damit ein Bauteil im Kontext konstruiert werden kann, sind einige Voraussetzungen erforderlich.

Diese Voraussetzungen werden im nächsten Abschnitt betrachtet. Der Abschnitt setzt sich auch mit allgemeinen Fragen zum Nullpunkt auseinander. In den darauf folgenden Abschnitten werden verschiedene Methoden dargestellt, wie ein Bauteil im Kontext konstruiert werden kann.

Im Wesentlichen geht es hier darum, wie die Anschlussgeometrie eines Bauteils erstellt und gehandhabt wird. Alle Ausführungen dieses Kapitels haben das Ziel, einen Überblick über das Arbeiten im Kontext zu geben. Es werden daher an einfachen Beispielen grundlegende Möglichkeiten aufgezeigt.

15.1 Allgemeines

Damit ein Bauteil im Kontext erstellt werden kann, sind zwei grundlegende Dinge zu klären: Wie ist das Bauteil positioniert? Was ist Umgebungsgeometrie des Bauteils? Beides wird in den folgenden zwei Unterabschnitten näher betrachtet.

Positionierung
Bezüglich der Positionierung eines Bauteils gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Philosophien: eine absolute und eine relative Positionierung. Absolute Positionierung Eine absolute Positionierung geht davon aus, dass die Nullpunkte aller Bauteile einer Baugruppe auf einem identischen Punkt liegen.

Der Vorteil liegt darin, dass alle Bauteile einer Baugruppe sofort zueinander lagerichtig sind, diese zu einer Baugruppe zusammengefügt werden. Besonders Anwender von CATIA V4 verfolgen gerne diesen Weg, da es in CATIA V4 nicht möglich ist, dateibasiert mehrstufige Baugruppen mit unterschiedlichen Nullpunkten zu definieren.

Der Nachteil liegt darin, dass bei der Wiederverwendung eines Bauteils das Konzept nicht mehr aufgeht, wenn nicht Geometrie mehrfach vorgehalten werden soll. Die Abbildung zeigt ein Spielzeugauto, das sich aus sieben Bauteilen zusammensetzt.

Jedes Bauteil besitzt ein Achsensystem, dessen Lage zu einem gemeinsamen Nullpunkt in der Mitte der Vorderachse ausgerichtet ist. Da mit einer absoluten Positionierung gearbeitet wird, sind exakt sieben verschiedene Bauteile erforderlich, um das Spielzeugauto zusammenzusetzen.

Auf eine Positionierung braucht allerdings nicht geachtet zu werden, da alle grünen Achsensysteme übereinander gelegt werden können. Relative Positionierung Kennzeichen einer relativen Positionierung ist, dass jedes Bauteil einen eigenen Nullpunkt besitzt, der für die Modellierung oder Fertigung des Bauteils optimal ist.

Wird ein Bauteil in einer Baugruppe verbaut, so wird das Bauteil positioniert, um es an die richtige Stelle zu setzen. Der Vorteil liegt darin, dass jedes Bauteil bezüglich des Nullpunktes für sich betrachtet werden kann. Er kann optimiert für nachfolgende Prozesse festgelegt werden. Der Nachteil der Methode liegt darin, dass ein Bauteil immer positioniert werden muss, wenn es innerhalb einer Baugruppe verbaut wird.

Es ist zusätzlich ein übergeordnetes Element erforderlich, das die Positionierungsinformation speichert. Dieser anscheinende Nachteil wird durch das Arbeitsprinzip von CATIA V5 vollständig aufgehoben, da CATIA V5 über mehrstufige Baugruppenstrukturen verfügt. Daraus entsteht der bestechende Vorteil, dass ein Bauteil mehrfach verbaut werden kann, ohne dass sein spezifischer Nullpunkt wichtig wäre.

Ein Beispiel gibt die Abbildung unten: Die Abbildung zeigt ein Spielzeugauto, das sich aus sieben Bauteilen zusammensetzt. Da mit einer relativen Positionierung gearbeitet wird, sind nur vier unterschiedliche Bauteile erforderlich, um das Spielzeugauto zu bilden. Jedes Bauteil besitzt ein Achsensystem, das für das jeweilige Bauteil optimiert ist.

