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Die Entstehung der grünen Politik

Kultursoziologie der westdeutschen Umweltbewegung

AutorAndreas Pettenkofer
VerlagCampus Verlag
Erscheinungsjahr2014
Seitenanzahl385 Seiten
ISBN9783593410777
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis30,99 EUR
Dreißig Jahre nach ihrer Gründung sind Die Grünen eine etablierte politische Kraft. Diese Situation erscheint uns heute selbstverständlich, tatsächlich ist sie jedoch das Ergebnis eines ebenso unwahrscheinlichen wie einschneidenden Wandels in der politischen Kultur. Dieser ist maßgeblich auf jene neue linke Bewegung zurückzuführen, die in den 1960er-Jahren in Gang kommt und zunächst als Studentenbewegung prominent wird. Andreas Pettenkofer zeigt, wie und warum das »grüne« Deutungsmuster in den Protestbewegungen der alten Bundesrepublik schrittweise entstand und wie daraus die Gründung einer neuen Partei denkbar und durchführbar wurde. Er führt damit exemplarisch vor, welche Möglichkeiten die Untersuchung sozialer Bewegungen für die Erklärung kulturellen Wandels bietet.

Andreas Pettenkofer, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt.

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Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Vorwort9
I. Die Entstehung eines Protestfelds (1966–1973)36
Einleitung38
1. Außerparlamentarischer Protest und die Dynamik von Kirche und Sekte40
1.1 Die Vorbereitung einer radikalen Gesellschaftskritik40
1.2 Der lokale Kalte Krieg und das Modell der Guerilla51
1.3 Gewalterfahrungen und die Synchronisation der Protestdynamiken60
2. Der › antiautoritäre‹ Diskurs und seine Spannungslinien68
2.1 Das » Organisationsreferat «68
2.2 Die Radikalisierung des Deutungsmusters81
3. Die › neue Linke‹ als Organisationsfeld und Konkurrenzordnung99
3.1 Die erste Abweichung: Die ML- Organisationen100
3.2 Die zweite Abweichung: Die › Gewaltfreien Aktionsgruppen‹115
3.3 Die › Undogmatischen‹124
3.4 Die Einheit des Protestfelds125
II. Die Sakralisierung der politischen Ökologie (1974–1977)134
Einleitung136
4. Der Beginn des › gewaltfreien‹ Protests gegen Atomkraft: Wyhl137
4.1 Die Unwahrscheinlichkeit des ökologischen Protests137
4.2 Die Sehnsucht nach der Volksbewegung141
4.3 Der Wyhler Konflikt und der Wandel des Deutungsmusters161
5. Der Beginn des › militanten‹ Protests gegen Atomkraft: Brokdorf176
5.1 Ansteckungskraft des Sakralen ( 1): Der neue Symbolstatus der Atomkraft185
5.2 Logik der Sekte ( 1): Konkurrenzkämpfe im Protestfeld189
5.3 Ansteckungskraft des Sakralen ( 2): Erfahrungen des gemeinsamen Protestierens200
6. Die Entstehung einer Anti- AKW- Bewegung208
6.1 Ansteckungskraft des Sakralen ( 3): Die negative Sakralisierung der Kerntechnik210
6.2 Logik der Sekte ( 2): Die Polarisierung des Protestfelds228
III. Die außerparlamentarische Verfestigung der grünen Politik (1978–1984)236
Einleitung238
7. Die Euphorie des Protests240
7.1 Die erste Verschlechterung der Gelegenheiten240
7.2 Die Kontinuität des › gewaltfreien‹ Protests: Das Beispiel der Gorleben- Kampagne248
7.3 Die Kontinuität des › militanten‹ Protests: Das Beispiel der Großdemonstration bei Brokdorf, Februar 1981267
7.4 Zwischenfazit: Konkurrierende Euphorien279
7.5 Das Scheitern der rationalen Organisation ( 1): Der Niedergang der ML- Organisationen282
8. Die Entstehung einer Katastrophenkosmologie289
8.1 Der nukleare GAU als Paradigma290
8.2 Technik und Krieg: Der Beginn der neuen Friedensbewegung ..295
8.3 Zwischenfazit: Der Mechanismus der Generalisierung301
8.4 Exkurs zur Wiederkehr des Protestdiskurses im Gewande seiner soziologischen Beschreibung304
9. Protest als Beweishandlung308
9.1 Die zweite Verschlechterung der Gelegenheiten309
9.2 Das Scheitern der rationalen Organisation ( 2): Der Niedergang des BBU314
9.3 Die Grenzerhaltung der › Gewaltfreien Aktionsgruppen‹317
9.4 Die Fortsetzung des › autonomen‹ Engagements325
Fazit336
Nachbemerkungen zur Methode351
Nachweise359
Quellen und Literatur361

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