Um eine Baugruppe „Achse" zu bilden, können zweimal das Bauteil „Rad" und einmal das Bauteil „Achsstange" verwendet werden.

Inhaltsverzeichnis
Inhalt4
1 Einleitung7
2 Grundbegriffe8
2.1 Einzelteil8
2.2 Baugruppe und Untergruppe9
3 Übersicht der Schaltflächen11
3.1 Standard11
3.2 Tools für Produktstruktur12
3.3 Bedingungen12
3.4 Bedingungserzeugung13
3.5 Bewegen13
3.6 Szenen14
3.7 3D- Analyse14
3.8 Anmerkungen14
3.9 Gefilterte Auswahl14
3.10 Auswählen15
3.11 Baugruppenkomponenten15
4 Laden, Erzeugen und Strukturieren von Baugruppen17
4.1 Starten von Assembly Design17
4.2 Hinzufügen von Elementen18
4.3 Ordnen des Konstruktionsbaumes22
4.4 Entfernen von Elementen24
4.5 Ersetzen von Elementen25
4.6 Vervielfältigen27
5 Speichern einer Baugruppe31
5.1 Sichern31
5.2 Sichern unter32
5.3 Alle sichern33
5.4 Sicherungsverwaltung35
6 Freies Positionieren37
6.1 Grundlagen37
6.2 Kompass38
6.3 Manipulation40
6.4 Versetzen und Verschieben41
6.5 Zerlegen42
6.6 Bei Kollision stoppen43
7 Grundlegende Bedingungen45
7.1 Grundlagen45
7.2 Komponente fixieren47
7.3 Kongruenzbedingung48
7.4 Kontaktbedingung51
7.5 Offsetbedingung55
7.6 Winkelbedingung57
7.7 Bedingung61
8 Weitere Bedingungen und Einstellungen62
8.1 Gruppieren62
8.2 Schnelle Bedingung64
8.3 Flexible Unterbaugruppe65
8.4 Muster wieder verwenden67
8.5 Modi zur Bedingungserzeugung71
9 Szenen74
9.1 Grundlagen74
9.2 Szene erzeugen77
9.3 Szenenbrowser78
9.4 Szene aktivieren und beenden79
9.5 Szene bearbeiten und verwenden80
9.6 Szene in einer Zeichnung verwenden87
10 Anmerkungen88
10.1 Grundlagen88
10.2 Funktionen89
10.3 Funktionen im Kontextmenü94
10.4 Zeichnungsableitung einer Anmerkungsebene95
11 Selektion von Elementen im Strukturbaum97
11.1 Tastenkombinationen97
11.2 Gefilterte Auswahl98
11.3 Auswählen101
12 Baugruppenkomponenten107
12.1 Grundlagen107
12.2 Symmetrie108
12.3 Trennen114
12.4 Bohrung116
12.5 Tasche120
12.6 Hinzufügen122
12.7 Entfernen123
12.8 Bearbeiten einer Baugrupenkomponente125
13 3D- Analyse126
13.1 Grundlagen126
13.2 Überschneidung128
13.3 Schnitte136
13.4 Abstands- und Bandanalyse142
14 Umgang mit großen Baugruppen148
14.1 Selektives Laden149
14.2 Visualisierungsdaten154
14.3 Mehrere Darstellungen eines Knotens160
15 Arbeiten im Kontext165
15.1 Allgemeines165
15.2 Anschlussgeometrie167
15.3 Nicht assoziative Arbeitsweise168
15.4 Assoziative Arbeitsweise174
16 Zeichnungsableitung179
16.1 Allgemeines179
16.2 Projektionen180
16.3 Schnitte189
16.4 Stückliste192
A Optionen und Einstellungen193
A. 1 Menü Start193
A. 2 Symbolleisten194
A. 3 Befehle195
A. 4 Optionen196
B Symbole im Baum197
B. 1 Produktknoten197
B. 2 Instanzknoten197
B. 3 Bauteilknoten197
Index198

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